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Herausforderungen

Kundenwünsche

Die erfolgreiche und stark nachgefragte, aber sehr in die Jahre gekommene Rehabilitationseinrichtung der Suchtadaption “Lebenszentrum” soll modernisiert werden. Bisher richtete sich das Angebot dieser Einrichtung an Männer, die aus dem stationären Entzug die nächsten therapeutischen Schritte gehen wollen, um in das eigene und gesellschaftliche Leben nach der Sucht zurückzufinden. Die Reha-Klinik als ein offener Ort heißt in Zukunft auch Frauen willkommen.

Eine Erweiterung von bisher 18 Patientenzimmern auf 24 ist vorgesehen. Der Gebäudebestand soll demnach teilweise ersetzt und teilweise erhalten und ergänzt werden.

Die hygienischen und raumspezifischen Standards werden durch die Rentenversicherung als Leistungsträger vorgegeben. Wichtig ist, dass die Patient*innen in Einzelzimmern mit eigenem Duschbad wohnen können und nicht mehr die Gemeinschaftsduschen und -WCs auf den Fluren nutzen müssen. Außerdem müssen alle Multifunktions- und Therapieräume sowie eines der Patientenzimmer barrierefrei sein. Weitere zukunftsorientierte Wünsche kamen zu diesen Standards: Eine kleine Kitchenette soll im Nachhinein in die Patientenzimmer einbaubar sein, damit diese auch als eigene Wohnung z. B. für Menschen mit physischen oder/und psychischen Einschränkungen funktionieren können. Dafür ist auch bereits die Installation einer Lichtrufanlage vorbereitet, um die Pfleger*innen rufen zu können. Jedes Zimmer verfügt zusätzlich über verlegte LAN-, EDV- und Antennenkabel. Flächendeckende WLAN-Versorgung ist ebenfalls sicherzustellen.

Ein mehrstöckiger Holzbau soll das bestehende Gelände ergänzen, um ein bestmögliches Raumklima in den Zimmern zu erreichen, in denen entspannt, ausgeruht und geschlafen wird.

Gelände und Umfeld

Die Einrichtung befindet sich mitten in der örtlichen Gemeinde, an einer serpentinenförmigen Straße gelegen. Diese topografischen und geologischen Herausforderungen gründen sich demnach auf der Hanglage. Die Einrichtung ist seit über 30 Jahren an diesem Standort und somit ortsprägend. Städtebaulich ist daher zu beachten, dieses Gelände für die Einheimischen als auch für die Bewohner*innen nicht zu verfremden, sondern behutsam zu verändern. Alle bisherigen Patient*innen und das Personal sollen sich weiterhin wohlfühlen. Neue Klient*innen erleben ein harmonisch wirkendes Gebäudeensemble, in dem sie sich willkommen und gut aufgehoben fühlen.

Lageplan: Der Neu- und Anbau sind hervorgehoben.
Lageplan: Der Neu- und Anbau sind hervorgehoben.
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Die buerohauser Expert*innen und die Bauherren

Um die differenzierten Kund*innenwünsche sowie kostengünstig, architektonisch unseren Werten und Ansprüchen entsprechend als auch planmäßig fertigstellen zu können, haben wir unser Team aus eigenen Fachleuten für Architektur, Innenarchitektur, Energieberater*innen und Tragwerksplaner*innen sowie als Fachplaner*innen erfahrenen Expert*innen der Gebäude- und Sicherheitstechnik sowie des Brandschutzes zusammengesetzt.

Besonderes Augenmerk haben wir auf die Beziehung der baulichen Akteur*innen gelegt. Ein gut funktionierendes Zusammenspiel zwischen unseren Fachleuten, den Fachplaner*innen und dem Direktor der Einrichtung mit seinem Team sowie dem Vorstand des Vereins und dessen Mitgliedern lag uns besonders am Herzen. Diese Zusammenarbeit hat auch deshalb gut geklappt, weil es unser Anspruch ist, das zur Verfügung stehende Budget auf treuhändische Weise zu verwalten.

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Lösungen

Sensibilität für Bestehendes: Die Verbindung von Alt und Neu und deren Ergänzungen

Unser Beitrag zum Architekturwettbewerb, der durch den Kunden direkt selbst ausgeschrieben wurde, hat gewonnen. Unsere architektonischen Werte basieren auf dem Anspruch, Funktionales mit Ästhetischem optimal zu verbinden. Unseren Wettbewerbsbeitrag haben wir daher an Budget und Funktion der zukünftigen Reha-Einrichtung ausgerichtet. Zentraler Ausgangspunkt unserer Überlegungen sind die Menschen, die die Gebäude und Räume betreten und nutzen.

Weiterhin legen wir viel Wert auf einen respektvollen Umgang mit der Baugeschichte eines Gebäudes. Wir denken, es ist sinnvoll, die Arbeit der früheren Planer*innen/Architekt*innen zu respektieren, um die Gebäude zu verstehen und dann daraus die Möglichkeiten für An- oder Umbau abzuleiten. Ziel ist es, prinzipiell ein Gleichgewicht zwischen Altem und Neuem zu schaffen, wobei Raum entstehen soll, welcher die Werte des Bestands architektonisch herausarbeitet und mit moderner Formensprache verbindet bzw. ergänzt.

Unser Anspruch ist es also, mit Sensibilität an ein Bestandsgebäude heranzutreten, um eine Spannung zwischen Altem und Neuem erzeugen zu können. So wird die Baugeschichte fortgeschrieben.

Neu- und Umbau: Visualisierung für den Wettbewerb, Ansicht Süd
Neu- und Umbau: Visualisierung für den Wettbewerb, Ansicht Süd

Die Wettbewerbssituation hat es uns ermöglicht, alles ganz genau anzuschauen und so viele gute Ideen wie möglich zu integrieren. Wir haben genau geprüft, welche Gebäude erhalten bleiben und umgebaut werden können und was hinzukommen kann. Dabei haben wir uns dazu entschlossen, zwei Gebäude zu entfernen, um neuen Raum zu schaffen.

3D-Visualisierungen für den Wettbewerb

Langlebigkeit und Robustheit: Ein mehrstöckiger Holzbau

Bei diesem Projekt behalten wir die Kundenwünsche im Fokus, in dem wir als oberste Prämissen Langlebigkeit und Robustheit setzen. Da das Gebäude in Zukunft auch anders nutzbar sein soll, haben wir diese Prämissen mit dem Ziel niedriger Investitions- und Folgekosten gekoppelt. Daher wurde auch zusammen mit dem Kunden beschlossen, anstelle von drei Stockwerken, lediglich zwei Stockwerke für den Neubau zu realisieren.

Holzbau unterstützt auch Hygienestandards und Genesung.

Zitat von Ulrich Fischer,

Projektleiter

Diese beiden neuen Obergeschosse entstanden in Holzkonstruktion, was auch durch eine Holzverschalung der Fassaden sichtbar wird. Die Verwendung von natürlichen Materialien innen und außen wie auch in der Holzkonstruktion selbst hat einen sehr hohen Stellenwert auf beiden Seiten – unseren Kunden, der Reha-Klinik, und uns als Architekturbüro.

Technische Innovationen: Ein kosteneffektives Energiekonzept

Das alte, dezentrale Ölheizungssystem wird ausgetauscht: Die Wärmeversorgung der gesamten Gebäudegruppe wird künftig aus einer neuen Heizzentrale im Untergeschoss des Neubaus sichergestellt. Die bestehende Villa und der Zwischenbau werden an das neue Heizungsnetz angeschlossen.

Auf den Dachflächen des Neubaus sind sowohl eine Solarthermie als auch Photovoltaikanlagen installiert. Der erzeugte Strom wird im Lebenszentrum selbst verbraucht. Durch eine dezentrale Aufbereitung des Warmwassers für den Therapie- und Verwaltungsbereich werden zusätzlich Kosten gespart. 

Energiekonzept zur Wärmeerzeugung: Warmwasser über Solarthermie und Wärmepumpe, Heizung über Wärmepumpe. Dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Strom für die Wärmepumpen aus Photovoltaik.
Energiekonzept zur Wärmeerzeugung: Warmwasser über Solarthermie und Wärmepumpe, Heizung über Wärmepumpe. Dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Strom für die Wärmepumpen aus Photovoltaik.

Die alten Fenster und Eingangstüren im bisherigen Wohnheim, nun Funktionsbau mit Therapiezentrum und Verwaltung, werden gegen Heizenergie sparende Fenster und Türen ausgetauscht. Damit das Dachgeschoss als Archiv genutzt werden kann, soll eine zusätzliche, begehbare Dämmung verlegt werden. So werden auch hier mit überschaubarem Aufwand die Verluste von Heizenergie auf ein Minimum reduziert. Und: Wir haben auch hier an die Zukunft gedacht und vorgesorgt: Der jetzige EnEV-Nachweis ermöglicht einen späteren Ausbau samt Wohnnutzung des Dachgeschosses.

Bett mit LAN-Buchse: Zimmer und Räume in Zukunft anders nutzen können

Die Ziele und Zukunftsperspektiven der Reha-Klinik sind es, die Zimmer auch anders nutzen zu können: Eine Kitchenette soll in jedem Zimmer ohne weitere Investitionskosten für Installationen einbaubar sein. Unsere Innenarchitekt*innen entwarfen bedarfsgerechte und gleichzeitig innovative Zimmer für die Bewohner*innen. Flexible Möbel für Schreibtisch und Bett waren von Anfang an unsere Lösung hierfür. Tisch und Bett können getauscht werden, wodurch mehr Raum auf der einen Seite entsteht, wo die Küche eingebaut werden muss, um die vorhandenen Anschlüsse des nebenan liegenden Bads zu nutzen.

Der Entwurf der maßgefertigten Möblierung für ein Bewohnerzimmer und die Fotos nach Fertigstellung
Reha-Klinik Lebenszentrum Ebhausen

Einen besonderen Anspruch haben wir an Eigenschaften und Materialien: Möbel und Wände müssen den Herausforderungen einer Reha-Klinik für Suchtadaption standhalten. So haben wir uns für mineralische Wandfarben und Möbel aus hochwertigem Holzwerkstoff sowie die Fensterrahmen aus Holz entschieden. Diese Materialien sind antibakteriell und gesundheitsfördernd. Ein Fußbodenbelag aus dem zu ca. 98 % natürlichen Material Linoleum ergänzt diesen Ansatz.

Herausfordernd war es auch, die Möbel mit EDV-Technik auszustatten, so dass der gewünschte Lichtruf, der benötigt wird, wenn die Räume in Zukunft als Wohneinheiten von psychisch und physisch beeinträchtigten Patient*innen genutzt werden sollen, auch funktioniert. 

Die Lösung ist die integrierte Elektrik mit allen wichtigen Anschlüssen, die per Schalter aktiviert werden können. Alle Elektrik ist also direkt im Möbel verbaut. So muss das Möbel nur noch über ein Kabel mit Stecker an eine Steckdose angeschlossen werden, um alle Funktionen, wie Lichtruf in Notsituationen, normales Licht oder andere Funktionen wie WLAN, TV, Telefon nutzen zu können.

Weitere Informationen zur Reha-Klinik Lebenszentrum finden Sie hier.

Presseberichte:
2019 Schwarzwälder Bote
2016 Evangelisch Methodistische Kirche

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Ergebnisse

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Alle Projekte

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Ausgangslage

Die Ostseeklinik für Suchttherapie, eine Einrichtung, die sich speziell an Männer richtet, befindet sich auf Fehmarn und bietet bisher auf 764qm Raum, zur Genesung an. Die Bewohnerzimmer im Obergeschoss des Haupthauses entsprachen nicht mehr den aktuellen Brandschutzbestimmungen. Ein Funktionshaus und ein Wohnhaus wurden bereits abgerissen.

Da die Einrichtung erfolgreich arbeitet, wünschten die Bauherren, die Fläche um 1353qm auf eine neue Wohn- und Nutzfläche von 2117qm zu vergrößern. Hier werden in Zukunft mehr Klienten Zeit und Raum finden, eine Sucht zu überwinden und zu genesen.

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Konzept

Die neuen Therapie- und Funktionsräume sowie die Büros für die Mitarbeiter*innen werden im neuen Klinikgebäude Platz finden. Dieses neue Funktionsgebäude verbindet die beiden Bestandsgebäude miteinander.

In den Bestandsgebäuden werden weiterhin Büros, Funktionsräume, Gemeinschafts- und Aufenthaltsräume sowie Küche und Speisesaal untergebracht bleiben, wobei der Speisesaal vergrößert und erneuert wird. Daneben entstehen vier weitere Wohngebäude für 36 Klientenzimmer, wobei zwei Zimmer Doppelbettzimmer sind und eins barrierefrei bzw. rollstuhlgerecht angelegt ist. 

Besonderes Augenmerk legen wir auf den Laubengang: Ein Laubengang verbindet die Wohngebäude und das neue Funktionsgebäude miteinander. Auch die Klientenzimmer, die sich im Dachgeschoß befinden, sind über die Laubengänge erreichbar. Hierbei wird Offenheit und Transparenz vermittelt, aber auch der Gedanke, nicht alleine zu sein wird gestärkt.

Wichtig ist hierbei nicht nur die Erreichbarkeit jedes einzelnen, sondern auch das transportierte Gefühl, nicht alleine zu sein.

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Umsetzung

Die Neubauten für diese Suchtklinik wurden in Holzbauweise errichtet. Ein Laubengang verbindet alle Einheiten. Einige Klinkerfassadenelemente bei den Windschutzwänden schaffen eine optische Verbindung zur Umgebung.

Die Klinik erhält neben dem Umbau der beiden Bestandsgebäude ein neues Funktionsgebäude und vier Wohngebäude für die Klienten.

Eine große Wiese direkt neben der Klinik machte es möglich, hier nicht nur anzubauen sondern auch neu zu bauen. Die Klinik bleibt damit mitten in der kleinen Ortschaft. Somit kann dieser Standortvorteil bewahrt werden. Die Klienten können sich daher auch in Zukunft als Teil der Gesellschaft fühlen, um auch hier wieder Fuß zu fassen und Anknüpfungspunkte zu schaffen.

Die Therapiephasen der Klienten werden in der Anordnung der Wohngebäude widergespiegelt. Von den ersten drei Gebäude, der Kerntherapie, ziehen die Klienten in das Erdgeschoss des größeren vierten Gebäudes, die Rehabilitationsphase, und von dort in das Dachgeschoss des vierten Gebäudes, die Adaptionsphase. 

Um dem Klienten die Möglichkeit zu geben, sich unter realen Alltagsbedingungen zu erproben, wurden die Zimmer in dem vierten Gebäude mit Pantryküchen ausgestattet. 

Der Innenhof, der sich zwischen den Gebäuden bildet, fördert die Gemeinschaft und schafft Möglichkeiten des Austausches.

Durch das neue Haupt- und Eingangsgebäude wird ein zentraler Mittelpunkt geschaffen, von dem aus alles erreicht und verbunden wird. So wurde nicht nur eine neue Verbindung der beiden Bestandsgebäuden geschaffen, in denen Therapieräume und Gemeinschaftsräume, sowie Küche und Speisesaal angeordnet sind, sondern auch die Wohngebäude mit der Therapie verbunden. 

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Konstruktion und Materialien

Die Entscheidung zur Vorfertigung von Holzbau und Nasszellen trug im Wesentlichen zu einer hohen Präzision und Ausführungsqualität bei und ermöglichten den zügigen Bauablauf.

Alle neuen Gebäudeteile bestehen aus vorgefertigten Wand- und Dachelementen in Holztafelbauweise, die Decken aus großformatigen Massivholzelementen. 

Auch kamen vorgefertigte Badzellen zum Einsatz. Diese Raummodule wurden komplett im Werk vorgefertigt, gefliest und ausgestattet, und so auf die Ostseeinsel transportiert.

Die im norddeutschen Raum übliche Klinkerbauweise, die auch im Bestandsgebäude bereits vorkommt, haben wir aufgegriffen, indem wir Klinkerwände als Windschutz vor einige Laubengänge gestellt haben. So erzeugen wir auch hier optisch eine Verbindung zu den Häusern in direkter Nachbarschaft.

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Ergebnis

Die Wohngebäude konnten schon nach acht Monaten Bauzeit bezogen werden: Die vorgefertigten Elemente in Holzmodulbauweise ermöglichen diese schnelle, bezugsfertige Errichtung.

Die Zusammenfügung der Gebäude und die Nutzung der Freiflächen in Verbindung mit den Laubengängen erzeugt eine geschützte Atmosphäre, schafft aber gleichzeitig Raum für Begegnung und Austausch der Bewohner.

Lesen Sie hier den Pressebericht der Lübecker Nachrichten zum Projekt

Danke an Jo.Studio für die Zurverfügungstellung einiger Fotografien.

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Mit dem Mohab Space haben wir ein Produkt entwickelt, das für viele aktuelle Fragen zu Wohnen, Leben und Arbeiten Antworten bietet. Uns ist es wichtig, dass wir die Art und Weise verändern, wie wir Räume wahrnehmen, da uns Nachhaltigkeit ein besonderes Anliegen ist. Als Architekt*innen, Designer*innen und Ingenieur*innen finden wir, jede*r hat das Recht auf exzellente und funktionelle Gestaltung. Daher haben wir in Zusammenarbeit mit der NGO Nehemiah Gateway Services und der Mohab GmbH ein modular verwendbares System als Holzbau entworfen und realisiert – den Mohab Space.  In Zusammenarbeit mit der Agentur MoreSleep haben wir die Produkt- und Projektentwicklung, inkl. Branding und Kommunikationsstrategie, konzipiert und umgesetzt.

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Modularität und Flexibilität

Je nach individuellem Bedürfnis kann ein Mohab Space alles sein: das zusätzliche Kinderzimmer, die Ergänzung von Büroflächen, ein Ferienhaus oder die Hotelrezeption, ein Pop-up-Store, autarkes Behandlungszimmer, ein Anbau von Wohnhäusern, die Bibliothek oder ein Tiny House.

Mohabs können in alle Richtungen erweitert und kombiniert werden – auf Extrawunsch sogar übereinander. Dann ist ein zusätzlich gefertigter und eingezogener Stahlrahmen vonnöten, der übereinander gestapelte Mohabs überdies stabilisiert.

Mohab Spaces werden durch unseren Holzbau-Partner Müller Holzbau in wenigen Wochen fast komplett vorproduziert. Durch die Vorfertigung ist ein schneller Aufbau mit geringem Logistikaufwand möglich. Das Mohab wird per Schwerlasttransport vom Fertigungsstandort zum Aufstellort bewegt und vor Ort mit einem Kran abgeladen.

Die Voraussetzung für die Aufstellung eines Mohab Spaces ist ein tragfähiger Untergrund, der durch ein geologisches Gutachten ermittelt und entsprechend vorbereitet wird. Für die Aufstellung eines Mohabs ist eine Baugenehmigung notwendig, die in Zusammenarbeit mit uns beantragt werden kann.  Ein paar Tage nach Lieferung der Mohab-Bauteile ist das Mohab Space einzugsfertig.

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Faktenbox

Die Erweiterung unseres Büros haben wir durch zwei Einheiten realisieren können.
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Grundausstattung und Zusatzfunktionen

Mohab Spaces werden nach einem durchdachten und erprobten Konzept gebaut.

Wenn ein Mohab geliefert wird, braucht es lediglich Stromzufuhr und ist dann direkt einsatzbereit: Beleuchtung, Kühlung, Heizung, Lüftung und ausreichend Steckdosen sind bereits vorhanden.

Transport eines Mohabs auf einem LKW
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Aufbau der beiden Mohabs in Altensteig: Transport eines Mohabs auf einem LKW

Bei Kühlen und Heizen haben wir uns für ein oberhalb der Decke verbautes Multisplitgerät entschieden. Je nach Jahreszeit erzeugt es ausreichend warme oder kalte Luft. So wird im Sommer nicht geschwitzt und im Winter nicht gefroren. Dafür wird der Außenluft die Wärme entzogen und der Raumluft zugefügt.

Die Luft zirkuliert über eine Wärmepumpe, die dank der Lüftungskanäle in der abgehängten Decke in den Raum geleitet wird.

Der Auslass erfolgt an zwei Stellen der Decke oder durch die optional gewählte Akustiklochung. Durch die Holzständerbauweise ist der Raum zusätzlich gut gedämmt. Innerhalb des Mohabs wird über einen Lüfter mit Wärmerückgewinnung die Luftzirkulation sichergestellt. Für ein gutes Raumklima ist also gesorgt, und zwar sowohl bei Wärme als auch bei Kälte. Optional ist eine Photovoltaikanlage eine gute Möglichkeit, die Stromerzeugung im Mohab zu unterstützen.

Ein kleines BUS-System für Elektroinstallationen und ein Elektroverteiler sind in der Decke und Wand voreingebaut. Individuelle Erweiterungen sind also jederzeit möglich.

Das überstehende Dach und die Holzfenster mit Außenjalousien bieten Schatten und Hitzeschutz im Innenraum des Mohabs. Optional kann die Fassade aus schwarzen DWD-Schichtholzplatten oder Aluminium bestehen. Beides sind nachhaltige Materialien, die recycelbar sind und sich je nach Umgebung gut in unterschiedliche Situationen einfügen. Der Abschluss der Innenwand besteht aus einer Fichte-Dreischichtplatte und erzeugt zusammen mit den großen Fenstern ein angenehmes Raumgefühl.

Die Aluminiumverkleidung schützt vor Wettereinflüssen, die Lichtleisten sind in der schallreduzierenden Decke voreingebaut.

Optional können die hochwertig hergestellten und multifunktionalen Möbel zusätzlich bezogen werden.

Das Bett, der Schreibtisch, der Kleiderschrank und die Regale falten, kippen und verändern sich in ihrer Form, um verschiedenen räumlichen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Diese Renderings zeigen, welche Einbauten für die Mohabs möglich sind.
Rendering Badezimmer Mohab

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Das Gebäude konnte durch die Holzmodulbauweise in gerade mal zwölf Monaten realisiert werden – zwischen Plattenbauten, Hauptstraße und Wäldchen ein echter Hingucker.

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Heraus­forderungen

Kundenwünsche

Als sozial ausgerichteter Verein wünschte man sich als Bauherr eine schöne, atmosphärische Kindertagesstätte, die besonders sozial schwachen Kindern der Stadt Oranienburg eine liebevolle Heimat bietet. Der Verein ist seit Jahrzehnten im Raum Oranienburg aktiv und kümmert sich stark um sozial schwächer gestellte Menschen.

Der Verein finanziert das gesamte Bauvorhaben unabhängig von der Stadt und behält so sämtliche Entscheidungsfreiheit bei sich, muss aber auch auf eine kostengünstige Bauweise achten.

Zentrale Themen sind das Einfügen in die städtebauliche Struktur, die Innenarchitektur und die innenliegenden Gebäudefunktionen.

Es stand fest, dass die Kindertagesstätte den Namen „Leuchtturm Oranienburg” tragen wird. Dem Verein war es wichtig, dass dieser Name dem neuen Ort für die Kinder eine positive Ausstrahlung verleiht.

Gelände und Umfeld

Die Stadt Oranienburg befindet sich ca. 20 km nördlich von Berlin. Das Gelände, das dem Verein zur Verfügung steht, liegt mitten in der Stadt an einer vielbefahrenen Hauptstraße. Eine der Straßenseiten wird von hohen Plattenbauten flankiert. Auf dem Gelände befindet sich ein Wäldchen, das vor Baubeginn in einem langwierigen Prozess zu Baugebiet umgewidmet werden musste. 

Lageplan
Lageplan
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Die buerohauser Expert*innen und die Bauherren

Eine Bauzeit von 12 Monaten kann nur durch die drei Faktoren verwirklicht werden: 

  1. vorgefertigter Holzbau,
  2. exzellentes Expert*innenteam und eine 
  3. vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Bauherren.

Auch in diesem Projekt haben wir unser Team aus Fachleuten unterschiedlicher Disziplinen zusammengestellt: Unsere Innenarchitekt*innen, Architekt*innen und Stadtplaner*innen haben mit Fachleuten des Landes Brandenburg und der Stadt Oranienburg die Themen Kinderbetreuung und Kita-Betrieb bestmöglich in die Planung einfließen lassen können, um städtebaulich und innenarchitektonisch auf eine einheitliche Lösung zu kommen.

Arbeitsmodelle und die 3D-Visualisierung geben einen ersten Eindruck.

Um eine schnelle und dadurch kostengünstige Bauphase zu realisieren, wurden für dieses Gebäude nur das Fundament und der Keller aus Beton gebaut, der zweigeschossige Bau besteht aus von unseren zuverlässigen Partnern vorgefertigten Holzmodulen, die vor Ort zusammengefügt wurden.

Ein weiterer großer Vorteil dieser Holzbauweise liegt in der Deckenkonstruktion: Die Decke weist eine enorme schalldämmende Wirkung auf, die speziell für Funktionsgebäude wie Kindergärten nützlich ist.

Diese Holzdeckenkonstruktion verbindet sinnvoll die beiden Elemente Wärme- und Brandschutz mit den Anforderungen von Akustik. Durch die spezielle Kombination von Oberflächengestaltung und Volumen der Deckenelemente wird Schall effektiv reduziert. Deckenaufbau (v.o.n.u) Estrich auf Trittschalldämmung und Splittschüttung, darunter die Rohdecke als Lignatur-Flächen-Element. Das von unten sichtbare geschlitzte Kastenelement aus Holz vereint Statik, Schallschutz, Akustik und Optik.
Diese Holzdeckenkonstruktion verbindet sinnvoll die beiden Elemente Wärme- und Brandschutz mit den Anforderungen von Akustik. Durch die spezielle Kombination von Oberflächengestaltung und Volumen der Deckenelemente wird Schall effektiv reduziert. Der Deckenaufbau (v.o.n.u): Estrich auf Trittschalldämmung und Splittschüttung, darunter die Rohdecke als Lignatur-Flächen-Element. Das von unten sichtbare geschlitzte Kastenelement aus Holz vereint Statik, Schallschutz, Akustik und Optik.
Aufbau eines Gebäudes als Holzbau
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Aufbau eines Gebäudes als Holzbau
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Lösungen

Die städtebaulichen Bezüge: Mehr Ruhe in der Unruhe

Wir sehen die Möglichkeiten der Architektur auch darin, nicht nur ein Gebäude allein, sondern auch den Umraum ästhetisch zu erleben. Die Fragen, wie man sich an Orten fühlt, ob sie draußen oder drinnen erlebt werden, stellen wir uns schon vor Beginn der Planung.

Für uns stehen der Mensch und welche emotionalen Beziehungen an Orte geknüpft werden im Vordergrund – gerade wenn es sich um Kinder handelt. Denn für uns hängt die Bedeutung von Wohlfühlen und Schönheit stark damit zusammen, ob Architektur in diesem Sinne gut funktioniert.

In Oranienburg entsteht ein neuer Ort für Kinder, an dem es ihnen gut geht und sie sich immer willkommen und wohlfühlen.

Grundriss Erdgeschoss

Ausgehend vom heterogenen Umfeld, bestehend aus Wald, Spielplatz, neuem Gebäude, Straße, Plattenbauten, war es unser Ziel, Ordnung in die “Unordnung” zu bringen. Wichtig war es uns hierbei, nicht einfach einen Kubus als ordnendes Element zu nutzen, sondern sich auf die bestehenden Formen und Proportionen zu beziehen. Das neue Gebäude soll das Stadtbild ergänzen und somit Ruhe stiften und nicht weitere Unruhe auslösen.

Gelungen ist das u. a., indem wir das Wäldchen unverändert ließen. Wir haben das Gebäude organisch in diesen Bestand hineingearbeitet. Über die Schmalseite des Baugrunds erhält man nun Zutritt zum Gebäude, der Blick wird zum Wald hin geöffnet. Dass wir das Wäldchen in die Planung integriert haben, hat einen weiteren Vorteil: Weil es zur Hauptstraße hin liegt, trifft weniger Straßenlärm auf das Gelände.

Das Leuchtfeuer: Inspiration für einen polygonalen Grundriss

Ausgehend von den Erkenntnissen, hier ein organisch ins Stadtbild passendes, amorphes Gebäude zu realisieren, und dem vorgegebenen Namen der zukünftigen Kindertagesstätte „Leuchtturm Oranienburg“ haben wir eine Synthese erarbeitet: Der Leuchtturm wurde ins bauliche Konzept integriert und der Drehmoment des Leuchtturmlichts genutzt, um daraus einen polygonen Grundriss zu entwickeln.

Leuchtfeuer eines Leuchtturms als Inspiration für den Grundriss.

Der Spielflur: Geborgenheit, Schutz und Wohlgefühl

Viele können sich genau an die Zeit zurückerinnern, als man „alte“ Orte wie Kindergärten besuchte. Die verwendeten Materialien und deren Geruch versetzen uns direkt in die erlebte Zeit zurück.

Daher ist es für uns sehr wichtig, gute Materialien wie Holz zu verwenden und inspirierende Raumerfahrungen zu ermöglichen.

Die Wandverkleidung im Flur ermöglicht Sitzgelegenheiten und Öffnungen zum Versteckenspielen.

Als Team von Architekt*innen, Ingenieur*innen und Designer*innen und als Familienunternehmen liegen uns die Bedürfnisse der Menschen, auch der ganz kleinen und jungen Menschen, besonders am Herzen.

Unsere langjährige Erfahrung und unser daraus erwachsenes Fachwissen ermöglichen es uns, auf die speziellen Anforderungen einzugehen, die bei diesem Bau gefordert werden. Gerade junge Menschen brauchen Schutz, Liebe und Geborgenheit – was wir im Bau dieser Kita architektonisch unterstützen können.

Durch architektonische Raumstrukturen, wie z. B. Verengung, Vor- und Rücksprünge, werden Verstecke, Sitzmöglichkeiten und Nischen erzeugt. Halbhohe Räume und niedrige Fenster mit tiefen Laibungen ermöglichen interessante Ausblicke und gemütliches Verweilen auch für Kinder.

Da der Fokus auf der Innenarchitektur und den innenliegenden Gebäudefunktionen liegt, haben wir uns auf die Eigenschaften von Räumen konzentriert, die eben diese Grundvoraussetzungen für Wohlgefühl fördern. Nicht nur Farbe und Material tragen dazu bei. Maßgeblich sind die Anordnung der Räume und die Art und Weise, welche Bewegung in ihnen möglich oder gefördert wird.

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Ergebnisse

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Herausforderungen

Kund*innenwünsche

Die Bauherren wünschten sich, ihr altes Haus im englischen Landhausstil gegen ein neues modernes Zuhause für ihre Familie und den Betrieb einzutauschen. Das neue Haus sollte nichts Überflüssiges oder Veraltetes nach außen und innen repräsentieren, sondern zeitgenössische Modernität verkörpern und ausstrahlen. Die Bauherren wünschten sich außerdem, den eigenen Betrieb, ein Landschaftsplanungsbüro, architektonisch aufzugreifen und haben selbst die Außenanlagen gestaltet. Das Gebäude sollte ökologisch nachhaltig sein, unter Verwendung gesunder Baumaterialien. Dies erfordert eine individuelle Planung und Zusammenarbeit.

Erste Ideenskizze des Bauherren
Erste Ideenskizze
Weitere Überlegungen des Bauherrn
Weitere Überlegungen

Gelände und Umfeld

Der Baugrund liegt am Beginn bzw. Ende einer kleineren Ortschaft, direkt an einer viel befahrenen Landstraße. Diese führt von einem höher liegenden Hügel hinunter in den Ort, so dass man von oben kommend auf das Gebäude schauen kann. Von dort blickt man weit in die Ferne und hat eine tolle Aussicht auf die hügelige Landschaft. Eine Analyse des Sonnenstands hilft uns und dem Bauherren, die Vorzüge des Baugrundstückes zu erkennen und anhand dessen das Gelände zu bebauen.

Visualisierung des Sonnenverlaufs
Visualisierung des Sonnenverlaufs
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Die buerohauser Expert*innen und die Bauherren

Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt. Wünsche und Bedürfnisse des Bauherren werden sorgfältig aufgenommen und miteinbezogen. 

Um das Gesamtkonzept stimmig zu realisieren, erfolgte die Gestaltung der Garten- und Außenanlagen durch die Bauherren – genauer: Pool, Springbrunnen, einige ellipsoide Hügel zur Straße hin und eine reiche Bepflanzung – in enger Zusammenarbeit mit unserem Expert*innenteam.

Lageplan mit Außenanlagen
Lageplan mit Außenanlagen (vom Bauherrn)

Durch erstellte Moodboards und Zwischenschritte waren wir als gesamtes Team immer in der Lage, das Gute herauszuarbeiten und das Obsolete zu verwerfen.

Wir verstehen unsere Architektur als Zusammenspiel der Disziplinen und integrieren daher von Anfang an unsere internen Expert*innen in die Projekte. Die Kund*innen haben hier mit unserem Team der Innenarchitektur, Konstruktion und Tragwerksplanung Hand in Hand gearbeitet. Hinzu kamen unsere externen Kolleg*innen der Holzbaufachplanung und die Fachleute für Betonfußboden.

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Lösungen

Das Dach: Symbiose aus Wünschen und Rahmenbedingungen

Was soll das Gebäude erzählen und wie passt es zum Bauherren und der Umgebung?

Wichtig war uns auf Grundlage des Kontextes und der Herausforderungen, eine Symbiose zwischen den Kund*innenwünschen und -bedürfnissen und den äußeren Randbedingungen herstellen zu können. Dies erfordert eine exzellente Teamarbeit.
Die topografische Lage begünstigte die Idee eines zur Straße geneigten Schmetterlingsdaches für das Gebäude, das direkt am Ortseingang als charakterstarkes Erscheinungsbild steht. Das Dach wurde mit Gras begrünt und schafft somit eine direkte Verbindung zum Betrieb der Landschaftsplaner.

Schnitt und Rendering zeigen das Konzept, wie das Gebäude nach der Realisierung in seiner Umgebung verortet ist.

Der Charakter des Gebäudes wird durch eine schräge Faltung entlang der Landstraße und durch die Asymmetrie des Schmetterlingsdaches verstärkt. Durch diese Faltung kommt das Detail des Wohnungseingangs besonders zur Geltung. Der Grundriss zeigt, dass durch die Verlängerung und Verschmelzung der einen Trapezform zur anderen ein Wohnungseingang an dieser Stelle bereits überdacht ist. Somit entfällt eine weitere Überdachung und es entsteht ein Schutz für den Wohnungseingang.

Entwurf und Grundriss des Wohn- und Bürogebäudes
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Entwurf und Grundriss des Wohn- und Bürogebäudes

Die Aufteilung: Schön wohnen und konzentriert arbeiten

Wie wollen wir in Zukunft leben und arbeiten?

Für dieses Projekt haben wir mit den Bauherren ganz genau geplant, wie Wohnen und Arbeiten am besten zusammen funktionieren können. Das Gebäude ist deutlich von der Straße abgerückt und bietet somit viel Fläche zur reichhaltigen Bepflanzung des Vorgartens, die zusammen mit dem Brunnen schallschluckend wirkt. 

Daher wurde der vordere Teil des Gebäudes bzw. der Wohnbereich zur Aussicht hin, der Arbeits- und Bürobereich zum Grundstücksrücken bzw. zur Straße hin gelegt. Das Gartenhaus schirmt die Straße akustisch und visuell vom Gartenbereich und der privaten Außenfläche mit Terrasse, Gartenhaus und Pool ab.

Der Grundriss zeigt die Wohn- und Gewerbefläche. Die proportionale Darstellung der Aufteilung von Wohn- und Arbeitsbereich visualisiert, dass beide Bereiche vom Volumen her ähnlich sind.

Beton und Holz: Klare Modernität und gemütliches Wohlgefühl

Wie möchte man sich in den Räumen fühlen und welche Materialien werden gewählt?

Im Haus an sich ist die in einem Guss gegossene Betonplatte zentrales Gestaltungs- als auch Konstruktionselement: Durch die Betonkernaktivierung mit geglätteter Betonoberfläche verschwindet die Fußbodenheizung im fugenlosen Fußboden. Dies und die Materialeigenschaften des Betons beruhigen die offene Raumstruktur und erzeugen eine warme, gemütliche Atmosphäre. 

Holzbau in seiner Präzision ist seit Jahren unser tägliches Brot.

Zitat von Helmut Hauser,

Architekt

Die Wände und Decken sind als Holzbau entstanden. Der Holzmodulbau hat viele Vorteile: Die Module werden individuell vorab angefertigt und verkürzen dadurch die Bauzeit vor Ort. Das Bauen mit Holz sorgt nicht nur für ein angenehmes Raumgefühl, sondern erhöht die Energieeffizienz des gesamten Gebäudes.

Die Kuben: Puristische Einfachheit und atmosphärische Struktur

Wie möchte man sich in den Räumen bewegen und was möchte man sehen?

Wir von buerohauser denken Bewegung fließend. Daher sind wir der Überzeugung, dass Räume sich nicht einfach addieren lassen und dann dadurch ein Gebäude entsteht. Wir denken, dass Räume ineinander übergehen sollten, um Bewegungsabläufe und Perspektiven optimal abbilden zu können und erschließbar zu machen. 

Als weiteres Gestaltungs- und Konstruktionselement funktionieren daher hier die Kuben, die den offenen Raum gliedern. Bei der Konzeption der Innenräume haben wir von Anfang an mit unseren Team-Expert*innen der Innenarchitektur zusammengearbeitet. Kurze Wege, klare Sichtachsen, wie der Blick auf die offene Landschaft, und intelligent geplante Nischen, Versprünge und Durchlässe erzeugen Wohlbefinden und ein angenehmes Raumgefühl.

Die ineinander fließenden Räume unterstreichen Offenheit und Leichtigkeit des Gebäudes. In die Kuben sind Möbel, wie Garderobe oder Sitznische, integriert. Oder aber es befindet sich auch die Speisekammer darin. Die Wände der Kuben sind nicht immer durchgängig raumhoch, wodurch eine angenehme Belüftung und Belichtung entsteht.

Rendering der Küche
Rendering der Küche

Alle Einbaumöbel, inklusive Küche und Esstisch, wurden speziell für dieses Projekt entworfen und angefertigt. Schränke werden als Raumteiler eingesetzt und bieten viel Stauraum, der auf den ersten Blick nicht auffällt. Der große Wohn-, Ess- und Küchenbereich bietet viel Raum für Kommunikation.

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Ergebnisse

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Erweiterung und Modernisierung

Ein in die Jahre gekommenes Hotel mit Restaurant- und Tagungsbetrieb braucht dringend eine Verjüngungskur, um den eigentlichen Qualitätsstandard wieder zu erreichen und auf dem Markt die kleine, feine Adresse zu stabilisieren.

Ausgangslage

Im Jahr 2017 wurde das Hotel Lindenhof samt Seminarbetrieb und Restaurant vom vorherigen Eigentümer übernommen, welcher den Betrieb altershalber nicht mehr weiterführen konnte. Der Eigentümer seither ist die Nehemiah Gateway Services gGmbH mit Sitz in Nürnberg, welche den Seminar-, Restaurant- und Hotelbetrieb durch die eigene Betreibergesellschaft, der Lindenhof Resort & Events GmbH, weiterführt.

Die über die Jahrzehnte gewachsene Hotelanlage besteht aus 4 Häusern: einem Stammhaus, das um 1850 erbaut und bis 1975 mehrfach erweitert wurde, ein zweites Haus kam 1976 samt Küchenanbau und ein weiteres 1996 hinzu. Das vierte Haus wurde zwischenzeitlich umgebaut.
Seither wurde das Hotel „nur noch betrieben“, aber dennoch liebevoll gepflegt.

Umsetzung und Konzept

Im Zuge von behutsamen Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen im Gebäudeinneren wurden bisher alle Seminarräume, der Frühstücksraum, die Hotelhalle mit zukünftiger Hotelbar und Nachtempfang sowie etliche Gästezimmer, Flure und ein Treppenhaus fertiggestellt. 

Durch diese Neukonzeptionierung und Umgestaltung des Innenraums wurde über eine Verlagerung des Tagesempfangs nach außen entschieden. Dazu wurden drei Mohabs für den neuen Tagesempfang samt Lounge und Büroeinheit vor dem Hotel installiert, um auf diese Weise „dem Gast entgegenzugehen“. 

Tagesempfang und Hotellounge in den Mohabs

Der neue Empfangstresen der Tagesrezeption setzt wie die Hotelbar einen Akzent im Raum und greift dabei die Materialität und Formgebung des anderen Tresens auf. Auch die freihängenden LED-Lampen schaffen einen Wiedererkennungswert für den Hotelgast. Der Arbeitsbereich des Hotelpersonals ist dabei ganz auf dessen Bedürfnisse abgestimmt: mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch, verstellbaren Fächern und einer Infrarotheizung im Fußbereich. Die Rückwand der Tagesrezeption greift das Bild des hotelprägenden „Lindenbaums“ auf: Die verschiedenen Grüntöne, die beim Blick in die Baumkrone an einem sonnigen Tag entstehen, werden hier abstrahiert dargestellt.

Als weitere Maßnahme ist die Generalsanierung der Hotelküche aus dem Jahr 1976 derzeit in Vorbereitung. Eine Interimsküche stellt in der Zwischenzeit den gastronomischen Hotelbetrieb sicher.

Hotelzimmer
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Innenraumgestaltung

Behutsame Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen im Gebäudeinneren des kleinen, feinen Landhotels Lindenhof.

Ausgangslage

Der Entschluss, den neuen Hotelempfang durch Mohabs zu realisieren, ermöglicht die Neukonzeption des Gebäudeinneren, besonders von Lobby und Hotelbar. Ein exzellentes Projekt- und Kostenmanagement ermöglicht die Neugestaltung der Seminarräume, des Frühstücksraumes sowie etlicher Gästezimmer, Flure und ein Treppenhaus im fortlaufenden Hotelbetrieb.

Umsetzung

Hotelbar und Lobby

Die neue Lobby/Hotelbar und der Frühstücksraum

Der Raum verbindet verschiedene Hotelbereiche miteinander: Er ist sowohl Empfangs- und Aufenthaltsbereich als auch Durchgangsbereich zum Frühstücksraum und zu mehreren Gästezimmern. Zugleich sollte hier eine Hotelbar, kombiniert mit einer Nachtrezeption, entstehen.
Das neue Gestaltungskonzept beruhigt diesen Raumbereich und ordnet die unterschiedlichen Funktionen. Vorhandene Raumelemente wie z. B. die raumprägende Deckenpaneele, die den regionalen Bezug widerspiegelt, oder verzierte Wandverkleidungen aus Holz wurden mit ihrer Farbgebung in das neue, übergreifende Farb- und Materialkonzept eingebunden. Die gestalterisch reduzierte Hotelbar wirkt dabei mit ihrer homogenen, dunkelgrünen Farbgebung skulptural, setzt bewusst einen Akzent im Raum und verbindet die beiden Funktionsbereiche „Bar“ und „Nachtempfang“.
Ein neu geschaffener Wanddurchbruch ermöglicht es dem Mitarbeiter, beide Arbeitsplätze schnell zu erreichen. Eine hinterleuchtete Strukturglaswand fokussiert den Blick auf das Getränkeangebot. Indirekte Beleuchtung, dimmbare Leuchten und verspiegelte LED-Lampen schaffen eine Atmosphäre, die sowohl bei Tag als auch am Abend wirkt. Die Lounge-Sessel stammen aus der gleichen Möbelserie wie die Bestuhlung im Frühstücksraum und schaffen eine gestalterische Klammer zwischen den benachbarten Räumen.

Frühstücksraum

Basierend auf der Corporate Identity des Hotels Lindenhof wurde ein raumübergreifendes Farb- und Materialkonzept entwickelt. Verschiedene Grüntöne und Möbelelemente aus Eiche greifen dabei zugleich den regionalen Bezug auf. Die vorhandene, vormals dunkelbraune Wandverkleidung des Frühstücksraums wurde darauf abgestimmt in einem hellen Farbton gestrichen, was den Raum beruhigt und insgesamt aufhellt. Ein neuer Bodenbelag schafft einen Gegenpol zu der den Raum prägenden Holzdecke aus den 1970er Jahren, die durch die neue Gestaltung nun erst zur Geltung kommt. Ein individuell geplantes, modulares Buffetmöbel ergänzt die Ausstattung und kann sowohl für das tägliche Frühstücksbuffet als auch für Events als Frontcooking-Station genutzt werden. Die neue Bestuhlung ist gemäß des neuen, reduzierten Farbkonzeptes ausgewählt und lockert dieses durch die verschiedenen Stoffbezüge optisch auf.

Hotelzimmer

Die Gästezimmer wurden ebenfalls auf das übergreifende Farb- und Materialkonzept abgestimmt gestaltet. Die Farbgebung der Wände schafft eine besondere, hochwertige Atmosphäre, die durch eine indirekte Beleuchtung des Bettrückens und einzelne, bewusst platzierte Steh-, Tisch und Wandleuchten ergänzt wird. Einzelne Raumelemente wie die Eiche-Vollholz-Schreibtischplatte oder die individuell gepolsterten Rückenkissen geben den Zimmern eine wohnliche Aufenthaltsqualität. Die Boxspringbetten können sowohl als Doppelbett als auch als Einzelbetten gestellt werden – eine verdeckt angebrachte Halte- und Schiebeleiste am Bettrücken unterstützt die Änderung der Bettenpositionen. Die Nachttische und Leseleuchten ziehen dabei als lose Möblierung mit um, die Elektroinstallationen sind für beide Konfigurationen vorbereitet.
Die vorhandenen Bäder erhielten budgetbedingt lediglich ein „Facelift“: Neue Duschvorhänge im Farbkonzept und ein dunkelgrüner Deckenanstrich setzen einen modernen, passenden Akzent zu den vorhandenen Fliesen. Die Sanitärobjekte wurden im Zuge der Umbaumaßnahmen dabei auch ersetzt. Ein neuer, hochformatiger Spiegel schenkt den Bädern dabei mehr optische Größe.

Ergebnis

Die Resonanz bei Gästen und dem Personal über die bereits sichtbaren Veränderungen ist sehr positiv – wie auch die Spannung, was als Nächstes fertig und damit schön wird.

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Grundstück

Im zwölf Hektar großen Industriepark Altensteig-Egenhausen hat das Architekturbüro buerohauser das erste Gebäude errichtet.

Auf einem 2.500 Quadratmeter großen Grundstück entsteht in 14 Wochen Bauzeit ein eingeschossiges, neues Bürogebäude mit einer lichten Raumhöhe von 3,40 Metern und einer Netto-Nutzfläche von 590 Quadratmetern. Dem Grundriss liegt die Idee „fließender“ Räume zugrunde – darunter versteht man eine sehr offene Gestaltung des Innenraums.

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Entwurf Büroneubau Altensteig
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Die Fassade

Die Fassade ist dreigeteilt mit horizontalen durchgehenden Linien: der freischwebende Sockel des Gebäudes, die raumhoch mit Dreischeibenisolierglas bestückten Außenwände sowie die ringsum laufende 80 Zentimeter hohe Dachattika. Zusammengerechnet kommt der Neubau auf etwa 180 Quadratmeter Glasfläche in der Außenwand.

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Innenraum

Im Innenraum fällt als erstes die Multifunktionsdecke aus 123 Elementen mit tragender, akustischer und ästhetischer Funktion ins Auge. Die Holzdecke absorbiert den Schall in dem Großraumbüro und sorgt für eine angenehme Arbeitsatmosphäre, auch bei Hochbetrieb.

Die gläsernen Besprechungszimmer geben Raum für größere Teamsitzungen, kurze Besprechungen können auch an den langgezogenen Sideboards durchgeführt werden, auf denen man bequem Pläne ausbreiten und mit Kollegen zu einer kurzen Besprechung zusammenkommen kann. In den zwei mitten im Raum stehenden „Denkzellen“ können Ideen ungestört reifen oder wichtige Telefonate geführt werden.
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Das vollständig mit LED-Beleuchtung ausgestattete Büro verbraucht circa 1.500 Watt und damit fünfmal weniger als bei einer Ausstattung mit Leuchtstofflampen. Während für das gesamte Gebäude etwa 150 Kubikmeter Fichtenholz verarbeitet wurden, sind auch die Heizkosten in Naturalien zu bemessen: Beheizt wird der Büro-Kubus mit Pellets. Die Büro-Räumlichkeiten und der Parkplatz vor dem Gebäude sind für 26 Personen bzw. Fahrzeuge ausgelegt.

Der Neubau entspricht dem Verständnis des Bauherrn von Transparenz. Die Mitarbeiter können praktisch jeden Punkt des Büros überblicken, ihre Arbeitsplätze sind hell und freundlich eingerichtet und die Sitzgelegenheiten rückenschonend.

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Erweiterung durch Mohabs

Großzügige Räumlichkeiten fördern die Kreativität: Wir haben unsere Büroflächen erweitert.

Idee

Mehr Platz, viel Licht, viel Holz: Wir freuen uns sehr über die Erweiterung unserer Büroflächen im Gewerbegebiet Turmfeld in Altensteig. Das bestehende Hauptgebäude haben wir durch zwei vorgefertigte Raumzellen aus Holzbau ergänzt, die einfach angedockt worden sind.

Umsetzung

Die Raumzellen wurden innerhalb von fünf Wochen vorgefertigt, der eigentliche Aufbau vor Ort konnte dank des konzentrierten Zusammenwirkens von Holzbauer, Elektriker, Schreiner, Bodenleger, Maler, Fassaden- und Fensterbauer in nur einer Woche realisiert werden.

Wir haben uns für Aluminium als Fassadenmaterial entschieden. Es sind mind. 4 weitere Arbeitsplätze entstanden und ein Konferenzraum.

Ergebnis

Durch die neuen Module mit insgesamt 46 qm Nutzfläche verfügt hauserpartner nun über zwei zusätzliche Büroräume, von denen einer als Meetingraum genutzt wird, der andere als Arbeitsraum mit mehreren Schreibtischen. Die Raumzellen sind in energetischer Hinsicht autark vom Bestandsgebäude. Wie bei allen unseren Projekten haben wir auch hier Wert auf die Verwendung ökologischer Bauprodukte gelegt.

Die Raumzellen können je nach Bedarf auch anderweitig eingesetzt werden. Sie ermöglichen eine flexible Nutzung sowohl zum Wohnen als auch zum Arbeiten.

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Ausgangspunkt

Gewünscht ist ein Einfamilienhaus in Holzbau mit Garage und einer Einliegerwohnung.

Das Grundstück mit Hanglage bietet bei entsprechender Bebauung einen außergewöhnlichen Blick über die umliegende Natur.

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Konzeption

Der Wohn- und Kochbereich ist offen und in direkter Verbindung zueinander angelegt. Durch zwei große Gauben im Dachgeschoss entstehen entsprechend geräumige Schlafräume.

Die zum Teil hölzerne Inneneinrichtung (Parkett, Deckenbalken, Treppe) spiegelt sich in der Schalung der Außenfassade und dem Terrassenbelag wider. Großflächige, bodentiefe Verglasungen verbinden Natur und Wohnzimmer und bieten einen unverbaubaren Blick ins Grüne.

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Ausgangslage

Die Gemeinde Deckenpfronn ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen und hat einen starken Zuzug, unter anderem von Geflüchteten, zu verzeichnen. Die bestehende Kindertagesstätte wurde damit zu klein. Mit dem Neubau in Holzbauweise sollte das Platzproblem gelöst, außerdem neue Arbeitsplätze geschaffen und der Ortseingang aufgewertet werden.

Für den Neubau standen zwei Grundstücke mit einer unterschiedlichen Festsetzung des Bebauungsplanes zur Verfügung. Das Konzept orientierte sich an dem Raumprogramm des Bauherrn. Dieses sah zum einen einen Bereich für eine Kindergartengruppe mit 25 Kindern im Alter von 3-6 Jahren vor. Zum anderen sollte es Platz für zwei Kinderkrippen auf einem Level mit jeweils zehn Plätzen für Kinder im Alter von 1-3 geben, mit der Möglichkeit der Ganztagsbetreuung. Das bedeutete die Einrichtung von Schlafmöglichkeiten und einer Küche mit Essbereich.

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Konzept & Umsetzung

Die unterschiedliche Höhenfestsetzung des Bebauungsplans ließ schnell ein Gebäude mit einem Split-Level als sinnvollste Lösung erscheinen.

Ein zentrales Gelenk in der Mitte beinhaltet Erschließung und Aufzug. Von diesem gehen links und rechts die Räume ab. Auf der einen Seite verfügt das Gebäude über zwei, auf der anderen über drei Geschosse. Wichtig waren ein barrierefreier Zugang und die Erschließung aller Ebenen über den Aufzug. Den speziellen Anforderungen eines Kindergartens entsprechend sollten die Holzdecken eine gute Raumakustik ermöglichen.
Die Planungs- und Bauzeit war insgesamt sehr knapp bemessen, deswegen wurde das gesamte Gebäude im Holzbau realisiert. Lediglich das Untergeschoss und das Treppenhaus wurden im Massivbau umgesetzt.

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Innenraumkonzept

Die Einbaumöbel und die Küche wurden eigens für das Projekt entworfen und angefertigt. Der Grundgedanke hierbei war, dass die Kinder selbst bereits viel Farbe in die Räume bringen. Die Innenausstattung sollte also zurückhaltend und beruhigend wirken und lediglich mit wenig Kontrastfarbe Spannung erzeugen.

Das Konzept der Innenräume wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bauherrn und den Erzieherinnen entwickelt.

Die losen Möbel wurden in Abstimmung zum Farb- und Materialkonzept ausgewählt. Bei der Auswahl der Materialien und Einrichtungsgegenstände wurde hoher Wert auf Ökologie und Nachhaltigkeit gelegt. Die Holzdecke unterstreicht diesen Ansatz. Neben den raumakustischen Vorteilen vermittelt sie durch den Holzgeruch ein angenehmes und natürliches Raumgefühl.
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Ergebnis

Die Gemeinde Deckenpfronn verfügt nun über eine helle, freundliche und kindgerechte Kindertagesstätte mit insgesamt 45 Plätzen.

Im September 2017 wurde mit dem Bau begonnen, im Juli/ August 2018 konnte er bereits abgeschlossen werden. Eine Herausforderung stellt nun noch die Gartengestaltung dar, die durch die Topographie erschwert wird. Im September wurde die Einrichtung eröffnet.
Die Erzieherinnen freuen sich bereits auf den Start in den neuen, schönen Räumen.

Design Innenarchitektur: Jeannette Riedel und buerohauser

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Ausgangspunkt

Am Fuße der Achalm sollte auf Halbhöhen- und Hanglage mit Aussicht auf die Schwäbische Alb ein Einfamilienhaus mit Gästebereich entstehen. Das Baugrundstück befindet sich inmitten eines vollständig bebauten Baugebietes aus den 60er Jahren. Die Vorstellung der Bauherren war eine eher kubische Architektur mit langen fließenden Balkonelementen.

Konzeption

Aufgrund des Bebauungsplans waren bezüglich der Dachform und Neigung Vorgaben gemacht, jedoch wurde durch die großen Fensteröffnungen und die großen Balkone mit geschlossenen Brüstungen die gewünschte Formensprache erreicht. Der Wohnbereich erstreckt sich über zwei Geschosse (Untergeschoss und Erdgeschoss) und ist über eine offene Galerie mit einläufiger Treppe verbunden. Im Zusammenspiel mit den großzügigen Balkonen bietet er unterschiedlichste Ausblicke in den Ort und die Landschaft.

Umsetzung

Erschlossen wird das Gebäude von der oberhalb liegenden Straße auf Erdgeschossniveau. Von dort aus erreicht man die Wohnräume und Elternbereich sowie über die offene Galerie den Wohnbereich im Untergeschoss mit Ausgang zum Garten und den Gästebereich. Der Garten wurde aufgrund der Hanglage terrassiert ausgestaltet. Im Dachgeschoss ist der Wohnbereich der Kinder gelegen. Die großzügigen Balkone mit den halbhoch geschlossenen Brüstungen in allen Geschossen bieten eine großartige Aussicht auf die Schwäbische Alb ohne jedoch Einblicke zuzulassen. Das Untergeschoss wurde in Fertigteilbauweise in wasserundurchlässiger Bauweise erstellt, das Erd- und das Dachgeschoss ist ein Holzbau.

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