
Kita-Neubau in Holzbauweise: Ein Ensemble für Kinder

Neubau Feuerwehrhaus in Holzbauweise

Zirkuläres Bauen: Ausstellungspavillon und Fahrzeughalle in einem

Neubau Feuerwehr: effizient und ressourcenschonend

Generalsanierung einer Musikschule unter Denkmalschutz

Gemeinschaftsstiftendes Wohnprojekt in Holzbauweise für Senior:innen

Mehr Platz, mehr Lebensqualität: Umbau und Erweiterung eines Kindergartens
Lebensqualität und Wohlfühlfaktor für die kleinen und großen Nutzer:innen des Kindergartens: Der Um- und Ausbau setzt auf viel Holz und eine konsistente Farbcodierung.
Lebensqualität und Wohlfühlfaktor für die kleinen und großen Nutzer:innen des Kindergartens: Der Um- und Ausbau setzt auf viel Holz und eine konsistente Farbcodierung.

Fünfgeschossiger Holzbau für geförderten Wohnungsbau
Das Projekt ist ein schönes Beispiel dafür, wie auch im geförderten Wohnbau nicht auf nachhaltige Ansätze verzichtet werden muss.
Das Projekt ist ein schönes Beispiel dafür, wie auch im geförderten Wohnbau nicht auf nachhaltige Ansätze verzichtet werden muss.

Pavillon in Holzbauweise: Erweiterung einer Fachklinik
Dieser Pavillon in Holzbauweise gehört zum Gebäudekomplex einer Fachklinik für psychische Gesundheit. Die Klinik selbst wurde durch uns im Vorfeld bereits mit einem Anbau für Patientinnen und Patienten erweitert.
Dieser Pavillon in Holzbauweise gehört zum Gebäudekomplex einer Fachklinik für psychische Gesundheit. Die Klinik selbst wurde durch uns im Vorfeld bereits mit einem Anbau für Patientinnen und Patienten erweitert.

Schwarzes Haus im Grünen: Kompakter Holzbau in Berlin
Neubau eines Einfamilienhauses in Holzbauweise mit dunkel geölter Fassade auf einem bewaldeten Grundstück in Berlin.
Neubau eines Einfamilienhauses in Holzbauweise mit dunkel geölter Fassade auf einem bewaldeten Grundstück in Berlin.
Ausgangslage
Ziel des Projekts ist die Erweiterung des Betreuungsangebots am Standort Sinzheim: Das bestehende Kinderhaus, ein Satteldachgebäude, soll um einen Neubau für vier weitere Gruppen ergänzt werden, um insgesamt Platz für zwölf Gruppen an einem Standort zu schaffen. Eine städtebauliche Besonderheit ist die Integration von Stellplätzen: Ursprünglich auf dem Dach geplant, konnte buerohauser im Planungsprozess die Realisierung einer Tiefgarage anregen, die künftig als Quartiersgarage dient.
Konzept & Umsetzung
Der Entwurf nimmt die Architektur des Bestands auf und interpretiert sie neu: Es entsteht eine rhythmische Abfolge von giebelständigen Satteldachhäusern, die sich harmonisch in die Umgebung einfügen. Der Baukörper besticht durch seine schlichte Formgebung, wobei die vorvergraute Holzfassade durch unterschiedlich breite Schalungen lebendig gegliedert wird.
Die Konstruktion ist als Hybridbau angelegt: Das Untergeschoss, das die Quartiersgarage beherbergt, ist massiv ausgeführt. Darauf setzen die Kita-Ebenen in nachhaltiger Holzständerbauweise auf. Eine technische Herausforderung war die thermische Trennung der Tiefgarage, die nun gedämmt ausgeführt wird, um bauphysikalische Konflikte mit dem darüberliegenden warmen Holzbau zu vermeiden. Ein sichtbares Highlight im Inneren ist der Fahrstuhlschacht in massiver Massivholzbauweise (CLT).
Innenraum & Wohlbefinden
Die enge Zusammenarbeit von Architektur und Innenarchitektur schafft Räume mit hoher Aufenthaltsqualität. Großflächige Holz-Alu-Fenster und Gartentüren sorgen für viel Tageslicht und verbinden die Gruppenräume mit dem Außenbereich. Die vorgelagerten Fluchtbalkone fungieren dabei nicht nur als Rettungsweg über zwei Außentreppen, sondern bieten auch konstruktiven Sonnenschutz und überdachte Austritte.
Besonderer Wert wurde auf die Akustik gelegt, um Kindern und Erzieher:innen eine gesündere Umgebung zu bieten. Im Foyer kommen Lignatur-Decken zum Einsatz, im Speiseraum Lignotrend-Elemente, ergänzt durch weitere Akustikmaßnahmen in den Gruppenräumen. Die Grundrisse sind zukunftsfähig und flexibel gestaltet, sodass die Räume geschossweise übereinander liegen und sowohl für U3- als auch für Ü3-Gruppen genutzt werden können.
Nachhaltigkeit
Das Gebäude setzt überwiegend auf ökologische und gesunde Materialien. Statt OSB-Platten wurden emissionsarme ESB-Platten verbaut und der diffusionsoffene Wandaufbau mit Holzfaserdämmung garantiert einen optimalen Wärmeschutz im Sommer. Die Energieversorgung erfolgt über eine Luft-Wärme-Pumpe, unterstützt durch eine PV-Anlage auf der südlichen Dachhälfte.
Ressourcenschonung zeigt sich auch im Detail: Eine Zisterne ermöglicht die Nutzung von Regenwasser für die WC-Spülung. Das Fällen einiger weniger Bäume ließ sich im Prozess nicht vermeiden. Das Holz dieser Bäume wird nun in den Bauprozess integriert und zu Möbeln für den Kita-Außenbereich verarbeitet.
Zuletzt hat auch die Verlegung der Stellflächen von der Dachfläche in die Tiefgarage mehrere positive Effekte: Die Tiefgarage ermöglicht eine flexible Grundrissgestaltung des Gebäudes darüber, was die Anpassungsfähigkeit über Generationen hinweg verbessert. Sie minimiert die zusätzliche Flächenversiegelung im Quartier im Vergleich zu ebenerdigen Stellplätzen, und darüber hinaus werden Emissionen von den sensiblen Spielbereichen der Kita ferngehalten.



Ausgangslage
Die Stadt Leonberg plant einen Ersatzneubau für die Freiwillige Feuerwehr im Ortsteil Warmbronn, da der bestehende Standort funktionale Defizite aufweist und nicht mehr den aktuellen Standards entspricht.
Das Projekt mit einer Bruttogrundfläche von ca. 1.400 m² entsteht in einer anspruchsvollen Lage im Außenbereich ohne vorliegenden Bebauungsplan, östlich der bestehenden Wache. Eine besondere Herausforderung ist die Sensibilität des Ortes: Das Baugrundstück grenzt an ein geschütztes Biotop (Feuchtwiese), das durch die Baumaßnahmen nicht beeinträchtigt werden darf.

Konzept
Der Neubau wird auf einer Freifläche neben dem Bestandsgebäude errichtet, wobei die Planung dahingehend optimiert ist, dass der uneingeschränkte fortlaufende Betrieb der bestehenden Wache während der gesamten Bauzeit gewährleistet ist. Erst nach Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrhauses erfolgt der Rückbau des Altbestands sowie die Renaturierung der freiwerdenden Flächen.
Der Standort Warmbronn wird künftig eine wichtige Rolle für die Gesamtwehr der Stadt Leonberg spielen. Das Raumprogramm umfasst neben der Fahrzeughalle, einer Übungstreppe und einem Schulungsraum auch ein Katastrophenschutzlager. Besonderer Wert wurde auf optimierte interne Abläufe gelegt, etwa durch einen Alarmeingang mit angeschlossener Schleuse und flexibel gestaltbare Umkleidebereiche.

Nachhaltigkeit & Architektur
Das Gebäude wird als kompakter Baukörper in Holzständerbauweise realisiert, wobei eine klare thermische Trennung zwischen Fahrzeughalle und dem Sozialtrakt (Warmbereich) besteht. Die zeitlose, reduzierte Architektur setzt mit ihrer Holzfassade ein bewusstes Zeichen für nachhaltiges Bauen bei Zweckbauten.
Auch im Innenraum bleibt das Material Holz an vielen Stellen sichtbar. Das Energiekonzept umfasst ein Retentionsdach mit PV-Anlage sowie ein Retentionsbecken in den Außenanlagen. Damit verbindet der Entwurf moderne Funktionalität mit ökologischer Verantwortung.
Die Nutzenden im Blick
Die Architektur hat die Bedürfnisse der Nutzenden im Fokus und die Optimierung interner Abläufe zum Ziel. Der Alarmeingang ist mit einer Schleuse versehen, so dass die Einsatzkräfte nach Ankunft direkt durch die Schleuse in die Umkleidebereiche geleitet werden. Die Umkleiden sind flexibel gestaltet und können künftig je nach Bedarf neu aufgeteilt werden. Der Schulungsraum, der auch größere Veranstaltungen beherbergen kann, gibt den Blick auf die Fahrzeughalle frei und verfügt über eine großzügige, helle Loggia nach Südwesten.
buerohauser ist für Architektur und Tragwerksplanung verantwortlich.
Update: Anfang Dezember wurde Richtfest in Bengelbruck gefeiert, wo der Pavillon in Form einer Lagerhalle für die örtliche Abfallwirtschaft ein zweites Leben bekommt.
Ausgangslage
Für die Gartenschau „Tal X“ 2025 beauftragte der Landkreis Freudenstadt den Entwurf eines Ausstellungspavillons mit einer besonderen Anforderung: Das Gebäude sollte nach Veranstaltungsende nicht zurückgebaut, sondern dauerhaft als Fahrzeughalle für den Abfallwirtschaftsbetrieb weitergenutzt werden. Die Vision war also nicht, einen temporären Bau zu schaffen, der Abfall produziert, sondern eine Fahrzeughalle so vorausschauend zu planen, dass eine hochwertige Zwischennutzung als Pavillon möglich wird. Es entstand ein echtes Bauwerk mit doppeltem Zweck – geplant mit klarem Fokus auf Effizienz und Nachhaltigkeit.
Konzept & Umsetzung
Die zentrale Herausforderung bestand darin, zwei grundlegend unterschiedliche Nutzungen – einen repräsentativen Ausstellungsraum und eine robuste Fahrzeughalle – in einer einzigen, klaren Struktur zu vereinen. Beide Nutzungsarten hatten in sich sehr spezifische Anforderungen: So sollte zum Beispiel im Pavillon ein separater Bereich für eine immersive Videoinstallation geschaffen werden. Die architektonische Antwort ist eine bewusst einfach gehaltene und nachhaltige Holzkonstruktion, deren Form und Materialität beiden Szenarien gerecht wird.

Das Gebäude basiert auf einem modularen Holztragwerk mit ästhetisch sichtbaren Fachwerkträgern. Die Fassade aus konisch gesetzten Lärchenleisten verleiht dem Baukörper eine natürliche, authentische Textur, während im Innenraum robuste OSB-Platten eine kostengünstige und zugleich ehrliche Gestaltung von Wänden, Böden und Decken ermöglichen. Dank des hohen Vorfertigungsgrades konnte eine extrem kurze Bauzeit von nur zwei Monaten realisiert werden.
Nachhaltigkeit & Wirtschaftlichkeit
Das Projekt führt die Themen Ressourcenschonung und Gestaltungsqualität konsequent zusammen. Die Konstruktion ist komplett demontierbar, und auf Metall wurde zugunsten von unbehandeltem, heimischem Holz weitgehend verzichtet. Die hinterlüftete Fassade aus senkrecht angeordneter Lärche schützt die Konstruktion zuverlässig und unterstreicht den ökologischen Anspruch.
Die enge, lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen Architektur und Tragwerksplanung, aber auch der enge Austausch mit der Bauherrschaft und der ausführenden Zimmerei waren entscheidend, um die gegensätzlichen Nutzungsanforderungen gestalterisch und wirtschaftlich zu verbinden. So entstand ein durchdachter Holzbau, der bereit für seine zwei Lebensphasen ist. Die Gartenschau Tal X läuft von Mai bis Oktober 2025. Der Ab- und Wiederaufbau des Pavillons wird im Anschluss realisiert.















Ausgangslage
Die Gemeinde Karlsbad plant einen Ersatzneubau für das bestehende Feuerwehrgerätehaus in Langensteinbach. Ziel ist es, den aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Feuerwehr gerecht zu werden, was am bisherigen Standort aufgrund funktionaler Defizite des Altbaus nicht mehr möglich war. Das neue Gebäude muss Platz für sieben Einsatzfahrzeuge (zum Teil mit Drehleiter) sowie eine Waschhalle bieten. Zudem sind über 50 Stellplätze für die Einsatzkräfte vorgesehen. Eine zentrale Anforderung ist die Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit am Standort über die gesamte Bauphase hinweg.
Konzept
Das Grundstück, auf dem das Bestandsgebäude steht und der Neubau entstehen soll, ist eher kompakt geschnitten. Während ursprünglich mit einem Teilabbruch und einer kostenintensiven Interimslösung geplant wurde, konnte buerohauser im VgV-Verfahren eine effizientere Lösung aufzeigen: Durch die geschickte Platzierung des Neubaus auf der verbleibenden Grundstücksfläche bleibt der Altbau während der Bauzeit unangetastet. Erst nach dem Umzug der Feuerwehr erfolgt der Rückbau.
Die architektonische Form des Entwurfs mit seinen markanten schrägen Kanten ist eine direkte Folge aus diesen Überlegungen – er greift die örtlichen Gegebenheiten und die funktionalen Anforderungen gleichermaßen auf.

Das Gebäudevolumen gliedert sich in zwei unterschiedlich hohe Baukörper: Der nördliche, höhere Teil beherbergt die Fahrzeughalle und den darüberliegenden Schulungsraum, der sich optisch über den südlichen, flacheren Trakt mit den Sozialräumen und sonstigen Flächen schiebt.

Sämtliche Abläufe einer modernen freiwilligen Feuerwehr wurden optimiert. Kreuzungsfreie Wege für ankommende und ausrückende Fahrzeuge garantieren Sicherheit im Einsatzfall. Im Inneren ermöglichen flexible Umkleidebereiche und ein durchdachtes Schleusenkonzept die konsequente Schwarz-Weiß-Trennung zur Vermeidung von Kontaminationsverschleppung.
Architektur & Gemeinschaft
Visuell besticht der Entwurf durch eine schlichte Fassade, die durch farbliche Akzente und gestalterische Elemente aufgelockert wird. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Aufenthaltsqualität für die Feuerwehrangehörigen: Der großzügige Schulungsraum verfügt über eine Terrasse mit weitem Blick über den Ort. Ein weiterer Außenbereich im Süden bietet Raum für Gemeinschaft, was den Freiwilligendienst attraktiver macht und das Vereinsleben stärkt. Der Feuerwehrhof dient zudem als Übungsfläche.

Nachhaltigkeit
Das Gebäude ist in nachhaltiger Holzbauweise geplant, womit ein zukunftsweisendes Zeichen gesetzt wird. Die enge interne Zusammenarbeit der Disziplinen Architektur, Tragwerksplanung und der Freianlagenplanung bei buerohauser im Zusammenspiel mit den weiteren beauftragten Fachingenieuren ermöglicht eine ganzheitliche Lösung, die sowohl städtebaulich als auch funktional überzeugt.
Ausgangslage
Das denkmalgeschützte, vierstöckige Schulgebäude von 1867 soll unter Berücksichtigung der historischen Substanz generalsaniert und für die weitere Nutzung als Städtische Musikschule ertüchtigt sowie barrierefrei erschlossen werden.
Die Außenfassade im Erdgeschoss besteht aus Buntsandstein, die darüberliegenden Stockwerke sind mit einer kleinformatigen Schindelfassade versehen. Die Sprossenfenster haben eine Frieseinfassung und Holzklappläden. Die Dachform ist als Walmdach ausgeführt.
Entwurfskonzept
Ein rückwärtiger Anbau aus den 1970er Jahren wird abgebrochen und durch einen neuen, zweiteiligen Baukörper ersetzt, der sich auf das Erdgeschoss und einen markanten Turm an der Westfassade des Baus erstreckt, der den barrierefreien Aufzug sowie den Sicherheitstreppenraum beherbergt.

Ein Kern aus Stahlbeton bildet das Foyer im Erdgeschoss sowie den Treppenraum. Der übrige Anbauteil wird in Holzständerbauweise ausgeführt. Hier sind neben dem Foyer auch WC-Anlagen, Teile der Lüftungstechnik und Lagerflächen untergebracht. Die Fassade dieses Bereichs wird mit Naturholz bekleidet, wobei die Eingangsbereiche durch Fassadenplatten akzentuiert werden. Der Anschluss an die Bestandsfassade erfolgt geschossweise. Der Treppenturm erhält eine dreiseitige Fassade aus Profilbauglas.


Die Generalsanierung im Außenbereich erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt und beinhaltet eine neue Dacheindeckung, Ausbesserungen der Schindelfassade, der Friese, der Holzklappläden, Austausch der Fenster und die Sanierung des Natursteinmauerwerks.
Im Innenbereich werden die Oberflächen ertüchtigt und zum Teil erneuert, Trockenbauwände eingebaut und zusätzliche Sanitärräumlichkeiten geschaffen. Historische Stuck- und Holzelemente werden restauriert und die Haustechnik vollständig erneuert (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro).
Das Brandschutzkonzept im Bestand wird in Verbindung mit dem neu zu errichtenden Flucht-Treppenhaus neu aufgestellt.
Baustart ist im Sommer 2025.


Ausgangslage
Das Projekt basiert auf dem Grundgedanken eines Wohnraumtauschs zur Optimierung der Nutzung von Bestandsimmobilien. Senior:innen wird der Umzug aus oft zu groß gewordenen Eigenheimen in barrierefreie Mietwohnungen vor Ort erleichtert. Der Neubau besticht durch kompakte, optimierte Grundrisse und Gemeinschaftsflächen, die Begegnung und sozialen Austausch fördern. Die freiwerdenden Bestandsimmobilien können anschließend von Familien bezogen werden, wodurch eine effizientere Ausnutzung des vorhandenen Wohnraums im Quartier erreicht wird. Optional unterstützt der Projektinitiator die Vermietung der Bestandsimmobilien, um den Umzugsprozess für die Senior:innen zu erleichtern. Bei der Planung und Umsetzung des Neubaus soll möglichst ressourcenschonend vorgegangen werden.
Konzept & Umsetzung
Der Neubau beinhaltet acht barrierefreie Wohneinheiten sowie großzügig dimensionierte Gemeinschaftsflächen. Das architektonische Konzept zielt auf die Förderung sozialer Interaktion und nachbarschaftlicher Beziehungen durch eine offene Grundrissgestaltung und gemeinschaftsfördernde Erschließungsbereiche ab. Die Erschließung erfolgt über einen vorgelagerten Laubengang, der zusammen mit den überdachten Balkonen neben der sozialen Funktion auch Witterungsschutz und sommerliche Verschattung bietet.
Zusätzlich zu den Wohneinheiten stehen den Bewohnern vielfältig nutzbare Gemeinschaftseinrichtungen zur Verfügung: ein Werkstattbereich, ein Atelier, eine Waschküche sowie weitere Abstellräume und ein Gemeinschaftsraum mit Küche und Kochinsel. Diese erweitern das funktionale Angebot und stärken die Hausgemeinschaft.
Der Hauptbaukörper wurde in modularer Holzbauweise errichtet. Für das Tragwerk kamen vorgefertigte Wand- und Deckenelemente aus Brettsperrholz (BSP) zum Einsatz, dessen Holz aus nachhaltiger regionaler Forstwirtschaft im Schwarzwald stammt. Selbst der Aufzugsschacht wurde als vorgefertigtes Vollholzelement realisiert.
Diesem Holzkörper sind Laubengänge und Balkone als robuste Stahlbetonkonstruktion vorgelagert. Die Fassade wird durch eine umlaufende, vertikale Holzlamellenstruktur geprägt.
Das Energiekonzept setzt auf regenerative Quellen: Die Wärmeversorgung erfolgt primär über eine Solarthermieanlage mit Pufferspeicher, ergänzt durch eine Holzfeuerstätte. Die Wahl der Holzbauweise mit regionalem Baustoff und das Energiekonzept unterstreichen die hohe ökologische Qualität des Gebäudes.
Fazit
Das Projekt „Das Neschtle“ verknüpft soziale Zielsetzungen wie altersgerechtes Wohnen und Gemeinschaftsförderung mit ökologischen Aspekten wie nachhaltiger Holzbauweise und einem regenerativen Energiekonzept sowie ökonomischen Überlegungen, insbesondere in Bezug auf die effiziente Wohnraumnutzung. Es stellt ein zukunftsweisendes Wohnmodell dar, das einen Beitrag zur lokalen Wohnraumversorgung leistet und die Klimaschutzagenda unterstützt. Die Architektur adressiert hierbei spezifisch die Bedürfnisse der älteren Generation und leistet gleichzeitig einen positiven Beitrag zur Quartiersentwicklung.








Ausgangslage
Die Gemeinde Eutingen im Gäu möchte den bestehenden Kindergarten „Fantadu“ bedarfsgemäß um- und anbauen sowie den Bestand sanieren und neu strukturieren.
Der Bedarf an mehr Raum ist da: Der Kindergarten war bisher nur für zwei Ü3-Gruppen ausgelegt. Der vorhandene Mehrzweckraum wurde bereits als dritter Gruppenraum für eine U3-Gruppe umgenutzt.
Konzept & Umsetzung
Ein Anbau im nördlichen Bereich erhöht die Kapazitäten des Kindergartens auf fünf reguläre Gruppen und wird so dem Bedarf von heute gerecht: Künftig finden insgesamt 95 Kinder Platz, verteilt auf zwei U3-Gruppen mit je zehn Plätzen und drei Ü3-Gruppen mit je 20 bis 25 Plätzen. Die Gruppenräume der U3-Bereiche sind dabei großzügig dimensioniert und perspektivisch für beide Altersgruppen flexibel nutzbar.
Die Gebäudestruktur des Bestands, geprägt durch kubische Elemente, wurde im Neubau aufgenommen und weitergeführt. Dabei sind die Gruppenräume bewusst hoch gehalten, da die neuen Räumlichkeiten tiefer im Gelände liegen.

Der bestehende Mehrzweckraum wurde zum Gruppenraum umgebaut und erweitert. Der Essensbereich wurde vergrößert und die Personal- und Nebenräume ebenfalls umgestaltet. Im Zuge der Renovierung wurden die bestehenden Räume und die Fassade modernisiert und dem neuen Konzept angepasst, wobei auch die Akustik nachgebessert wurde – was Kindern und Mitarbeitenden zugute kommt.
Nachhaltigkeit
Das Projekt setzt auf eine nachhaltige Bauweise, indem es die vorhandene Bausubstanz aufgreift und im Neubau integriert. Die Konstruktion erfolgte in Holzständerbauweise auf einer Betonbodenplatte.
Die Fassade kombiniert Putz und Holz und wurde durch energieeffiziente Holz-Alu-Fenster ergänzt. Zur Energiegewinnung wurde auf den flach geneigten Flach- und Pultdächern eine Photovoltaikanlage installiert, die in maximaler Auslegung nicht nur den Eigenbedarf deckt, sondern auch Überschüsse ins Netz einspeist.
Innenarchitektur
Das Innenraumkonzept der Kita basiert auf einem offenen Prinzip, das den Kindern Freiheit und Bewegung ermöglicht.
Ein wiederkehrendes, gestalterisches Leitmotiv ist die Kreisform, die sich im Innen- und Außenbereich wiederfindet: farbige Kreise auf dem Bodenbelag der Flure und des Bewegungsraums, der „Welcome Desk“ in Raupenform sowie die runden Oberlichter und Fassadenelemente.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Raumakustik gelegt, da die Lautstärke in Kitas und Kindergärten für das Wohlbefinden maßgeblich mitentscheidend ist. Die Kita ist mit Akustikdecken ausgestattet, um die allgemeine Geräuschkulisse zu dämpfen. In stark genutzten Bereichen mit hohem Geräuschpegel wurden zusätzliche Akustikelemente eingesetzt: Im Flur akustisch wirksame Rückwände an den Garderobenelementen und in anderen Bereichen Wandabsorber.
Farbgebung
Zur besseren Orientierung wurden die Räumlichkeiten der Altersgruppen farblich differenziert: Grün für die Unter-Dreijährigen, Gelb für die Über-Dreijährigen. Die Farbcodierung Grün und Gelb für die unterschiedlichen Gruppen bietet Orientierungshilfe und taucht in strukturellen Möbelelementen wieder auf. In gemeinschaftlich genutzten Bädern wird die Farbcodierung durch ein Patchwork in Gelb und Grün fortgeführt, das sich in den pastellfarbenen Fliesen wiederfindet. Die Farben im Innenraum sind bewusst dezent gehalten, da die Kinder selbst und auch die Spielgeräte schon viel Farbe in den Raum bringen.
Einbaumöbel
Die Einbaumöbel sind speziell für die Bedürfnisse der Kinder konzipiert und von uns individuell geplant. Die Gestaltung fördert die Eigenständigkeit der Kinder, etwa durch niedrige Regale und Garderoben, die sie selbstständig erreichen können. Weitere Möbelstücke wie Sitz- und Spielmöglichkeiten sind ebenfalls auf ihre Größe und Bedürfnisse zugeschnitten. Unter der Treppe bietet eine gemütliche Sitznische den Kindern einen zusätzlichen Rückzugsort.

Materialwahl
Die Materialwahl wurde unter ökologischen und gesundheitlichen Gesichtspunkten getroffen. Es wurden ausschließlich nachhaltige und schadstofffreie Materialien verwendet, um ein gesundes Raumklima zu gewährleisten. Der Bodenbelag besteht aus Linoleum, das verwendete Holz stammt aus FSC®-zertifizierter Herkunft. So entsteht ein Raum, der sowohl die ästhetischen als auch die ökologischen Ansprüche erfüllt und die Kinder in einer gesunden Umgebung willkommen heißt.














Das Haus mit vier Stockwerken plus Staffelgeschoss, mit Aufzug und einer barrierefreien Wohnung im Erdgeschoss ist in CLT-Bauweise errichtet. Die Zwei- bis Dreizimmerwohnungen haben sichtbare Holzdecken, was ein angenehmes Raumklima schafft. Insgesamt finden 18 Wohnungen auf über 1.000m² Wohnfläche Platz.
In den ersten vier Etagen befinden sich die geförderten Wohnungen jeweils mit Terrasse, Balkon oder Loggia und einer Fläche von je etwa 40 bis 60 Quadratmetern. Die beiden oberen Wohnungen im Penthouse-Bereich sind frei finanzierbar. Sie verfügen über je eine Dachterrasse und haben eine Gesamtfläche von fast 100 Quadratmetern. Alle Wohnungen werden mit Fernwärme über eine Fußbodenheizung beheizt.
Die Stadt Crailsheim tritt mit dem Projekt im Baugebiet Heckenbühl im Stadtteil Roßfeld zum ersten Mal als Bauherr in gefördertem Wohnungsbau auf. Das Vergabeverfahren für den Neubau hat buerohauser 2021 gewonnen.















Nutzung
Der Pavillon ist vorrangig für die Nutzung durch die Mitarbeitenden der Klinik gedacht – als Kantine und als Ort der Regeneration, so dass auch das medizinische Personal einen eigenen Ort der Erholung innerhalb der Anlage aufsuchen kann. Der Pavillon wird darüber hinaus auch als repräsentativer Raum genutzt, z.B. für Vorträge oder Schulungen.
Architektonische Merkmale
Die Klinik liegt an einem Naturschutzgebiet. Die repräsentative Fläche ist zur Hälfte verglast und ermöglicht einen kilometerweiten Blick bis zur Schwäbischen Alb. Mit den vorvergrauten Holzschindeln wird nicht nur Bezug auf die Umgebung genommen, sondern auch die hiesige Tradition der Schindelverkleidung ins 21. Jahrhundert transportiert: Die Schindeln sind etwas größer als sonst üblich und wirken dadurch moderner. Die markanten Holzstützen des Baus sind nicht nur gestalterisches Element, sondern haben auch eine statische Funktion und tragen das Dach.
Warum Holzbau
Holz ist vielseitig einsetzbar, belastbar und schafft ein gesundes Raumklima. Holz überzeugt auch im Außenbereich nicht nur mit seiner Optik, sondern punktet auch in Sachen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Richtig eingesetzt, erweist es sich als äußerst langlebig und übertrifft in seiner gesamten Lebensdauer viele andere Baumaterialien in diesen Bereichen.













Ein Haus im Grünen auf der einen Seite, urbaner Kontext auf der anderen Seite: mit diesem Wunsch hatte die Bauherrenfamilie das Grundstück nahe des Berliner Schlachtensees erworben. Das freistehende Gebäude befindet sich auf einem kleinen Grundstück mit altem, erhaltenswerten Baumbestand inmitten eines historischen Wohngebiets, das sich durch klassische Einfamilienhäuser und repräsentative Villen der Jahrhundertwende auszeichnet.
Aufgabe
Die Ausgangsidee war es, den Vorgängerbau, ein Fertighaus aus den 70er Jahren, für die vierköpfige Familie zu sanieren und ihren Bedürfnissen entsprechend umzubauen. Materialuntersuchungen zu Beginn des Planungsprozesses ergaben jedoch, dass nahezu alle Baumaterialien des alten Hauses schadstoffbelastet sind.
Nach eingehenden Beratungsgesprächen wurde gemeinsam die Entscheidung gefällt, das Haus bis auf den Boden des Erdgeschosses zurückzubauen und nur den Keller zu erhalten. Auf diesem vorgegebenen Fundament ist ein modernes Haus im Holzmodulbau entstanden, das sowohl den ästhetischen als auch den funktionalen Bedürfnissen der Familie gerecht wird.
Architektur
Das neue Gebäude wurde in Holzbauweise errichtet und orientiert sich in den Außenmaßen am Abdruck des alten, weiterhin nutzbaren Kellergeschosses.
Der Neubau gliedert sich in Erd- und Obergeschoss, die Dachneigung des Vorgängerbaus wurde übernommen. Um mehr Raumhöhe zu gewinnen, wurde der Kniestock einseitig angehoben und so das markante, asymmetrische Erscheinungsbild des Gebäudes geschaffen. Zur Auflockerung der monolithischen Erscheinung des Baukörpers springt die offene Holzverkleidung des Obergeschosses durchgängig vor.

Die dunkle Fassade mit Mikroriffelung spielt in Anlehnung an die sich ständig ändernden Reflektionen des Sonnenlichts mit der Breite der Lattung. Der überdachte Eingangsbereich wie auch der äußere Abgang zum Keller sind ebenfalls mit Holzlatten als gestalterisches Element eingefasst. Die großen Fensterflächen inszenieren die grüne Umgebung und holen den Baumbestand optisch ins Haus.
Räumliche Gliederung
Ausgehend vom vorgegebenen Fundament und der Position der erhaltenen Kellertreppe konnte der Grundriss neu entwickelt und modernisiert werden. Trotz der vorgegebenen Grenzen ist ein klares Raumgefüge mit großzügigem Wohn- und Essbereich entstanden.

Der große Wohnraum dehnt sich bis auf die Außenkante des Treppenantritts aus und wird so maximal erweitert. Die neue zweiläufige Wohntreppe geht vom Wohnbereich ab und fungiert als Möbel sowie skulpturale Verbindung zwischen Erd- und Obergeschoss. Der Blick geht überall ins Grüne, so dass die Grenze zwischen innen und außen verschwimmt.
Durch die Anhebung des Daches zur Ausbildung eines Kniestocks wurde zusätzlicher Platz für die Schlafräume geschaffen. Der Clou: die so entstandene Raumhöhe wird im Treppen- und Schlafraum voll ausgenutzt und holt die spannende Firstgeometrie in den Innenraum.

Innenraumkonzept
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Verschmelzung von Architektur und Innenraum. Die Farbigkeit des Außenraums sowie die Schattenspiele der Fassadengestaltung spiegeln sich konsequent auch in den Details und der Materialität des Innenraums wieder.

Das durchgängig eingesetzte Industrieparkett unterstreicht das Ineinanderfließen der Räume und verleiht der reduzierten Strenge die notwendige Wärme. Vor allem das präsente Grün der Umgebung war die Inspirationsquelle für das übergeordnete Farbkonzept und spiegelt sich sowohl in den Möbeln als auch in den sanft abgestuften, mineralischen Farbtönen der Wände wieder.
Die Küche ist das Schmuckstück im Erdgeschoss und mit der zentralen Kochinsel bereits von außen einsehbar. Diese stellt den Mittelpunkt des Hauses dar, wo sich die Familie und Gäste gleichermaßen treffen. Die in eine Nische versetzte Arbeitszeile balanciert das Ensemble mit dem gegenüberliegenden Hochschrank aus. Die kühl-grünen Fenixfronten werden durch die sanft geäderte Natursteinarbeitsplatte belebt und mit spielerischen Griffen aufgelockert.
Spezielles Augenmerk wurde auf die Lichtatmosphäre gelegt: Das Tageslicht ist ein eigenständiger Akteur, der dank der Fensteraufteilung im Tagesverlauf stimmungsvolle Lichtspiele in den Innenräumen und auf den Materialoberflächen schafft. Abends setzen die japanisch-gewendelten Papierleuchten im Essbereich sowie das skulpturale Leuchtelement im hohen Treppenraum besondere Akzente.





















































