Zum Hauptinhalt der Webseite

Ausgangslage

Ziel des Projekts ist die Erweiterung des Betreuungsangebots am Standort Sinzheim: Das bestehende Kinderhaus, ein Satteldachgebäude, soll um einen Neubau für vier weitere Gruppen ergänzt werden, um insgesamt Platz für zwölf Gruppen an einem Standort zu schaffen. Eine städtebauliche Besonderheit ist die Integration von Stellplätzen: Ursprünglich auf dem Dach geplant, konnte buerohauser im Planungsprozess die Realisierung einer Tiefgarage anregen, die künftig als Quartiersgarage dient.

Konzept & Umsetzung

Der Entwurf nimmt die Architektur des Bestands auf und interpretiert sie neu: Es entsteht eine rhythmische Abfolge von giebelständigen Satteldachhäusern, die sich harmonisch in die Umgebung einfügen. Der Baukörper besticht durch seine schlichte Formgebung, wobei die vorvergraute Holzfassade durch unterschiedlich breite Schalungen lebendig gegliedert wird.

Die Konstruktion ist als Hybridbau angelegt: Das Untergeschoss, das die Quartiersgarage beherbergt, ist massiv ausgeführt. Darauf setzen die Kita-Ebenen in nachhaltiger Holzständerbauweise auf. Eine technische Herausforderung war die thermische Trennung der Tiefgarage, die nun gedämmt ausgeführt wird, um bauphysikalische Konflikte mit dem darüberliegenden warmen Holzbau zu vermeiden. Ein sichtbares Highlight im Inneren ist der Fahrstuhlschacht in massiver Massivholzbauweise (CLT).

Innenraum & Wohlbefinden

Die enge Zusammenarbeit von Architektur und Innenarchitektur schafft Räume mit hoher Aufenthaltsqualität. Großflächige Holz-Alu-Fenster und Gartentüren sorgen für viel Tageslicht und verbinden die Gruppenräume mit dem Außenbereich. Die vorgelagerten Fluchtbalkone fungieren dabei nicht nur als Rettungsweg über zwei Außentreppen, sondern bieten auch konstruktiven Sonnenschutz und überdachte Austritte.

Besonderer Wert wurde auf die Akustik gelegt, um Kindern und Erzieher:innen eine gesündere Umgebung zu bieten. Im Foyer kommen Lignatur-Decken zum Einsatz, im Speiseraum Lignotrend-Elemente, ergänzt durch weitere Akustikmaßnahmen in den Gruppenräumen. Die Grundrisse sind zukunftsfähig und flexibel gestaltet, sodass die Räume geschossweise übereinander liegen und sowohl für U3- als auch für Ü3-Gruppen genutzt werden können.

Nachhaltigkeit

Das Gebäude setzt überwiegend auf ökologische und gesunde Materialien. Statt OSB-Platten wurden emissionsarme ESB-Platten verbaut und der diffusionsoffene Wandaufbau mit Holzfaserdämmung garantiert einen optimalen Wärmeschutz im Sommer. Die Energieversorgung erfolgt über eine Luft-Wärme-Pumpe, unterstützt durch eine PV-Anlage auf der südlichen Dachhälfte.

Ressourcenschonung zeigt sich auch im Detail: Eine Zisterne ermöglicht die Nutzung von Regenwasser für die WC-Spülung. Das Fällen einiger weniger Bäume ließ sich im Prozess nicht vermeiden. Das Holz dieser Bäume wird nun in den Bauprozess integriert und zu Möbeln für den Kita-Außenbereich verarbeitet.

Zuletzt hat auch die Verlegung der Stellflächen von der Dachfläche in die Tiefgarage mehrere positive Effekte: Die Tiefgarage ermöglicht eine flexible Grundrissgestaltung des Gebäudes darüber, was die Anpassungsfähigkeit über Generationen hinweg verbessert. Sie minimiert die zusätzliche Flächenversiegelung im Quartier im Vergleich zu ebenerdigen Stellplätzen, und darüber hinaus werden Emissionen von den sensiblen Spielbereichen der Kita ferngehalten.

Ausgangslage

Das Grundschulgebäude aus den Jahren 1978 und 1996 stand vor einer notwendigen energetischen Sanierung und Ertüchtigung: Die Schule verfügte über eine komplett veraltete und teilweise nicht mehr sichere Gebäudetechnik. Die Gebäudehülle wies zudem diverse Leckagen auf, die zu einem deutlich erhöhten Energiebedarf führten.

Im Zuge der Detailplanung wurde entschieden, eine umfassende Generalsanierung durchzuführen, die die Erneuerung sämtlicher Installationen einschloss. Das übergeordnete Ziel war es, den Schulstandort zu erhalten und für die Zukunft fit zu machen, indem das Gebäude an die aktuelle Vorschriftenlage sowie an moderne pädagogische Konzepte angepasst wurde.

Auf Wunsch des Bauherrn wurde darauf geachtet, das gewohnte Erscheinungsbild der Schule nicht zu stark zu verfremden und so deren Identität zu erhalten.

Konzept & Umsetzung

Die Sanierung umfasste den vollständigen Austausch der Installationen und der Gebäudetechnik. Die gesamte Gebäudehülle wurde mit einem Vollwärmeschutz versehen, in dem mineralische Systeme Anwendung fanden. Diese bestechen durch eine hohe Diffusionsfähigkeit, exzellenten Brandschutz und eine positive Ökobilanz.

Anstelle einer konventionellen mechanischen Lüftungsanlage wurde eine kontrollierte natürliche Belüftung über Kippflügel mit dem System WindowMaster realisiert. Diese sorgt trotz der Glasfassade des Gebäudes auch an heißen Tagen für ein angenehm kühles Raumklima.

Ein wesentlicher Mehrwert für die Nutzenden wurde durch die Umsetzung einer bereits im ursprünglichen Bauplan angedachten Idee geschaffen: Auf unser Bestreben hin wurden die damals nicht realisierten Außentüren der Klassenräume nun umgesetzt. Diese ermöglichen den unkomplizierten Zugang vom Klassenraum zum Außenbereich, was neue pädagogische Ansätze in Form von Außenunterricht vereinfacht. In den Klassenzimmern ermöglicht die Sanierung außerdem künftig die Anwendung digitaler bzw. technisch gestützter Unterrichtsformen durch den Einsatz elektronischer Ausstattung.

Multidisziplinäre Zusammenarbeit war ein Dreh- und Angelpunkt im Projekt, da viele Themen der Fachplanungen HLS + E und Brandschutz mit in die architektonische Planung einflossen und gebündelt beim Projektleiter koordiniert wurden.

Nachhaltigkeit

Das Projekt legt einen starken Fokus auf nachhaltige und vor allem langlebige Lösungen. Erhalt und behutsame Modernisierung standen im Vordergrund. Es kamen weitestgehend natürliche Materialien zum Einsatz, wie beispielsweise bei den neuen Holz-Alu-Glasfassaden oder den Akustikdecken aus Holzwolle-Leichtbauplatten. Funktionierende Bauteile, wie bestehende Türen und Wandoberflächen, wurden ganz bewusst erhalten und instand gesetzt, um Ressourcen zu schonen.

Ausgangslage

Das markante Gebäude, erbaut im Jahr 1910 als Wohnhaus, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Zuletzt als Notariat genutzt, stand das denkmalgeschützte Jugendstil-Objekt längere Zeit leer. Die Stadt Nagold plante, das historische Bauwerk zu erhalten und ihm eine neue, sinnvolle Bestimmung zu geben. Zukünftig sollen hier moderne Verwaltungsräume für die Betriebe der Stadtwerke entstehen. Dabei war es von größter Bedeutung, die wertvolle historische Bausubstanz zu respektieren und bauzeittypische Ausstattungen wieder sichtbar zu machen.

Notariat Nagold, Bestand
Bauen im Bestand: Ziel ist die behutsame Erhaltung und Optimierung des denkmalgeschützten Gebäudes für kommende Generationen
Notariat Nagold, Bestand: Treppe

Konzept & Umsetzung

Das Konzept folgt dem Prinzip des „minimalen Eingriffs“: Die Grundrisse werden für die neue Nutzung nur geringfügig angepasst, sodass die bestehende Raumstruktur weitestgehend erhalten bleibt. Auch die ehemalige Wohnung im Dachgeschoss wird in die Büronutzung integriert, wodurch das gesamte Gebäude als eine Verwaltungseinheit fungiert.

Während der Sanierungsbedarf im Inneren größtenteils überschaubar ist, erfordert die Dachkonstruktion inklusive der Gauben eine umfassende Instandsetzung. Die Gebäudetechnik wird grundlegend modernisiert: Die Erneuerung der sanitären Anlagen sowie der gesamten Elektro-, Trinkwasser- und Heizungsinstallationen stellt den Betrieb für die Zukunft sicher.

Denkmalschutz & Innenraumkonzept

Ein zentrales Ziel des Entwurfs ist die Wiederherstellung des historischen Glanzes. Die repräsentative Treppenanlage aus Eichenholz wird originalgetreu aufgearbeitet, ebenso wie die wenigen erhaltenen Parkettböden und die historischen Holztüren mit Glaselementen. Der vorhandene Deckenstuck und der historische Fliesenboden im Windfang bleiben als identitätsstiftendes Merkmal erhalten.

Rendering Innenraum, Treppe
Visualisierung Innenraum

Um modernen Arbeitsanforderungen gerecht zu werden, kommen in den Büros zur Optimierung der Raumakustik Deckensegel (Heradesign) zum Einsatz. Das Farb- und Materialkonzept orientiert sich am historischen Bestand: Befunduntersuchungen der ursprünglichen Farbschichten fließen in die Gestaltung mit ein.

Notariat Nagold Farbkonzept
Farb- und Materialkonzept

Nachhaltigkeit

Bei der energetischen Sanierung wird mit Augenmaß und Rücksicht auf die Denkmaleigenschaft vorgegangen. Ziel ist eine Orientierung am Standard KfW 100 Denkmal. Das Dach wird mit einer Holzfaserdämmung energetisch ertüchtigt. Auf eine mechanische Lüftungsanlage wird verzichtet, stattdessen setzt das Konzept auf natürliche Fensterlüftung. Der Außenbereich wird nutzungsorientiert neugestaltet, inklusive neuer Baumpflanzungen und eines Erdpufferspeichers.

01

Ausgangslage

Die Gemeinde Eutingen im Gäu möchte den bestehenden Kindergarten „Fantadu“ bedarfsgemäß um- und anbauen sowie den Bestand sanieren und neu strukturieren.

Der Bedarf an mehr Raum ist da: Der Kindergarten war bisher nur für zwei Ü3-Gruppen ausgelegt. Der vorhandene Mehrzweckraum wurde bereits als dritter Gruppenraum für eine U3-Gruppe umgenutzt.

02

Konzept & Umsetzung

Ein Anbau im nördlichen Bereich erhöht die Kapazitäten des Kindergartens auf fünf reguläre Gruppen und wird so dem Bedarf von heute gerecht: Künftig finden insgesamt 95 Kinder Platz, verteilt auf zwei U3-Gruppen mit je zehn Plätzen und drei Ü3-Gruppen mit je 20 bis 25 Plätzen. Die Gruppenräume der U3-Bereiche sind dabei großzügig dimensioniert und perspektivisch für beide Altersgruppen flexibel nutzbar.

Die Gebäudestruktur des Bestands, geprägt durch kubische Elemente, wurde im Neubau aufgenommen und weitergeführt. Dabei sind die Gruppenräume bewusst hoch gehalten, da die neuen Räumlichkeiten tiefer im Gelände liegen.

Visualisierung des Kindergartens mit Erweiterung
Visualisierung des Kindergartens mit Erweiterung

Der bestehende Mehrzweckraum wurde zum Gruppenraum umgebaut und erweitert. Der Essensbereich wurde vergrößert und die Personal- und Nebenräume ebenfalls umgestaltet. Im Zuge der Renovierung wurden die bestehenden Räume und die Fassade modernisiert und dem neuen Konzept angepasst, wobei auch die Akustik nachgebessert wurde – was Kindern und Mitarbeitenden zugute kommt.

Die neuen Räumlichkeiten im Anbau umfassen neben den beiden zusätzlichen Gruppenräumen und dem Mehrzweckraum auch Nebenräume wie Schlafraum, pädagogische Küche und Personalräume.


03

Nachhaltigkeit

Das Projekt setzt auf eine nachhaltige Bauweise, indem es die vorhandene Bausubstanz aufgreift und im Neubau integriert. Die Konstruktion erfolgte in Holzständerbauweise auf einer Betonbodenplatte.

Die Fassade kombiniert Putz und Holz und wurde durch energieeffiziente Holz-Alu-Fenster ergänzt. Zur Energiegewinnung wurde auf den flach geneigten Flach- und Pultdächern eine Photovoltaikanlage installiert, die in maximaler Auslegung nicht nur den Eigenbedarf deckt, sondern auch Überschüsse ins Netz einspeist.

04

Innenarchitektur

Das Innenraumkonzept der Kita basiert auf einem offenen Prinzip, das den Kindern Freiheit und Bewegung ermöglicht.

Ein wiederkehrendes, gestalterisches Leitmotiv ist die Kreisform, die sich im Innen- und Außenbereich wiederfindet: farbige Kreise auf dem Bodenbelag der Flure und des Bewegungsraums, der „Welcome Desk“ in Raupenform sowie die runden Oberlichter und Fassadenelemente.

Der „Welcome Desk“, gestaltet in Form einer Raupe.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Raumakustik gelegt, da die Lautstärke in Kitas und Kindergärten für das Wohlbefinden maßgeblich mitentscheidend ist. Die Kita ist mit Akustikdecken ausgestattet, um die allgemeine Geräuschkulisse zu dämpfen. In stark genutzten Bereichen mit hohem Geräuschpegel wurden zusätzliche Akustikelemente eingesetzt: Im Flur akustisch wirksame Rückwände an den Garderobenelementen und in anderen Bereichen Wandabsorber.

Farbgebung

Zur besseren Orientierung wurden die Räumlichkeiten der Altersgruppen farblich differenziert: Grün für die Unter-Dreijährigen, Gelb für die Über-Dreijährigen. Die Farbcodierung Grün und Gelb für die unterschiedlichen Gruppen bietet Orientierungshilfe und taucht in strukturellen Möbelelementen wieder auf. In gemeinschaftlich genutzten Bädern wird die Farbcodierung durch ein Patchwork in Gelb und Grün fortgeführt, das sich in den pastellfarbenen Fliesen wiederfindet. Die Farben im Innenraum sind bewusst dezent gehalten, da die Kinder selbst und auch die Spielgeräte schon viel Farbe in den Raum bringen.

Grün kennzeichnet die Bereiche für Unter-Dreijährige, Gelb die für Über-Dreijährige. In gemeinsam genutzten Bereichen kommen beide Farben zum Einsatz.

Einbaumöbel

Die Einbaumöbel sind speziell für die Bedürfnisse der Kinder konzipiert und von uns individuell geplant. Die Gestaltung fördert die Eigenständigkeit der Kinder, etwa durch niedrige Regale und Garderoben, die sie selbstständig erreichen können. Weitere Möbelstücke wie Sitz- und Spielmöglichkeiten sind ebenfalls auf ihre Größe und Bedürfnisse zugeschnitten. Unter der Treppe bietet eine gemütliche Sitznische den Kindern einen zusätzlichen Rückzugsort.

Materialwahl

Die Materialwahl wurde unter ökologischen und gesundheitlichen Gesichtspunkten getroffen. Es wurden ausschließlich nachhaltige und schadstofffreie Materialien verwendet, um ein gesundes Raumklima zu gewährleisten. Der Bodenbelag besteht aus Linoleum, das verwendete Holz stammt aus FSC®-zertifizierter Herkunft. So entsteht ein Raum, der sowohl die ästhetischen als auch die ökologischen Ansprüche erfüllt und die Kinder in einer gesunden Umgebung willkommen heißt.

Ähnliche Projekte

Erfahren Sie mehr über unsere Projekte und unsere Arbeitsweise.

Alle Projekte
Generalplanung
Neubau einer Kita für 45 Kinder in Deckenpfronn
Wettbewerb
Neubau 4-gruppige Kindertageseinrichtung in Endingen
05

Ausgangslage

Die Gemeindehalle wurde 1956 als massives Gebäude in einer Mischkonstruktion erstellt. Das Gebäude ist voll unterkellert und umfasst neben den Umkleide- und Sanitärräumen verschiedene Abstellräume sowie Heizung und Heizöllagerung im Untergeschoss. Die Sporthalle mit Umkleide- und Sanitärräumen sowie Vereinsräumen muss modernisiert und soll in diesem Zuge auch energetisch saniert werden. Die Dachkonstruktion wird statisch für den Einbau einer PV-Anlage geprüft. Es sollen Bereiche angebaut, umgebaut und die Barrierefreiheit hergestellt werden. Die gesamte Haustechnik (Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Elektroinstallation) ist zu erneuern. Die angegliederte bestehende Hausmeisterwohnung bleibt im Wesentlichen unverändert, erhält lediglich neue Fenster und wird entsprechend wärmegedämmt.

06

Konzept & Umsetzung

Der neue Foyer-Anbau präsentiert sich durch die großzügige Verwendung von Glasflächen als lichtdurchfluteter Empfangsbereich und zentraler Treffpunkt mit Sitzmöglichkeiten und Informationsbereichen. Das Foyer bietet nicht nur einen Ort des Ankommens, sondern ist auch in das innenarchitektonische Konzept des gesamten Gebäudes integriert. Dieser Bereich ist vollständig barrierefrei gestaltet und erleichtert den Zugang zur Halle. Im durch den entsprechenden Schriftzug markierten „Eck“ staffelt sich eine Regalstruktur mit farbigen Sitzpodesten, die für Lesungen und Vorträge genutzt werden kann. Abends erhellen polygonale Leuchtensegel den Innenraum.

Gemeindehalle Wildberg-Sulz am Eck, Foyer mit Sitzgelegenheiten
Gemeindehalle Wildberg-Sulz am Eck, Foyer mit Sitzgelegenheiten
Gemeindehalle Wildberg-Sulz am Eck, Blick aus der Halle ins Foyer

Vom Foyer aus erschließt sich direkt die Sport- und Mehrzweckhalle, die eine komplett neue Infrastruktur erhalten hat und in ein frisches Gewand gehüllt wurde. Dabei werden nicht nur die heutigen Standards für den Brandschutz erreicht, sondern auch der Raumakustik an Decke und Wand Rechnung getragen, um die Halle für vielfältige Veranstaltungen nutzen zu können. Ein neuer Sportbodenaufbau mit Fußbodenheizung sorgt für Komfort und Energieeffizienz. Des Weiteren werden Prallschutzwände installiert, um die Sicherheit der Nutzer zu gewährleisten. Die Veranstaltungstechnik wird ebenfalls erneuert, um ein breites Spektrum von Veranstaltungen zu ermöglichen.

Gemeindehalle Wildberg-Sulz am Eck, Innenraum

Der Vereinsraum, der sich an der Rückseite der Halle anschließt, wird umgestaltet und verfügt über einen eigenen Eingang und separate WC-Räume, wodurch er ideal für kleinere Veranstaltungen geeignet ist. Eine Schiebewand zwischen dem Vereinsraum und der Sporthalle ermöglicht sowohl eine gemeinsame als auch eine getrennte Nutzung. Sowohl der Vereinsraum als auch die Sporthalle haben Zugang zur neu angebauten, funktionalen Vorbereitungs- und Warmhalteküche.

Energieeffizienz

Eine der Hauptprioritäten dieses Projekts ist die Steigerung der Energieeffizienz. Die bestehende Ölheizung wird durch eine moderne Wärmepumpe mit zusätzlichem Gaskessel zur Spitzenlastabdeckung ersetzt, die in Kombination mit einer PV-Anlage die Beheizung und Warmwasser für die Halle, den Vereinsraum und die Hausmeisterwohnung gewährleistet. Zusätzlich wird eine Lüftungsanlage eingebaut, um ein gesundes Raumklima zu gewährleisten und den Anforderungen der Versammlungsstättenverordnung Genüge zu leisten. Die Planung erfolgte in enger Abstimmung mit Fachplanern, besonderes Augenmerk galt dabei der Leitungsverlegung im Untergeschoss, um dort die bisher geringe Deckenhöhe zu optimieren und so die Attraktivität dieses Bereichs zu steigern.

07

Innenraumkonzept

Unsere Innenarchitektur für die Gemeindehalle in Sulz berücksichtigt die lokale Identität. Dabei wird das Logo im Foyer interpretiert und ortstypische Elemente in das Design integriert. Ein durchdachtes Farbkonzept und die Einbindung ortstypischer Elemente ziehen sich durch das gesamte Gebäude.

Farbe & Materialität Sporthalle

Freistehende Kuben lockern den strengen Raum mit unterschiedliche Funktionen auf. Buerohauser ist für das gesamte Innenarchitekturkonzept verantwortlich und hat die Umsetzung begleitet. Die Sicherheit wurde in enger Abstimmung mit der Unfallkasse berücksichtigt, um einen ästhetisch ansprechenden und sicheren Innenraum zu schaffen.

Foyer Übersicht – Idee Stoikrädle

Die Sporthalle wurde einer umfassenden Sanierung und Umgestaltung unterzogen. Die neue Erscheinung ist hell und freundlich, die Basis ein sanftes Farbschema. Eine Prallwand aus Birke korrespondiert mit dem beige marmorierten Linoleumboden und naturbelassenen Akustikpaneelen. Details und Metallteile der neuen Einbauten wurden punktuell in erdige Rottöne getaucht.

Gemeindehalle Wildberg-Sulz am Eck, Innenraum

Die Umkleide- und Sanitärräume liegen im Untergeschoss. Hier wurden die Rottöne aus dem Erdgeschoss zitiert und in abgestufter Form angewendet: die Fliesen weisen ein sanftes Apricot auf, die Deckenkoffer hingegen wurden bewusst farbig abgesetzt. Runde Accessoires wie Spiegel und Leuchten verleihen den Räumen eine spielerische Note.

Gemeindehalle Wildberg-Sulz am Eck, WC

Ein Haus im Grünen auf der einen Seite, urbaner Kontext auf der anderen Seite: mit diesem Wunsch hatte die Bauherrenfamilie das Grundstück nahe des Berliner Schlachtensees erworben. Das freistehende Gebäude befindet sich auf einem kleinen Grundstück mit altem, erhaltenswerten Baumbestand inmitten eines historischen Wohngebiets, das sich durch klassische Einfamilienhäuser und repräsentative Villen der Jahrhundertwende auszeichnet.

08

Aufgabe

Die Ausgangsidee war es, den Vorgängerbau, ein Fertighaus aus den 70er Jahren, für die vierköpfige Familie zu sanieren und ihren Bedürfnissen entsprechend umzubauen. Materialuntersuchungen zu Beginn des Planungsprozesses ergaben jedoch, dass nahezu alle Baumaterialien des alten Hauses schadstoffbelastet sind.

Nach eingehenden Beratungsgesprächen wurde gemeinsam die Entscheidung gefällt, das Haus bis auf den Boden des Erdgeschosses zurückzubauen und nur den Keller zu erhalten. Auf diesem vorgegebenen Fundament ist ein modernes Haus im Holzmodulbau entstanden, das sowohl den ästhetischen als auch den funktionalen Bedürfnissen der Familie gerecht wird.

09

Architektur

Das neue Gebäude wurde in Holzbauweise errichtet und orientiert sich in den Außenmaßen am Abdruck des alten, weiterhin nutzbaren Kellergeschosses.

Der Neubau gliedert sich in Erd- und Obergeschoss, die Dachneigung des Vorgängerbaus wurde übernommen. Um mehr Raumhöhe zu gewinnen, wurde der Kniestock einseitig angehoben und so das markante, asymmetrische Erscheinungsbild des Gebäudes geschaffen. Zur Auflockerung der monolithischen Erscheinung des Baukörpers springt die offene Holzverkleidung des Obergeschosses durchgängig vor.

Ansicht Süd und Ost

Die dunkle Fassade mit Mikroriffelung spielt in Anlehnung an die sich ständig ändernden Reflektionen des Sonnenlichts mit der Breite der Lattung. Der überdachte Eingangsbereich wie auch der äußere Abgang zum Keller sind ebenfalls mit Holzlatten als gestalterisches Element eingefasst. Die großen Fensterflächen inszenieren die grüne Umgebung und holen den Baumbestand optisch ins Haus.

Die Fassade des Hauses wurde mit einer schwarz geölten Holzverkleidung gestaltet, die an die japanische Methode „Yakisugi“ erinnert, bei der Fassaden durch Verkohlen karbonisiert werden.
10

Räumliche Gliederung

Ausgehend vom vorgegebenen Fundament und der Position der erhaltenen Kellertreppe konnte der Grundriss neu entwickelt und modernisiert werden. Trotz der vorgegebenen Grenzen ist ein klares Raumgefüge mit großzügigem Wohn- und Essbereich entstanden.

Grundriss Erdgeschoss und Obergeschoss

Der große Wohnraum dehnt sich bis auf die Außenkante des Treppenantritts aus und wird so maximal erweitert. Die neue zweiläufige Wohntreppe geht vom Wohnbereich ab und fungiert als Möbel sowie skulpturale Verbindung zwischen Erd- und Obergeschoss. Der Blick geht überall ins Grüne, so dass die Grenze zwischen innen und außen verschwimmt.

Durch die Anhebung des Daches zur Ausbildung eines Kniestocks wurde zusätzlicher Platz für die Schlafräume geschaffen. Der Clou: die so entstandene Raumhöhe wird im Treppen- und Schlafraum voll ausgenutzt und holt die spannende Firstgeometrie in den Innenraum.

Schnitte
11

Innenraumkonzept

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Verschmelzung von Architektur und Innenraum. Die Farbigkeit des Außenraums sowie die Schattenspiele der Fassadengestaltung spiegeln sich konsequent auch in den Details und der Materialität des Innenraums wieder.

Material- und Farbkonzept

Das durchgängig eingesetzte Industrieparkett unterstreicht das Ineinanderfließen der Räume und verleiht der reduzierten Strenge die notwendige Wärme. Vor allem das präsente Grün der Umgebung war die Inspirationsquelle für das übergeordnete Farbkonzept und spiegelt sich sowohl in den Möbeln als auch in den sanft abgestuften, mineralischen Farbtönen der Wände wieder.

Die Küche ist das Schmuckstück im Erdgeschoss und mit der zentralen Kochinsel bereits von außen einsehbar. Diese stellt den Mittelpunkt des Hauses dar, wo sich die Familie und Gäste gleichermaßen treffen. Die in eine Nische versetzte Arbeitszeile balanciert das Ensemble mit dem gegenüberliegenden Hochschrank aus. Die kühl-grünen Fenixfronten werden durch die sanft geäderte Natursteinarbeitsplatte belebt und mit spielerischen Griffen aufgelockert.

Die Bäder verwirklichen gegensätzliche Farbwelten und leben vom Licht- und Schattenspiel der Fassade. Mit Akzenten wie dem fröhlichen Terrazzo-Waschtisch im Gästebad sowie dem raumgreifenden, dunklen Spiegelschrank im grünen Bad wird der notwendige Stauraum geschaffen.

Spezielles Augenmerk wurde auf die Lichtatmosphäre gelegt: Das Tageslicht ist ein eigenständiger Akteur, der dank der Fensteraufteilung im Tagesverlauf stimmungsvolle Lichtspiele in den Innenräumen und auf den Materialoberflächen schafft. Abends setzen die japanisch-gewendelten Papierleuchten im Essbereich sowie das skulpturale Leuchtelement im hohen Treppenraum besondere Akzente.

Ähnliche Projekte

Erfahren Sie mehr über unsere Projekte und unsere Arbeitsweise.

Alle Projekte
buerohauser_Architektur_Innenarchitektur_Einfamilienhaus_Holzbau_Fotos©Stephan-Baumann
Architektur, Innenarchitektur & Tragwerksplanung
Offener Grundriss für ein Einfamilienhaus mit Innenhof
Architektur & Innenarchitektur
Im neuen Zuhause bei Calw: gesundes Arbeiten und Wohnen

Das Hotel Erikson heißt seit 30 Jahren Tagungsgäste, Feinschmecker und Stammkunden willkommen. Mit viel Herz und akkurater Qualität wird hier nicht nur hochwertig beherbergt, sondern im rustikalen „Stüble“ auch erstklassig gespeist. Neu hinzugekommen ist das „Wolfgangs“, das im frischen, grünen Look das à la Carte Restaurant erweitert und morgens den Hotelgästen als Frühstücksraum zur Verfügung steht.

12

Aufgabe

Mit dem Umbau-Konzept von buerohauser wurde das Restaurant im Sommer 2023 erweitert und ebenso wie der Seminarbereich komplett neu gestaltet. Ziel war es, die gewachsenen Werte des Sindelfinger Familienhotels in die nächste Generation zu tragen und gleichzeitig mehr Flexibilität und Frische in die Räume zu bringen.

Die Konzeptidee wurde in weniger als einem Jahr entwickelt und umgesetzt, mit der besonderen Herausforderung des Umbaus im laufenden Betrieb, für den lediglich ein Monat zur Verfügung stand. Auch die Schreinerarbeiten, ausgeführt von Fritz Schlecht I SHL Objekteinrichtungen, wurden in dieser kurzen Zeit umgesetzt. Für den reibungslosen Ablauf hat sich die fundierte Vorplanung und das professionelle Engagement aller beteiligten Firmen bezahlt gemacht.

13

Leitidee

In Anlehnung an die Naturverbundenheit der Familie wurde das Thema Wald neu interpretiert und in die Räumlichkeiten übersetzt.

So entstand eine starker Vorher-Nachher-Effekt, mit dem das Betreiberpaar neue Impulse in der Sindelfinger Gastronomie- und Tagungsszene setzt.

Moodboard für Farben und Materialien
14

Restaurant

Das Hotel wartet mit sehr guter Küche auf, die bisher im „Stüble“ serviert wurde, einem rustikal-charmanten Anbau, der für die Nachfragen allerdings zu klein wurde und nun um das Restaurant „Wolfgangs“ erweitert wurde – eine Hommage an den großväterlichen Hotelgründer.

Um die Nutzungsmöglichkeiten im Restaurant kreativer zu gestalten, wurde ein klares Zonierungskonzept entwickelt. Zum Beispiel sollte das Stüble unkompliziert für Mittag- und Abendessen erweitert und gleichzeitig die Frühstücksnutzung beibehalten werden. 

Dabei wurde das Stüble in seiner alten Form belassen, der vorgelagerte 175 qm große Frühstücksraum jedoch stark verändert. Geprägt durch drei massive Stützen stellt dieser die Verbindung zwischen Foyer und Stüble dar. Die neu eingezogenen Deckenbögen strukturieren den Raum optisch und werden ergänzt durch Einbaumöbel, Sitzbänke und halbtransparente Lamellen, die separate Bereiche mit Durchblick kreieren

Wo sich vormals ein großer Raum mit klassischen Buchemöbeln, Bordürenteppich und gelb-gespachtelten Wänden befand, entdeckt man nun grün abgestufte Bereiche mit Bogenelementen und spannender Tiefenstaffelung.

Frühstücksraum vorher und nachher

Einbaumöbel

Im vorderen Bereich flankiert eine L-förmige Spange aus Buffetschränke den Eingang. Die Ton in Ton gehaltenen Unterschränke verstecken die Temperiergeräte für das Frühstück und verschmelzen optisch mit der Wand. Der Arbeitsplatte aus Mineralstein sind farblich perfekt auf die Schrankfronten abgestimmt.

Diverse Sitzbänke strukturieren den Raum neu und schaffen offene Separees, die sich den Wünschen der Gäste anpassen lassen. Die Serviceschränke und Arbeitsinseln für die Mitarbeiter sind teilweise hinter den Lamellen versteckt, teilweise als wohnliches Zentralmöbel offen in den Gastraum integriert. So lässt sich das Restaurant je nach Tageszeit und Art der Veranstaltung vielfältig nutzen.

Einige Unterschränke dienen dazu, die Geräte zu verbergen, während die Sitzbänke den Raum neu strukturieren.

Lose Möbel

Die Stühle sind das Ergebnis eines intensiven Bemusterungsprozesses, bei dem Bequemlichkeit, Stabilität und Funktion im Vordergrund standen. Ausgewählt wurde ein Modell ohne Armlehnen, welches die Formensprachen der Raumelemente aufgreift und zudem stapelbar ist.

Beleuchtung

Um die Kosten stabil zu halten, wurden die Beleuchtungskörper an der Decke zwar komplett ausgetauscht und erneuert, ihre Positionen jedoch konsequent beibehalten. Umso wichtiger war die Wahl der passenden Leuchten-Parametrik.

Innerhalb der Möbel ergänzen integrierte LED Leisten das Konzept, die die Tapete und die Holzlamellen indirekt beleuchten und so lineare Akzente setzen. Besonders das Weinregal im zentralen Mittelteil ist ein Hingucker, gleichzeitig aber auch Sichtschutz zum Servicebereich.

Visualisierung im Gestaltungsprozess

Farbe und Material

Die individuell ausgewählten Textilien sowie Muster verleihen dem Interior einen Hauch Opulenz und Dramatik. Ein sanftes Farbspektrum staffelt sich entlang der Bögen und findet sich in der organisch gemusterten Dschungelgrafik der Tapete wieder.

Die klaren Linien der Holzlamellen kontrastieren die sanften Schwung der Bögen und leiten ordnend durch den Raum.
15

Seminarbereich

In reduzierter Form wird das Thema Wald auch im Seminarbereich im 1. OG aufgegriffen, dem durch den Austausch der Böden und die Umlackierung der vorhandenen Elemente zu einem neuen, frischen Look verholfen wurde.

Seminarraum vorher und nachher

Bar

Der Vorraum des Tagungsbereichs wurde mit einem flächigen Kautschukboden ausgestattet und der restliche Bestand soweit wie möglich erhalten: der Korpus des halbrunden Bar-Einbaus wurde dunkel ablackiert und der rosa Granit samt der Geräte beibehalten. Ergänzt durch das hinterleuchtete Flaschenregal und ein geradliniges Wandbuffet ist nun Stauraum für alle Anlässe vorhanden. Die geschwungenen Schlauchleuchten über der Bar markieren diese als räumlichen Mittelpunkt. Der Heizkörper vor der Fensterfront wurde mit einer Sitzbank verkleidet, so dass man sich informell zusammensetzen kann und die Laufwege trotzdem frei bleiben.

Die vormals buchefarbenen Türen wurden im monochromes Grau getaucht und die zentralen Rückwände im Vorraum Anthrazit gestrichen, um die Gangtiefe so wie die Bar hervorzuheben.

Tagungsbereich

Das Tapetenmotiv lässt die zusammen schaltbaren Räume wie aus einem Guss wirken und vereinheitlicht deren optische Wirkung. Die Vorhänge nehmen sich deshalb bewusst zurück.

Visualisierung im Gestaltungsprozess

Beim Boden war den Bauherren Fleckresistenz und leichte Austauschbarkeit besonders wichtig. Die Teppichfliesen zitieren die Farbigkeit der Wände und lassen den Boden dank ihrer Webtechnik angenehm weich und beinahe moosartig wirken. 

Die Wirkung der Decke hat sich trotz der Beibehaltung der alten Leuchtenauslässe komplett verändert: ein Wechselspiel auf großen und kleinen Einbauleuchten lockert die großen Zwischenräume auf. An den Außenkanten wurde eine indirekte Beleuchtung ergänzt.

Mit den eleganten, filigranen Möbeln von Brunner lassen sich unterschiedlichste Bestuhlungsszenarien realisieren. Ob Seminar, Bankett oder Vortrag – die Polsterung aus mattem Velour ist bequem und langlebig.

16

Resonanz

Der Umbau wurde auch von der Fachpresse positiv aufgegriffen und unter anderem in der Hotel + Technik sowie der hotelbau ausführlich vorgestellt.

Die Umgestaltung des Restaurantbereichs wurde im September 2024 für die Top 50 der „Schönsten Restaurants, Hotels und Bars 2025“ nominiert, der einzigen deutschsprachigen Innenarchitektur-Auszeichnung mit Schwerpunkt Gastronomie- und Hotellerie-Design. Die Gewinner werden im März 2025 gekürt und erscheinen zusammen mit allen nominierten Projekten in einer Publikation.

Ähnliche Projekte

Erfahren Sie mehr über unsere Projekte und unsere Arbeitsweise.

Alle Projekte
Innenarchitektur
Neue Räume für die Stadtinformation Ettlingen
Innenarchitektur
Gestaltung neuer Büro- und Co-Working-Fläche in Berlin
17

Idee / Ausgangslage

Für die Deutsche Energie-Agentur dena, die den Auftrag hat, einen Beitrag zum Erreichen der Energiewende zu leisten, haben wir die neuen Büroflächen gestaltet.

In historischem Kontext ist auf drei Geschossen mit 1100 qm ein Ort zum Tüfteln, Forschen und innovativen Austausch entstanden. Akteure aus unterschiedlichsten Bereichen erproben hier digitale Technologien und organisieren Workshops sowie Events zur Zukunft der Energiewirtschaft.

Gemeinsam mit den Machern des Future Energy Lab haben wir die Fläche in vier Areale unterteilt: 

18

Konzept

Der Hauptaufgabe, optimale Voraussetzungen für Arbeitsgruppen aus Forschung und Entwicklung zu schaffen und gleichzeitig öffentlich sichtbar zu sein, sind wir mit einem multifunktionalen, detailliert durchdachten Gesamtkonzept begegnet.

Video Rendering Innenarchitektur eines BerlinerBürogebäudes
Play

Die Räume im KPM-Quartier sind eine tolle Grundlage, auf die wir mit unserem Gestaltungsansatz bewusst aufbauen. Das Materialkonzept ist vom Branding des Future Energy Labs inspiriert und spielt mit dem zentralen Farbspektrum als Ergänzung zum Bestand. Die großformatigen Wandgrafiken sind an die Form des Hexagons angelehnt und finden sich als übergeordnetes Merkmal auf allen Geschossen wieder. Die Wandbilder zeigen einen kleinen Ausschnitt des Future Energy Lab Logos. In jeweils jedem Stockwerk wird das gesamte Logo quer durch den ganzen Grundriss gezogen und in einzelnen Räumen wiedergegeben. Auch die Drehung der einzelnen Hexagons wurde in den Räumen separat dargestellt. So entstand in jeden Raum ein andere Farbe und eine andere Winkelanordnung. Im Spiel mit den Maßstäben bilden sie einen Statement-Kontrast sowohl zum Ziegelgewölbe als auch zu der klaren Architektur der oberen Etagen.

Um den baulichen Aufwand so gering wie möglich zu halten, wurden neue Wände nur dort gezogen, wo es unerlässlich war – nämlich im Digital Lab und zur Abtrennung des großen Meeting Raumes, der eine großzügige Akustikverglasung erhielt.

Im Cafébereich kommen eigens entwickelte Tische, Bänke und Hocker zum Einsatz, die zusammen mit den reduzierten Wandleuchten einen flexiblen Bereich für Pausen und informelle Treffen schaffen. Die Formsprache der Möblierung bezieht sich wieder auf das dena Logo.

Das Hexagonale findet man vor allem in der Möblierung der Cafeteria wieder.

Wenige, aber gezielt gesetzte Einbauelemente aus lackiertem Birkensperrholz prägen die Räume und deren Wegeführung. Im lichtdurchfluteten Dachgeschoss strukturieren eingestellte Trennwände das dena Büro und bieten Platz für Rückzug sowie Konzentration. 

Die Garderobenstangen in den Empfangsräumen wurden speziell vom Metallbauer angefertigt und nehmen die polygonale Formensprache der Wandgrafik auf.

Helle Metallregale, speziell eingefärbte Eurokisten und gepolsterte Sitzmöbel ergänzen die Ausstattung geschossübergreifend und schaffen Inseln, die zum Verweilen einladen.

Im Co-Working Bereich zählt Wandelbarkeit: die Arbeitstische und Bestuhlung sind leicht verräumbar, die Einbauelemente der Arena, Bühne und des Bartresens funktionieren multifunktional. So kann der Raum auch für Präsentationen, Konferenzen und ähnliche Events genutzt werden.

Als wiederkehrendes Element heben schlanke, reduzierte Lichtobjekte die unterschiedlichen Deckenstrukturen der einzelnen Geschosse hervor: gereiht, schräg überlappend oder quer zum Raum wird die jeweilige Situation betont.

Das Lab für 3D-Drucker, Elektronik und Co.

Ähnliche Projekte

Erfahren Sie mehr über unsere Projekte und unsere Arbeitsweise.

Alle Projekte
Komfortables Hotel-Interior fürs Arbeiten auf Geschädtsreisen
Innenarchitektur
Komfortables Hotel-Interior für Arbeiten auf Geschäftsreisen
Innenarchitektur
Neue Räume für unser Berliner Studio

Das Gebäude A Bit Mo’ am Kleinen Tiergarten in Berlin Moabit konnte hierbei qualitativ überzeugen. Der fünfgeschossige Backsteinbau von 1896 war zum Einzug bereits umfassend saniert und mit einem modernem Dachgeschoss aufgestockt. Die raumhohe Verglasung sowie die Holzdecke unterstreichen die Verwandtschaft zum Standort in Altensteig und sorgen für eine freundliche Atmosphäre.

Im Innenraum galt es passende Antworten auf einen offenen Grundriss sowie einen dominanten schwarzen Gussasphaltboden und schwarze Stahlstützen zu formulieren.
Flexibilität und Agilität standen hierbei im Fokus der Gestaltung.

Kreativität, Kommunikation & Kollaboration

Unterschiedliche Zonen stellen den unterschiedlichen Bedürfnissen und Tätigkeiten der Nutzerdie optimalen Räume zur Verfügung.

Im Arbeitsbereich lassen sich die Tische in der Höhe verstellen, man sitzt auf ergonomischen Stühlen und die Mittelablage lässt sich für eine Besprechung mit in den Meetingraum rollen.

Gegenüber des Arbeitsbereiches befindet sich der Kreations- und Rekreationsbereich. Dieser Bereich lässt sich durch einen schweren Akustikvorhang vom Arbeitsbereich abtrennen. Die maßgefertigte Musterbibliothek bietet Raum für Inspiration und Konversation am vorgelagerten höhenverstellbaren Tisch. Die Sofaecke lädt ein um kurze Meetings abzuhalten oder zu entspannen. Durch die rollbaren Raumtrenner ist es möglich, die beiden Bereiche als großen Workshopbereich zusammenzuschalten.

Materialien & Kontraste

Als Kontrast zum Bestand wurden die Tischlereinbauten aus dem Industriematerial Seekiefer gefertigt, welches zusätzlich weiß gebeizt wurde. Der Akustikvorhang in Filz und verzinktes Stahlblech verdeutlichen hierbei die Verbindung von Architekt zu Industrie & Handwerk. Weitere Akzente bilden rubinrote und hellrot-mellierte Oberflächen des Sofas, Poufs oder Beistelltischen.

Ähnliche Projekte

Erfahren Sie mehr über unsere Projekte und unsere Arbeitsweise.

Alle Projekte
Innenarchitektur
Neue repräsentative Büroräume am Brandenburger Tor
Innenarchitektur
Neue Besprechungs-Lounge: Raumteiler als Werkzeug

Ausgangslage

Der bestehende zweigruppige Kindergarten aus dem Jahr 2000 sollte aufgrund der Bedarfsplanung der Stadt Reutlingen um drei zusätzliche Gruppen erweitert werden. Hierfür erwarb die Stadt das benachbarte Grundstück. Eine besondere Anforderung war die Lage des Baugrundstücks in der Erdbebenzone 3.

Konzept und Umsetzung

Die Erweiterung gliedert sich in zwei neue Baukörper, die sich an den Bestand anschließen: ein zweigeschossiger Satteldachbau für die neuen Gruppen- und Sozialräume sowie ein eingeschossiger, flacher Verbindungsbau. Dieser Mittelbau, der die gemeinsam genutzte Mensa beherbergt, wurde als Geste an die Nachbarschaft mit einer beidseitigen Glasfassade gestaltet. So bleibt der Durchblick in den rückwärtigen Außenbereich erhalten und es entsteht ein heller, transparenter Begegnungsort.

Der Anbau fügt sich harmonisch an den Bestandsbau und in die Umgebung ein. Der helle Mittelbau beherbergt die Küche und die Essplätze für die Gruppen.

Als visuelles und identitätsstiftendes Highlight wurden bunte Fenster der alten Kirche, die auf dem Grundstück abgerissen wurde, in den Neubau integriert. So wird die Historie des Ortes respektiert und weitergeführt.


Das Bauvorhaben ist in Erdbebenzone 3 angesiedelt, der höchsten Erdbebenbeanspruchung in Deutschland. Die erforderliche Aussteifung wird durch Wandscheiben in Holzständerkonstruktion sowie Decken- und Dachscheiben gewährleistet. Die maßgebende Gesamtmasse des Gebäudes beträgt 382,6 Tonnen. Die daraus resultierende Ersatzhorizontalkraft wird über die Aussteifungselemente in den Untergrund abgeleitet. Zur Aufnahme der maximalen Zug- und Horizontalkräfte wurden teilweise spezielle Zuganker entworfen und eingesetzt.

Ein wesentlicher Vorteil der Holzbauweise zeigt sich hier deutlich: Ein vergleichbarer Massivbau hätte eine wesentlich höhere Masse (ca. +75%) und würde dementsprechend auch deutlich höhere Ersatzhorizontalkräfte erzeugen.

Innenraum

Das Farbkonzept setzt auf sanfte Gelb- und Grüntöne: die Spielnischen in den Schränken sind als hellgrüne Inseln in den Holzfronten gestaltet, ebenso wie alle offenen Stauraumflächen, beispielsweise zur Aufbewahrung von Matratzen. Die Schränke wurden darüber hinaus als komplett geschlossener Stauraum konzipiert, was zu einer beruhigenden Wirkung im Raum beiträgt. Der Bodenbelag setzt Akzente in Senfgelb, um Kontraste für Bereiche mit erhöhter Aufmerksamkeit zu schaffen wie Podeste, Rampen oder Treppen.

Holz, Gelb- und Grüntöne dominieren die Farbstimmung.

Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit mit Blick auf DGNB-Zertifizierung

Das Projekt wurde konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet und strebt den KfW 40 Standard sowie eine DGNB-Zertifizierung in Silber an. Dabei wird der gesamte Lebenszyklus eines Projekts betrachtet – im Hinblick auf die Umweltwirkungen und Ressourcenverbräuche, genauso wie in Bezug auf die Kosten für die Bewirtschaftung und Instandhaltung. Dies erforderte eine intensive Abstimmung zwischen Fachplaner:innen und Handwerker:innen, um alle Kriterien für die Förderung umsetzen und nachweisen zu können. Besonderer Wert wurde auf die Verwendung nachhaltiger Materialien, eine optimierte Verschattung und den Einsatz einer PV-Anlage gelegt. Der Anbau ist eine reine Holzkonstruktion.

Das Gebäude ist grundsätzlich barrierefrei zugänglich. Dies beinhaltet einen schwellenlosen Zugang zum Gebäude und zum Obergeschoss, eine Behindertentoilette, einen Aufzug mit Mehr-Sinne-Prinzip-Bedienung und generell ausreichende Flurbreiten und Bewegungsflächen vor Türen. Alle Türen sind schwellenlos. Arbeitsplätze können durch die flexiblen Raum- und Möbelstrukturen jederzeit den spezifischen Bedürfnissen angepasst werden. Alle Eingänge, Fenster und Handläufe haben gemäß barrierefreien Anforderungen eine taktile Beschriftung. Ebenfalls sind die befestigten Außenanlagen generell barrierefrei. So trägt der Kindergarten zu einem inklusiven Klima in der Gemeinde bei.