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Baujahr

um 1720

Bauherr

Privater Bauherr

Status

in Umsetzung

Größe (BGF)

506,60 m²

Leistungen

Architektur, Mithilfe bei der Beschaffung von Fördermitteln

Bauweise

Massiv EG und OG Nordbereich
Fachwerk OG und DG komplett

Fotografie

buerohauser

01

Ausgangslage

Eine junge Familie beabsichtigt, das um 1720 erbaute Wohnstallhaus denkmalgerecht zu sanieren, um es danach selbst zu beziehen. Das Gebäude soll nach über 20 Jahren Leerstand wieder bewohnbar gemacht werden.

Die Voruntersuchung in Form einer kleinen Machbarkeitsstudie hatte die Aufgabe zu prüfen, ob das neue Raumkonzept aus Sicht der Denkmalpflege zu realisieren ist. Für die sehr aufwändige Sanierung sollten Mittel aus Förderprogrammen des Landes wie auch des Bundes beantragt werden.

Bestandsbilder
Bestandsbild des denkmalgeschützten Wohnhauses
02

Geschichtlicher Hintergrund

Durch die Probenentnahmen aus dem nahezu vollständig erhaltenen Holztragwerk konnte dendrochronologisch nachgewiesen werden, dass die Hölzer für das Tragwerk des Gebäudes im Winter 1719/1720 eingeschlagen wurden. Dies deutet darauf hin, dass das Gebäude unmittelbar im Anschluss an diese Zeitperiode errichtet wurde.

Das Wohnstallhaus war zweigeteilt, wobei der nördliche Teil die Wohnung des Eigentümers beherbergte, während der südliche Teil für die Eltern, die „Altbauern“, vorgesehen war. Beide Wohnbereiche waren symmetrisch gestaltet, wobei ⅔ der Fläche dem Jungbauern und ⅓ den Altbauern zugeordnet waren.

Rekonstruktion Obergeschoss – Zustand um 1720 von Bauforscher Tillmann Marstall

Besonders beeindruckend zeigt sich der Nordgiebel mit aufwändigem und kräftig dimensioniertem Zierfachwerk, welches den damaligen Wohlstand der Eigentümer im Ort verdeutlichte.

Im Jahr 1881 wurden im Erdgeschoss Stallungen eingerichtet. Wohl aufgrund großer Schäden aus der Stallnutzung wurde im Jahr 1950 der Nordbereich des Gebäudes grundlegend umgebaut.

03

Konzept

In unserem Konzept wird darauf geachtet, dass das alte Gebäude und seine Geschichte bewahrt bleiben. Das Ziel ist nicht nur die Erhaltung der Historie, sondern auch die Kombination von Gemütlichkeit und modernen Elementen.

Erdgeschoss

Im Erdgeschoss sollen Werkstatt, Hauswirtschafts- und Haustechnikräume entstehen. Der alte Gewölbekeller bleibt Vorratsraum.

Obergeschoss

Dachgeschoss

Auf der Nordseite sollen zwei Gäste-/Kinderzimmer mit einem kleinen Bad entstehen.

04

Umsetzung

Am und im Projekt wird derzeit intensiv gearbeitet, vor allem auch in Eigenleistung des Bauherrn.

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