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Mit dem Mohab Space haben wir ein Produkt entwickelt, das für viele aktuelle Fragen zu Wohnen, Leben und Arbeiten Antworten bietet. Uns ist es wichtig, dass wir die Art und Weise verändern, wie wir Räume wahrnehmen, da uns Nachhaltigkeit ein besonderes Anliegen ist. Als Architekt*innen, Designer*innen und Ingenieur*innen finden wir, jede*r hat das Recht auf exzellente und funktionelle Gestaltung. Daher haben wir in Zusammenarbeit mit der NGO Nehemiah Gateway Services und der Mohab GmbH ein modular verwendbares System in Holzmodulbau entworfen und realisiert – den Mohab Space.  In Zusammenarbeit mit der Agentur MoreSleep haben wir die Produkt- und Projektentwicklung, inkl. Branding und Kommunikationsstrategie, konzipiert und umgesetzt.

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Modularität und Flexibilität

Je nach individuellem Bedürfnis kann ein Mohab Space alles sein: das zusätzliche Kinderzimmer, die Ergänzung von Büroflächen, ein Ferienhaus oder die Hotelrezeption, ein Pop-up-Store, autarkes Behandlungszimmer, ein Anbau von Wohnhäusern, die Bibliothek oder ein Tiny House.

Mohabs können in alle Richtungen erweitert und kombiniert werden – auf Extrawunsch sogar übereinander. Dann ist ein zusätzlich gefertigter und eingezogener Stahlrahmen vonnöten, der übereinander gestapelte Mohabs überdies stabilisiert.

Mohab Spaces werden durch unseren Holzbau-Partner Müller Holzbau in wenigen Wochen fast komplett vorproduziert. Durch die Vorfertigung ist ein schneller Aufbau mit geringem Logistikaufwand möglich. Das Mohab wird per Schwerlasttransport vom Fertigungsstandort zum Aufstellort bewegt und vor Ort mit einem Kran abgeladen.

Die Voraussetzung für die Aufstellung eines Mohab Spaces ist ein tragfähiger Untergrund, der durch ein geologisches Gutachten ermittelt und entsprechend vorbereitet wird. Für die Aufstellung eines Mohabs ist eine Baugenehmigung notwendig, die in Zusammenarbeit mit uns beantragt werden kann.  Ein paar Tage nach Lieferung der Mohab-Bauteile ist das Mohab Space einzugsfertig.

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Faktenbox

Die Erweiterung unseres Büros haben wir durch zwei Einheiten realisieren können.
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Grundausstattung und Zusatzfunktionen

Mohab Spaces werden nach einem durchdachten und erprobten Konzept gebaut.

Wenn ein Mohab geliefert wird, braucht es lediglich Stromzufuhr und ist dann direkt einsatzbereit: Beleuchtung, Kühlung, Heizung, Lüftung und ausreichend Steckdosen sind bereits vorhanden.

Transport eines Mohabs auf einem LKW
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Aufbau der beiden Mohabs in Altensteig: Transport eines Mohabs auf einem LKW

Bei Kühlen und Heizen haben wir uns für ein oberhalb der Decke verbautes Multisplitgerät entschieden. Je nach Jahreszeit erzeugt es ausreichend warme oder kalte Luft. So wird im Sommer nicht geschwitzt und im Winter nicht gefroren. Dafür wird der Außenluft die Wärme entzogen und der Raumluft zugefügt.

Die Luft zirkuliert über eine Wärmepumpe, die dank der Lüftungskanäle in der abgehängten Decke in den Raum geleitet wird.

Der Auslass erfolgt an zwei Stellen der Decke oder durch die optional gewählte Akustiklochung. Durch die Holzständerbauweise ist der Raum zusätzlich gut gedämmt. Innerhalb des Mohabs wird über einen Lüfter mit Wärmerückgewinnung die Luftzirkulation sichergestellt. Für ein gutes Raumklima ist also gesorgt, und zwar sowohl bei Wärme als auch bei Kälte. Optional ist eine Photovoltaikanlage eine gute Möglichkeit, die Stromerzeugung im Mohab zu unterstützen.

Ein kleines BUS-System für Elektroinstallationen und ein Elektroverteiler sind in der Decke und Wand voreingebaut. Individuelle Erweiterungen sind also jederzeit möglich.

Das überstehende Dach und die Holzfenster mit Außenjalousien bieten Schatten und Hitzeschutz im Innenraum des Mohabs. Optional kann die Fassade aus schwarzen DWD-Schichtholzplatten oder Aluminium bestehen. Beides sind nachhaltige Materialien, die recycelbar sind und sich je nach Umgebung gut in unterschiedliche Situationen einfügen. Der Abschluss der Innenwand besteht aus einer Fichte-Dreischichtplatte und erzeugt zusammen mit den großen Fenstern ein angenehmes Raumgefühl.

Die Aluminiumverkleidung schützt vor Wettereinflüssen, die Lichtleisten sind in der schallreduzierenden Decke voreingebaut.

Optional können die hochwertig hergestellten und multifunktionalen Möbel zusätzlich bezogen werden.

Das Bett, der Schreibtisch, der Kleiderschrank und die Regale falten, kippen und verändern sich in ihrer Form, um verschiedenen räumlichen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Diese Renderings zeigen, welche Einbauten für die Mohabs möglich sind.

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Ausgangspunkt

Am Fuße der Achalm sollte auf Halbhöhen- und Hanglage mit Aussicht auf die Schwäbische Alb ein Einfamilienhaus mit Gästebereich entstehen. Das Baugrundstück befindet sich inmitten eines vollständig bebauten Baugebietes aus den 60er Jahren. Die Vorstellung der Bauherren war eine eher kubische Architektur mit langen fließenden Balkonelementen.

Konzeption

Aufgrund des Bebauungsplans waren bezüglich der Dachform und Neigung Vorgaben gemacht, jedoch wurde durch die großen Fensteröffnungen und die großen Balkone mit geschlossenen Brüstungen die gewünschte Formensprache erreicht. Der Wohnbereich erstreckt sich über zwei Geschosse (Untergeschoss und Erdgeschoss) und ist über eine offene Galerie mit einläufiger Treppe verbunden. Im Zusammenspiel mit den großzügigen Balkonen bietet er unterschiedlichste Ausblicke in den Ort und die Landschaft.

Umsetzung

Erschlossen wird das Gebäude von der oberhalb liegenden Straße auf Erdgeschossniveau. Von dort aus erreicht man die Wohnräume und Elternbereich sowie über die offene Galerie den Wohnbereich im Untergeschoss mit Ausgang zum Garten und den Gästebereich. Der Garten wurde aufgrund der Hanglage terrassiert ausgestaltet. Im Dachgeschoss ist der Wohnbereich der Kinder gelegen. Die großzügigen Balkone mit den halbhoch geschlossenen Brüstungen in allen Geschossen bieten eine großartige Aussicht auf die Schwäbische Alb ohne jedoch Einblicke zuzulassen. Das Untergeschoss wurde in Fertigteilbauweise in wasserundurchlässiger Bauweise erstellt, das Erd- und das Dachgeschoss in Holzmodulbauweise.

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Herausforderungen

Wettbewerbsanforderungen

Der Wettbewerb wurde durch die Gemeinde Deckenpfronn ausgeschrieben, um eine architektonische Lösung für ein Gelände direkt am Marktplatz zu finden. Hier sollten zwei gewerbliche Einheiten, fünf oder sechs Wohnungen sowie ein Café im Erdgeschoss entstehen.

Ziel war es, so viel Fläche wie möglich auf dem ausgewiesenen Baugrund zu erschließen und einzuplanen. Als weitere Anforderung kam hinzu, dass der Ortskern und Marktplatz der kleinen Gemeinde Ende des 2. Weltkriegs durch einen Luftangriff stark zerstört wurden.

Der Wiederaufbauplan, der immer noch Gültigkeit hat, sieht vor, dass entlang des Marktplatzes giebelständige Gebäude und Gehöfte entstehen sollen. 

Der Wettbewerbsbeitrag war daher nur zulässig, wenn diese Kriterien erfüllt waren.

Skizzen zum Grundriss: Version 1, Version 2 (umkreist), Version 3
Skizzen zum Grundriss: Version 1, Version 2 (umkreist), Version 3

Gelände und Umfeld

Bei der Recherche und Sichtung der Lagepläne der Gemeinde fiel auf, dass die Gebäude rund um den Marktplatz über relativ viel Abstand zueinander verfügen. Dieser Faktor und die Vorgabe eines giebelständigen Gebäudes inspirierten maßgeblich unseren Entwurf. Wichtig ist uns weiterhin, immer zu antizipieren, wie sich ein neues Gebäude in sein Umfeld integriert. Die gewünschte Ausstrahlung und Wirkung eines Gebäudes im Umfeld beeinflussen von vornherein die Überlegungen zu einem Entwurf.

Die Entwicklung drei miteinander verbundener Einheiten, die mit Abstand zueinander in Giebelform errichtet werden, hat die Jury überzeugt. Unser Beitrag hat gewonnen und wurde 2017 fertiggestellt.

Lageplan: Die topografischen Markierungen zeigen, dass der Lauf des Grundstücks auf grünem Grund nach Norden ansteigt. Ein ebenerdiger Zugang ist daher von Norden als auch von Süden aus möglich.
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Die buerohauser Expert*innen und die Bauherren

Für dieses Projekt haben wir unser Expert*innenteam in der klassischen Besetzung aus (Innen-)Architektur, Statik, Energieberatung und Vermessung zusammengesetzt.

Wir haben alle Leistungsphasen 1 bis 8 zusammen mit unseren externen Partner*innen der Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärinstallation sowie mit den Kolleg*innen, den Elektro-Fachingenieur*innen, Brandschutzexpert*innen und Geolog*innen realisieren können.

Dabei übernehmen wir gerne die Koordination und das Projektmanagement, um bestmögliches Hand-in-Hand-Arbeiten zu erzielen. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Deckenpfronn verlief sehr gut. Um ästhetisch ansprechende als auch zum Umfeld passende und den budgetären Voraussetzungen entsprechende Lösungen zu finden, kam es in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Deckenpfronn als Kundin während des Planungsprozesses zu einer Veränderung im Giebelbereich. 

Wir haben den Wettbewerb gewonnen, weil wir die Faktoren giebelständiges Gebäude und Abstand zu Gebäuden bei unserem Entwurf berücksichtigt haben.

Zitat von Helmut Hauser,

Architekt

Modellbau Südansicht
Wettbewerbsmodelle: Giebelständige Häuser mit Abstand zueinander, ein Gelenk verbindet alle drei Einheiten.
Entwurf und Grundriss des Wohn- und Geschäftshauses
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Entwurf und Grundriss des Wohn- und Geschäftshauses
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Lösungen

Die Fuge: Rhythmus und Proportion im Einklang mit städtebaulichen Strukturen

Wir entwickeln in der Regel die Form eines Gebäudes im Kontext mit der umgebenden Bebauung, um somit eine Verträglichkeit herzustellen.

Mit Fuge meinen wir einen gewissen Abstand zueinander: hier zu den drei Gebäudeteilen. Dieses Gestaltungselement schenkt diesem Projekt besonders viel Reiz, da es auf unterschiedlichen Ebenen Bezüge zum Ort erschließt. 


Der Marktplatz eines Ortes ist Begegnungsort zum Einkaufen, Austauschen von Informationen oder für Feiern und wirkt so identitätsstiftend für die Bürger*innen. Das alte Haus, das am Platz stand und abgebrannt war, sollte ersetzt werden. Das Archivmaterial ließ gut erkennen, wie viel Platz man um das Gebäude fand und wie das Fachwerk und die Giebelhäuser den Ort prägen. 

Unser Anliegen war es, diese Elemente aufzugreifen, um die offene Stelle entsprechend der Dorfstruktur zu schließen, so dass die Bürger*innen das neue Gebäude gerne annehmen, weil es sich auf diese Weise harmonisch integriert. 

Wir haben uns daher für ein Gebäude mit Doppelgiebel und Zwischengelenk, das die Fuge zwischen den einzelnen Gebäudeteilen herstellt, entschieden. Den Duktus der giebelständigen Häuser beidseits der Straße Marktplatz haben wir damit aufgenommen. 

Entwicklung vom Modell bis zum fertigen Objekt: Veränderung der Fassadengestaltung im Giebelbereich.

Die Entwicklung des Gebäudekörpers und der Fassaden entstand in drei Schritten. Zuerst waren alle Giebel über zwei Geschosse verglast: Die Wohnungen waren zum Norden und Süden hin sehr hell. In der weiteren Planung haben wir zusammen mit dem Bauherren andere Elemente verwendet, um noch stärker städtebauliche Relationen herzustellen. So wurde stilistisch der Bezug zum ortsprägenden Fachwerk hergestellt.

Dazu trägt auch der großzügige Abstand zu den benachbarten Häusern bei: 

Proportionen und Grundrhythmus lassen erkennen, dass die Abstände zu den Seiten hin als auch zwischen den drei Häusern in etwa gleich sind.

Ein multifunktionales Gebäude und seine Erschließung

Die Gestaltung der Wohnungen konnte im Gegensatz zur Grundrisszeichnung von Gewerbeflächen einfacher gehandhabt werden. Der Grundriss separater Wohnungen auf mehreren Stockwerken orientiert sich meist hauptsächlich an den Wasser- und Abwassersträngen. Gewerbetreibende haben zusätzlich dazu unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen an ihre Geschäftsräume. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, haben wir das Gebäude so konzipiert, dass die Gewerberäume multifunktional sind. 

Für das fünfgeschossige Gebäude nutzten wir die topografischen Gegebenheiten und konnten von zwei Seiten das Gebäude ebenerdig erschließen. Der Gebäudekörper besteht aus Keller, Erdgeschoss mit Garage und erster Gewerbeeinheit, 1. Obergeschoss mit zweiter Gewerbeeinheit, 2. Obergeschoss und Dachgeschoss für Wohnungen. Von Süden her kann die Gewerbeeinheit, jetzt eine Apotheke, direkt vom Marktplatz aus betreten werden. Vom Parkplatz aus, der im nördlichen Teil des Grundstücks liegt, gelangt man über eine Rampe bzw. wenige Treppenstufen zur zweiten Gewerbeeinheit, momentan eine Arztpraxis.

Schnitt mit Eingangspfeilen
Schnitt Ansicht West: Zugang vom Parkplatz über die Treppe oder Rampe zur Praxis im 1. Obergeschoss

Wichtig war uns dabei, dass die Laufwege möglichst kurz sind. Um die fünf Geschosse zu erschließen, haben wir hier das Element der Fuge als Zwischengelenk verwendet.

Dieses funktioniert als Mittel zur vertikalen Erschließung. Es verbindet alle drei Gebäudeteile miteinander und hier sind Treppenhaus und Aufzug untergebracht.

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Ergebnisse

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Herausforderungen

Kund*innenwünsche

Die Bauherren wünschten sich, ihr altes Haus im englischen Landhausstil gegen ein neues modernes Zuhause für ihre Familie und den Betrieb einzutauschen. Das neue Haus sollte nichts Überflüssiges oder Veraltetes nach außen und innen repräsentieren, sondern zeitgenössische Modernität verkörpern und ausstrahlen. Die Bauherren wünschten sich außerdem, den eigenen Betrieb, ein Landschaftsplanungsbüro, architektonisch aufzugreifen und haben selbst die Außenanlagen gestaltet. Das Gebäude sollte ökologisch nachhaltig sein, unter Verwendung gesunder Baumaterialien. Dies erfordert eine individuelle Planung und Zusammenarbeit.

Erste Ideenskizze des Bauherren
Erste Ideenskizze
Weitere Überlegungen des Bauherrn
Weitere Überlegungen

Gelände und Umfeld

Der Baugrund liegt am Beginn bzw. Ende einer kleineren Ortschaft, direkt an einer viel befahrenen Landstraße. Diese führt von einem höher liegenden Hügel hinunter in den Ort, so dass man von oben kommend auf das Gebäude schauen kann. Von dort blickt man weit in die Ferne und hat eine tolle Aussicht auf die hügelige Landschaft. Eine Analyse des Sonnenstands hilft uns und dem Bauherren, die Vorzüge des Baugrundstückes zu erkennen und anhand dessen das Gelände zu bebauen.

Visualisierung des Sonnenverlaufs
Visualisierung des Sonnenverlaufs
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Die buerohauser Expert*innen und die Bauherren

Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt. Wünsche und Bedürfnisse des Bauherren werden sorgfältig aufgenommen und miteinbezogen. 

Um das Gesamtkonzept stimmig zu realisieren, erfolgte die Gestaltung der Garten- und Außenanlagen durch die Bauherren – genauer: Pool, Springbrunnen, einige ellipsoide Hügel zur Straße hin und eine reiche Bepflanzung – in enger Zusammenarbeit mit unserem Expert*innenteam.

Lageplan mit Außenanlagen
Lageplan mit Außenanlagen (vom Bauherrn)

Durch erstellte Moodboards und Zwischenschritte waren wir als gesamtes Team immer in der Lage, das Gute herauszuarbeiten und das Obsolete zu verwerfen.

Wir verstehen unsere Architektur als Zusammenspiel der Disziplinen und integrieren daher von Anfang an unsere internen Expert*innen in die Projekte. Die Kund*innen haben hier mit unserem Team der Innenarchitektur, Konstruktion und Tragwerksplanung Hand in Hand gearbeitet. Hinzu kamen unsere externen Kolleg*innen der Holzbaufachplanung und die Fachleute für Betonfußboden.

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Lösungen

Das Dach: Symbiose aus Wünschen und Rahmenbedingungen

Was soll das Gebäude erzählen und wie passt es zum Bauherren und der Umgebung?

Wichtig war uns auf Grundlage des Kontextes und der Herausforderungen, eine Symbiose zwischen den Kund*innenwünschen und -bedürfnissen und den äußeren Randbedingungen herstellen zu können. Dies erfordert eine exzellente Teamarbeit.
Die topografische Lage begünstigte die Idee eines zur Straße geneigten Schmetterlingsdaches für das Gebäude, das direkt am Ortseingang als charakterstarkes Erscheinungsbild steht. Das Dach wurde mit Gras begrünt und schafft somit eine direkte Verbindung zum Betrieb der Landschaftsplaner.

Schnitt und Rendering zeigen das Konzept, wie das Gebäude nach der Realisierung in seiner Umgebung verortet ist.

Der Charakter des Gebäudes wird durch eine schräge Faltung entlang der Landstraße und durch die Asymmetrie des Schmetterlingsdaches verstärkt. Durch diese Faltung kommt das Detail des Wohnungseingangs besonders zur Geltung. Der Grundriss zeigt, dass durch die Verlängerung und Verschmelzung der einen Trapezform zur anderen ein Wohnungseingang an dieser Stelle bereits überdacht ist. Somit entfällt eine weitere Überdachung und es entsteht ein Schutz für den Wohnungseingang.

Entwurf und Grundriss des Wohn- und Bürogebäudes
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Entwurf und Grundriss des Wohn- und Bürogebäudes

Die Aufteilung: Schön wohnen und konzentriert arbeiten

Wie wollen wir in Zukunft leben und arbeiten?

Für dieses Projekt haben wir mit den Bauherren ganz genau geplant, wie Wohnen und Arbeiten am besten zusammen funktionieren können. Das Gebäude ist deutlich von der Straße abgerückt und bietet somit viel Fläche zur reichhaltigen Bepflanzung des Vorgartens, die zusammen mit dem Brunnen schallschluckend wirkt. 

Daher wurde der vordere Teil des Gebäudes bzw. der Wohnbereich zur Aussicht hin, der Arbeits- und Bürobereich zum Grundstücksrücken bzw. zur Straße hin gelegt. Das Gartenhaus schirmt die Straße akustisch und visuell vom Gartenbereich und der privaten Außenfläche mit Terrasse, Gartenhaus und Pool ab.

Der Grundriss zeigt die Wohn- und Gewerbefläche. Die proportionale Darstellung der Aufteilung von Wohn- und Arbeitsbereich visualisiert, dass beide Bereiche vom Volumen her ähnlich sind.

Beton und Holz: Klare Modernität und gemütliches Wohlgefühl

Wie möchte man sich in den Räumen fühlen und welche Materialien werden gewählt?

Im Haus an sich ist die in einem Guss gegossene Betonplatte zentrales Gestaltungs- als auch Konstruktionselement: Durch die Betonkernaktivierung mit geglätteter Betonoberfläche verschwindet die Fußbodenheizung im fugenlosen Fußboden. Dies und die Materialeigenschaften des Betons beruhigen die offene Raumstruktur und erzeugen eine warme, gemütliche Atmosphäre. 

Holzmodulbau in seiner Präzision ist seit Jahren unser tägliches Brot.

Zitat von Helmut Hauser,

Architekt

Die Wände und Decken sind in Holzmodulbauweise entstanden. Der Holzmodulbau hat viele Vorteile: Die Module werden individuell vorab angefertigt und verkürzen dadurch die Bauzeit vor Ort. Das Bauen mit Holz sorgt nicht nur für ein angenehmes Raumgefühl, sondern erhöht die Energieeffizienz des gesamten Gebäudes.

Die Kuben: Puristische Einfachheit und atmosphärische Struktur

Wie möchte man sich in den Räumen bewegen und was möchte man sehen?

Wir von buerohauser denken Bewegung fließend. Daher sind wir der Überzeugung, dass Räume sich nicht einfach addieren lassen und dann dadurch ein Gebäude entsteht. Wir denken, dass Räume ineinander übergehen sollten, um Bewegungsabläufe und Perspektiven optimal abbilden zu können und erschließbar zu machen. 

Als weiteres Gestaltungs- und Konstruktionselement funktionieren daher hier die Kuben, die den offenen Raum gliedern. Bei der Konzeption der Innenräume haben wir von Anfang an mit unseren Team-Expert*innen der Innenarchitektur zusammengearbeitet. Kurze Wege, klare Sichtachsen, wie der Blick auf die offene Landschaft, und intelligent geplante Nischen, Versprünge und Durchlässe erzeugen Wohlbefinden und ein angenehmes Raumgefühl.

Die ineinander fließenden Räume unterstreichen Offenheit und Leichtigkeit des Gebäudes. In die Kuben sind Möbel, wie Garderobe oder Sitznische, integriert. Oder aber es befindet sich auch die Speisekammer darin. Die Wände der Kuben sind nicht immer durchgängig raumhoch, wodurch eine angenehme Belüftung und Belichtung entsteht.

Rendering der Küche
Rendering der Küche

Alle Einbaumöbel, inklusive Küche und Esstisch, wurden speziell für dieses Projekt entworfen und angefertigt. Schränke werden als Raumteiler eingesetzt und bieten viel Stauraum, der auf den ersten Blick nicht auffällt. Der große Wohn-, Ess- und Küchenbereich bietet viel Raum für Kommunikation.

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Ergebnisse

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Ausgangslage

Die Ostseeklinik für Suchttherapie, eine Einrichtung, die sich speziell an Männer richtet, befindet sich auf Fehmarn und bietet bisher auf 764qm Raum, zur Genesung an. Die Bewohnerzimmer im Obergeschoss des Haupthauses entsprachen nicht mehr den aktuellen Brandschutzbestimmungen. Ein Funktionshaus und ein Wohnhaus wurden bereits abgerissen.

Da die Einrichtung erfolgreich arbeitet, wünschten die Bauherren, die Fläche um 1353qm auf eine neue Wohn- und Nutzfläche von 2117qm zu vergrößern. Hier werden in Zukunft mehr Klienten Zeit und Raum finden, eine Sucht zu überwinden und zu genesen.

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Konzept

Die neuen Therapie- und Funktionsräume sowie die Büros für die Mitarbeiter*innen werden im neuen Klinikgebäude Platz finden. Dieses neue Funktionsgebäude verbindet die beiden Bestandsgebäude miteinander.

In den Bestandsgebäuden werden weiterhin Büros, Funktionsräume, Gemeinschafts- und Aufenthaltsräume sowie Küche und Speisesaal untergebracht bleiben, wobei der Speisesaal vergrößert und erneuert wird. Daneben entstehen vier weitere Wohngebäude für 36 Klientenzimmer, wobei zwei Zimmer Doppelbettzimmer sind und eins barrierefrei bzw. rollstuhlgerecht angelegt ist. 

Besonderes Augenmerk legen wir auf den Laubengang: Ein Laubengang verbindet die Wohngebäude und das neue Funktionsgebäude miteinander. Auch die Klientenzimmer, die sich im Dachgeschoß befinden, sind über die Laubengänge erreichbar. Hierbei wird Offenheit und Transparenz vermittelt, aber auch der Gedanke, nicht alleine zu sein wird gestärkt.

Wichtig ist hierbei nicht nur die Erreichbarkeit jedes einzelnen, sondern auch das transportierte Gefühl, nicht alleine zu sein.

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Umsetzung

Die Neubauten für diese Suchtklinik wurden in Holzmodulbauweise errichtet. Ein Laubengang verbindet alle Einheiten. Einige Klinkerfassadenelemente bei den Windschutzwänden schaffen eine optische Verbindung zur Umgebung.

Die Klinik erhält neben dem Umbau der beiden Bestandsgebäude ein neues Funktionsgebäude und vier Wohngebäude für die Klienten.

Eine große Wiese direkt neben der Klinik machte es möglich, hier nicht nur anzubauen sondern auch neu zu bauen. Die Klinik bleibt damit mitten in der kleinen Ortschaft. Somit kann dieser Standortvorteil bewahrt werden. Die Klienten können sich daher auch in Zukunft als Teil der Gesellschaft fühlen, um auch hier wieder Fuß zu fassen und Anknüpfungspunkte zu schaffen.

Die Therapiephasen der Klienten werden in der Anordnung der Wohngebäude widergespiegelt. Von den ersten drei Gebäude, der Kerntherapie, ziehen die Klienten in das Erdgeschoss des größeren vierten Gebäudes, die Rehabilitationsphase, und von dort in das Dachgeschoss des vierten Gebäudes, die Adaptionsphase. 

Um dem Klienten die Möglichkeit zu geben, sich unter realen Alltagsbedingungen zu erproben, wurden die Zimmer in dem vierten Gebäude mit Pantryküchen ausgestattet. 

Der Innenhof, der sich zwischen den Gebäuden bildet, fördert die Gemeinschaft und schafft Möglichkeiten des Austausches.

Durch das neue Haupt- und Eingangsgebäude wird ein zentraler Mittelpunkt geschaffen, von dem aus alles erreicht und verbunden wird. So wurde nicht nur eine neue Verbindung der beiden Bestandsgebäuden geschaffen, in denen Therapieräume und Gemeinschaftsräume, sowie Küche und Speisesaal angeordnet sind, sondern auch die Wohngebäude mit der Therapie verbunden. 

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Konstruktion und Materialien

Die Entscheidung zur Vorfertigung von Holzbau und Nasszellen trug im Wesentlichen zu einer hohen Präzision und Ausführungsqualität bei und ermöglichten den zügigen Bauablauf.

Alle neuen Gebäudeteile bestehen aus vorgefertigten Wand- und Dachelementen in Holztafelbauweise, die Decken aus großformatigen Massivholzelementen. 

Auch kamen vorgefertigte Badzellen zum Einsatz. Diese Raummodule wurden komplett im Werk vorgefertigt, gefliest und ausgestattet, und so auf die Ostseeinsel transportiert.

Die im norddeutschen Raum übliche Klinkerbauweise, die auch im Bestandsgebäude bereits vorkommt, haben wir aufgegriffen, indem wir Klinkerwände als Windschutz vor einige Laubengänge gestellt haben. So erzeugen wir auch hier optisch eine Verbindung zu den Häusern in direkter Nachbarschaft.

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Ergebnis

Die Wohngebäude konnten schon nach acht Monaten Bauzeit bezogen werden: Die vorgefertigten Elemente in Holzmodulbau ermöglichen diese schnelle, bezugsfertige Errichtung.

Die Zusammenfügung der Gebäude und die Nutzung der Freiflächen in Verbindung mit den Laubengängen erzeugt eine geschützte Atmosphäre, schafft aber gleichzeitig Raum für Begegnung und Austausch der Bewohner.

Lesen Sie hier den Pressebericht der Lübecker Nachrichten zum Projekt

Danke an Jo.Studio für die Zurverfügungstellung einiger Fotografien.

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Ausgangspunkt

Auf einem Grundstück mit einem schon länger stillgelegten Gebäude wird der Neubau eines Gesundheitszentrums für vorrangig blinde und sehbehinderte Menschen mit Tagesklinik erbaut. Das bestehende Gebäude wird abgerissen und schafft somit Platz für den Neubau.

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Bauabschnitt 1

Umgesetzt wird ein viergeschossiger Neubau, bei dem auf drei Etagen die neuen Wohngruppen für vorrangig blinde und sehbehinderte Menschen des RBV untergebracht werden.

Das Gebäude wird vollständig unterkellert. Hinsichtlich der Flächen werden die, in NRW geltenden, GEPA – Vorschriften sowie die des Landschaftsverbandes Rheinland erfüllt. Sämtliche Räume werden rollstuhlgerecht und barrierefrei ausgebildet. Darüber hinaus werden die Etagen für das besondere Klientel blindenspezifisch ausgestattet. Hierzu gehören vor allem die Beleuchtung, Orientierungshilfen an Wänden und in den Fußböden, taktile und kontrastreiche Bedienungselemente, Orientierung durch akustische Reize, Treppenhausabsturzsicherungen sowie Fingerklemmschutz.

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Bauabschnitt 2

In einem weiteren Gebäudeteil werden ebenfalls vier Etagen errichtet, die unmittelbar an das Blindenheim anschließen. Auch hier wird das Gebäude unterkellert.

Hier bezieht eine tagestherapeutische Einrichtung und stationäre Nachsorge für Menschen mit gerontopsychatrischen Erkrankungsmerkmalen die neuen Räumlichkeiten. Für die Patienten sind Trainings-, Aufenthalts-, Ruhe- und Gruppenräume gebaut worden.

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Konzeption Architektur

Die städtebauliche Relevanz des Gebäudes an einer wichtigen Stelle in Düren wurde von Anfang an sehr ernst genommen.

Bauabschnitt 1 und Bauabschnitt 2 nehmen den Verlauf des Eckgrundstücks auf und bilden diesen in der Gebäudestruktur wieder ab. Die moderne Architektur mit ihren großen, teils gebogenen Verglasungen, wird der exponierten Lage des Grundstücks gerecht. Die Fassade bildet eine Mischung aus Putz- und Klinkerflächen.

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Außenanlagen

Im Garten wird ein Sinnesgarten umgesetzt. Hier können die fünf Sinne des Menschen (Hören, Riechen, Schmecken, Sehen und Tasten) wunderbar ausprobiert und erlebt werden. Es gibt einen behindertengerechten Rundlauf entlang der verschieden gestalteten Zonen.

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Ausgangspunkt

Gewünscht ist ein Einfamilienhaus mit Garage und einer Einliegerwohnung.

Das Grundstück mit Hanglage bietet bei entsprechender Bebauung einen außergewöhnlichen Blick über die umliegende Natur.

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Konzeption

Der Wohn- und Kochbereich ist offen und in direkter Verbindung zueinander angelegt. Durch zwei große Gauben im Dachgeschoss entstehen entsprechend geräumige Schlafräume.

Die zum Teil hölzerne Inneneinrichtung (Parkett, Deckenbalken, Treppe) spiegelt sich in der Schalung der Außenfassade und dem Terrassenbelag wider. Großflächige, bodentiefe Verglasungen verbinden Natur und Wohnzimmer und bieten einen unverbaubaren Blick ins Grüne.

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Ausgangslage

Nach dem Abbruch des evangelischen Gemeindehauses hatte die Stadt Altensteig das 1.400 qm große Gelände in der Rosenstraße von der Kirche erworben und einen Wettbewerb über mögliche bauliche Nutzungen und deren architektonische Umsetzung ausgeschrieben.

Nach dem Abbruch des evangelischen Gemeindehauses hatte die Stadt Altensteig das 1.400 qm große Gelände in der Rosenstraße von der Kirche erworben und einen Wettbewerb über mögliche bauliche Nutzungen und deren architektonische Umsetzung ausgeschrieben. Eine besondere Chance stellte die Möglichkeit dar, das historische Gasthaus „zur Rose“ in die Neugestaltung mit einzubeziehen. Die Eigentümer erklärten sich bereit, das alte Gebäude abzureißen und den Neubau im Rahmen einer gemeinsamen Platzgestaltung vorzunehmen. Aus dem Wettbewerb ging das Konzept von buerohauser als Sieger hervor.

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Konzept

Geplant sind drei giebelständige Baukörper: ein Wohngebäude mit Gewerbe im Erdgeschoss an der Ecke Bädergässchen / Rosenstraße sowie im rückwärtigen Bereich zwei mehrgeschossige Wohngebäude, die durch unterschiedlich angelegten Größen der Grundrisse eine mehrgenerationale Nutzung zulassen.

Insgesamt entstehen somit 23 Wohnungen und eine Gewerbeeinheit, die alle barrierefrei erreichbar sind. Unter dem Wohngebäude liegt eine Tiefgarage, welche stadträumlich günstig, an der abgewandten Seite, neben der „Rose“ erschlossen wird. Es ist ein nachhaltiges Energiekonzept für die Gesamtanlage unter Nutzung des städtischen Nahwärmeanschlusses vorgesehen.
Der Bau beginnt im Mai 2019 und wird im Herbst 2021 fertiggestellt.

Die Baukörper selbst fügen sich in ihrer Dachform und Stellung sowie der Massstäblichkeit in die umgebende Bebauung der Altstadt ein und schaffen einen harmonischen Einbezug der Stützmauer in das Altensteiger Stadtbild.
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Städtebauliche Aspekte

Zwischen den Gebäuden spannt sich ein kleiner geschützter Innenhof auf. Zum Fluss hin plant die Stadt eine Aufweitung des Rosenplatzes mit Abtreppung zum Flussufer. Die angegliederten öffentlichen Nutzungen der „Rose“, des Wohn- und Gewerbehauses sowie die Volksbank beleben den neu entstehenden Rosenplatz und verleihen der Stadtmitte von Altensteig ein neues Gesicht.

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Stärkung Dorfplatz als Ortsmitte

Zentrales Anliegen des Entwurfs ist die bestehende Ortsmitte über Integration neuer Nutzungen und Aufwertung vorhandener Freiräume zu stärken. Der bestehende Museumsplatz sowie die angrenzende Festwiese werden unter Ergänzung eines Mehrgenerationenspielplatzes als Platzfolge von Aktionsfläche, multifunktionaler Festwiese und Museumsplatz gestärkt und differenziert gestaltet. Die Angliederung eines Cafés bildet einen weiteren wichtigen Anziehungspunkt. So wird der neue Dorfplatz klar als belebte Ortsmitte erlebbar. Eine über Sitztreppen offene Anbindung des Platzes an die Waldach, findet in dem, dem Naturraum folgenden Weg seine Fortsetzung.

Schließung Straßenraum, halböffentliche Nutzungen

Der aufgebrochene Straßenraum der Bösinger Straße wird unter Schaffung von differenzierten Aufweitungen und Rücksprüngen geschlossen. Hier verdichten zentrale halböffentliche Nutzungen, wie eine selbstbestimmte Senioren WG57+ mit Gemeinschaftseinrichtungen sowie im Bereich des Gewerbehofs unterschiedliche gewerbliche Nutzungen mit darüber liegenden Geschosswohnungen auf ortstypische Weise den Straßenraum und bieten Schutz für die dahinterliegende offene Bebauungsstruktur. Rücksprünge und Aufweitungen schaffen den Nutzungen angemessene stadträumliche Vorplatzsituationen. Das im Erdgeschoss der WG57+ gelegene Café mit Mittagstisch und öffentlicher Toilette bildet in seiner zentralen Lage eine weitere wichtige Stärkung des neuen Dorfplatzes.


Unsere Ziele zur Stärkung des ländlichen Raums:


• Altes und Neues verbinden
• Attraktivität der Dörfer weiter entwickeln
• Modernes Wohnen schaffen

buerohauser_Wettbewerb-Beihingen_Modellbild
Modell, Lageplan und Zeichnung halten die Nähe zum Flußlauf fest.
buerohauser_Wettbewerb-Beihingen_01_Plan
buerohauser_Wettbewerb

Clusterwohnen

Im rückwärtigen zur Waldach gelegenen Bereich entwickelt sich eine offene, kleinteilige Bebauungsstruktur, die in verdichteter Bauweise neue stadträumliche, wirtschaftliche und nachbarschaftliche Qualitäten schafft. Freistehende Einzelhäuser gruppieren sich in zweier und dreier Gruppen um einen als erweitertes grünes Zimmer dienenden Wohnhof. Der Wohnhof bietet so die Möglichkeit nachbarschaftlichen Lebens und dient als erweiterte Terrasse der einzelnen Häuser. Die offene, kleinteilige Bebauungsstruktur ermöglicht ein Hindurchfließen des Grünraums der Flussauen zwischen den Clusterhäusern. Grünstiche sowie vielfältige Blickbeziehungen zur Waldach unterstützen die Einbettung der Gebäude in den Grünraum.

buerohauser_Wettbewerb-Beihingen_03_Plan2

Grünraum Waldach

Das Flussbett der Waldach wird entlang des neu entstehenden Quartiers renaturiert und aufgeweitet. Sitz- und Sportgelegenheiten sowie naturnahe begehbare Elemente machen hier den breiten Flusslauf erfahrbar. Grüne Durchstiche binden das Quartier und die umliegenden Nachbarschaften unmittelbar an die Waldach an.

Gestaltung

Eine durchgängige II – II+DG geschossige Bebauung mit steil geneigtem Satteldach greift in Ihrer Größe und Ausdruck die Maßstäblichkeit und den Charakter der von ländlichen Strukturen geprägten Umgebung auf und führt diese fort.

Energiekonzept

Ein Quartiers-Energiekonzept führt den Nachhaltigen Charakter des Wohnparks fort. PV Elemente werden in zentrale Energiespeicher gespeist und an ein E-Carsharing Pool und eine E-Tanksäule weitergegeben. Das Zentrale im Gewerbehof integrierte Blockheizkraftwerk bietet Nahwärme für die einzelnen Gebäude.

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Umsetzung

Der Neubau ordnet sich dem bestehenden Fachwerkgebäude entsprechend unter, bildet gleichzeitig aber einen modernen Kontrast zum genannten Bestandsgebäude. Der kurze Dachvorsprung ermöglicht einen guten Lichteinfall in das Wohnhaus und den anschließenden Garten.
Alt- und Neubau sind durch ein gläsernes Zwischengelenkt miteinander verbunden, welches gleichzeitig einen zentralen Treffpunkt für alle Bewohner*innen darstellt.

Die Kupferverkleidung am Zwischenbau wurde dem Fachwerkgebäude entsprechend angepasst. Das Obergeschoss des Neubaus wurde in der Holzmodulbauweise ausgeführt, während das untere Geschoss überwiegend aus Stahlbeton erstellt wurde.

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