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Bauherr

Gemeinde Egenhausen

Status

In Planung

Größe (BGF)

2.420 m²

Leistungen

Architektur, Innenarchitektur

Bauweise

Massiv

Ort

Egenhausen, Baden-Württemberg

Visualisierungen

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    Ausgangslage & Aufgabe

    Die umfassende Modernisierung und Erweiterung der Grundschule Egenhausen zielt darauf ab, den bestehenden Schulstandort in einen zukunftsorientierten Lernort zu verwandeln, der modernen pädagogischen Anforderungen und energetischen Standards gerecht wird. Im Zentrum der Aufgabe steht die Sanierung des Bestandsgebäudes sowie dessen funktionale Ergänzung durch einen Neubau, der Raum für eine Mensa, einen Mehrzweckbereich, das Foyer sowie den Ganztagsbereich schafft. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei der behutsame Umgang mit der vorhandenen Substanz.

    Konzept & Umsetzung

    Die architektonische Vision sieht die Wandlung zu einem „sich öffnenden Schulort“ vor, dessen Herzstück der einladende Anbau zum Pausenhof bildet. Der moderne, kubische Anbau schließt mit seiner hellen Putzfassade farblich an den Bestand an, während markante Fensterrahmen und konstruktive Elemente in Salbeigrün zeitgemäße Akzente setzen und der Schule eine klare Identität verleihen. Ein weit auskragendes Vordach markiert den neuen Haupteingang und dient gleichzeitig als geschützter Pausenbereich.

    Grundschule Egenhausen Eingangsbereich
    Der Eingangsbereich mit Vordach als Raum für Begegnungen

    Diese Offenheit setzt sich im Inneren fort: Großzügige Fensterfronten schaffen Transparenz zwischen Innen- und Außenraum, während die Mensa und der Mehrzweckraum als multifunktionale Begegnungsorte fungieren. In enger Abstimmung mit der Schulleitung wird die Gestaltung von Einbaumöbeln und die Auswahl der Schulmöbel für moderne Lernformen vorgenommen. Durch das Zusammenwirken von Architektur und Innenarchitektur aus einer Hand entsteht ein konsistentes Gesamtbild, in dem selbst die Flurbereiche durch maßgefertigte Lernmöbel zu aktiven Aufenthaltszonen aufgewertet werden.

    Unsere planerische Expertise ist insbesondere in der nahtlosen Verzahnung der Bestandsstruktur mit dem Erweiterungsbau gefordert. So wird die vorhandene Substanz technisch auf das Niveau des Neubaus gehoben – von der Integration moderner Sicherheitsstandards wie einer verkabelten Brandmeldeanlage bis hin zur energetischen Dämmung der Fassade. Während die Grundstruktur des Daches erhalten bleibt, wird der gesamte Innenausbau inklusive der Estriche und Oberflächen angeglichen, um ein durchgängiges, harmonisches Raumgefüge zu schaffen.

    Abgerundet wird das Konzept durch ein nachhaltiges Energiesystem: Über eine Geothermie-Anlage mit Sole-Wasser-Wärmepumpe sowie eine eigene Photovoltaikanlage wird die Schule künftig klimafreundlich versorgt und erfüllt mit dem KfW55-Standard alle Anforderungen an einen zukunftssicheren Schulstandort.

    Barrierefreiheit & Flexibilität

    Besonderes Augenmerk liegt auf der Flexibilität und Barrierefreiheit, um den Schulort langfristig attraktiv und für alle zugänglich zu gestalten. Der modular konzipierte Ganztagsbereich im Obergeschoss des Anbaus lässt sich künftig bei Bedarf flexibel in separate Klassen- oder Gruppenräume unterteilen, was eine flexible Reaktion auf schwankende Schülerzahlen ermöglicht. Das gesamte Gebäude wird schwellenfrei gemäß DIN 18040-1 erschlossen, inklusive entsprechender Sanitäranlagen für externe Veranstaltungen.

    Auch der Außenraum wird als integraler Bestandteil des sozialen Gefüges begriffen: Integrierte Sitzstufen im Eingangsbereich und kreisförmige Elemente um den alten Baumbestand laden zum Verweilen ein und machen den neuen Schulhof zu einem multifunktionalen Ort der Begegnung.