
Moderner Pflege-Neubau: Das Haus Rossberg
Zweckverband Pflegeheim Haus Wartenberg
In Planung
5.654 m²
Architektur
Massivbau
Geisingen, Baden-Württemberg
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Ausgangslage
Haus Wartenberg ist eine Pflegeeinrichtung in Geisingen, die in den 1950er Jahren als eines der ersten modernen Altersheime in Deutschland in Betrieb genommen wurde und sich heute aus mehreren Häusern zusammensetzt. Um den stark wachsenden Bedarf an spezialisiertem Wohnraum für pflegebedürftige Menschen decken zu können, wird eine Erweiterung benötigt. Die veraltete Substanz eines bestehenden Wohnheims auf dem Areal kann den modernen baulichen und pflegerischen Anforderungen räumlich nicht mehr gerecht werden, weshalb ein Ersatzneubau erforderlich wird.
Für insgesamt 90 Bewohner:innen in sechs Wohngruppen gilt es, eine gleichermaßen offene wie sichere Lebensumgebung zu schaffen. Die Vision ist es, einen Ort zu schaffen, der Menschen trotz körperlicher oder geistiger Beeinträchtigungen bis ins hohe Alter höchste Lebensqualität bietet und so ein würdevolles Altern in Gemeinschaft ermöglicht.
Konzept & Umsetzung
Der Neubau Haus Rossberg beantwortet diese Anforderung mit einem klaren, 3-geschossigen Baukörper, der durch einen teilunterkellerten Verbindungsgang an die bestehende Struktur angebunden wird. Im Mittelpunkt steht die Schaffung einer beschützenden und gleichzeitig offenen Lebensumgebung, die maximale Barrierefreiheit mit hoher Aufenthaltsqualität verbindet. Die 90 Bewohnerplätze werden mit Einzelzimmern inklusive eigener Nasszellen ausgestattet.
Herzstück des Konzepts ist der geschützte Innenhof mit Demenzgarten und Rundlauf, der den Bewohnenden Sicherheit und Orientierung bietet. Großzügige Aufenthaltsbereiche mit direktem Sichtbezug nach draußen – etwa durch gemütliche Fenstersitzbänke – laden zum Verweilen ein. Der Multiraum im 1. Obergeschoss dient als flexibler Begegnungsort und verbindet durch seine zentrale Lage alle Wohngruppen.

Die Architektur setzt auf klare Formen und harmonische Kontraste: Eine schlichte Putzfassade trifft auf edle, vertikale Holzschalungen im Eingangsbereich und am Multiraum. Bodentiefe Fenster öffnen den Blick in den begrünten Innenhof und holen so den Außenbereich nach innen. Im Inneren sorgen Akustikdecken aus Holzwolle-Leichtbauplatten für eine ruhige Klangkulisse, während hochwertiges Holzparkett und sichtbares Holz bei den Fenstern der Aufenthaltsbereiche Wärme ausstrahlen.
Nutzerzentrierung und Nachhaltigkeit
Sozialer Nachhaltigkeit dient die klare Organisation der Wohngruppen, die Gemeinschaft und Inklusion fördert und gleichzeitig individuelle Rückzugsräume ermöglicht. Von den 90 barrierefreien Zimmern sind 24 explizit rollstuhlgerecht ausgeführt.
Der Neubau entspricht dem GEG-Standard für Neubauten, nutzt eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und setzt auf ökologische Materialien wie Bioböden aus nachhaltigem Polyurethan. Das Flachdach mit Gefälledämmung, Bekiesung und Begrünung stärkt die ökologische Bilanz. Zukunftssichernd ist zudem die intelligente Gebäudesteuerung per KNX-System.

