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Bauherr

Stadt Leonberg

Status

In Planung

Größe (BGF)

ca. 1.400 m² BGF

Leistungen

Architektur, Tragwerksplanung

Bauweise

Holzständerbauweise

Ausgangslage

Die Stadt Leonberg plant einen Ersatzneubau für die Freiwillige Feuerwehr im Ortsteil Warmbronn, da der bestehende Standort funktionale Defizite aufweist und nicht mehr den aktuellen Standards entspricht.

Das Projekt mit einer Bruttogrundfläche von ca. 1.400 m² entsteht in einer anspruchsvollen Lage im Außenbereich ohne vorliegenden Bebauungsplan, östlich der bestehenden Wache. Eine besondere Herausforderung ist die Sensibilität des Ortes: Das Baugrundstück grenzt an ein geschütztes Biotop (Feuchtwiese), das durch die Baumaßnahmen nicht beeinträchtigt werden darf.

Feuerwehr Leonberg-Warmbronn Lageplan
Lageplan

Konzept

Der Neubau wird auf einer Freifläche neben dem Bestandsgebäude errichtet, wobei die Planung dahingehend optimiert ist, dass der uneingeschränkte fortlaufende Betrieb der bestehenden Wache während der gesamten Bauzeit gewährleistet ist. Erst nach Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrhauses erfolgt der Rückbau des Altbestands sowie die Renaturierung der freiwerdenden Flächen.

Der Standort Warmbronn wird künftig eine wichtige Rolle für die Gesamtwehr der Stadt Leonberg spielen. Das Raumprogramm umfasst neben der Fahrzeughalle, einer Übungstreppe und einem Schulungsraum auch ein Katastrophenschutzlager. Besonderer Wert wurde auf optimierte interne Abläufe gelegt, etwa durch einen Alarmeingang mit angeschlossener Schleuse und flexibel gestaltbare Umkleidebereiche.

Feuerwehr Leonberg-Warmbronn
Ansicht

Nachhaltigkeit & Architektur

Das Gebäude wird als kompakter Baukörper in Holzständerbauweise realisiert, wobei eine klare thermische Trennung zwischen Fahrzeughalle und dem Sozialtrakt (Warmbereich) besteht. Die zeitlose, reduzierte Architektur setzt mit ihrer Holzfassade ein bewusstes Zeichen für nachhaltiges Bauen bei Zweckbauten.

Auch im Innenraum bleibt das Material Holz an vielen Stellen sichtbar. Das Energiekonzept umfasst ein Retentionsdach mit PV-Anlage sowie ein Retentionsbecken in den Außenanlagen. Damit verbindet der Entwurf moderne Funktionalität mit ökologischer Verantwortung.

Die Nutzenden im Blick

Die Architektur hat die Bedürfnisse der Nutzenden im Fokus und die Optimierung interner Abläufe zum Ziel. Der Alarmeingang ist mit einer Schleuse versehen, so dass die Einsatzkräfte nach Ankunft direkt durch die Schleuse in die Umkleidebereiche geleitet werden. Die Umkleiden sind flexibel gestaltet und können künftig je nach Bedarf neu aufgeteilt werden. Der Schulungsraum, der auch größere Veranstaltungen beherbergen kann, gibt den Blick auf die Fahrzeughalle frei und verfügt über eine großzügige, helle Loggia nach Südwesten.

buerohauser ist für Architektur und Tragwerksplanung verantwortlich.