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Bauherr

Stadt Nagold

Status

Im Bau

Größe (BGF)

1.000 m²

Leistungen

Architektur

Bauweise

Holzbau

Ort

Nagold-Vollmaringen, Baden-Württemberg

Visualisierungen

mojoimages

Ausgangslage

In Nagold-Vollmaringen soll ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Feuerwehrhaus entstehen, das den zeitgemäßen Anforderungen der Feuerwehr gerecht wird. Das Baugrundstück weist dabei einige Besonderheiten auf: Auf dem Baugelände befindet sich eine schützenswerte Streuobstwiese (Biotop), zudem ist eine Regenwasser-Retention notwendig. Beide Faktoren setzen der Planung gewisse räumliche Grenzen. Zudem liegt die tragfähige Schicht sehr tief.

Konzept & Umsetzung

Zentrales Ziel des Entwurfs ist die Schaffung eines optimalen Gebäudes, das die Bedürfnisse der Feuerwehr mit wirtschaftlichen und ökologischen Anforderungen vereint. Um der Herausforderung des Baugrundes zu begegnen, wird eine Brunnengründung umgesetzt, die eine sichere Lastabtragung in die tief liegenden, tragfähigen Bodenschichten gewährleistet und so die notwendige Stabilität für das Gebäude schafft.

Aufgrund des begrenzten Platzes wird von einer ursprünglich eingeschossigen auf eine zweigeschossige Bauweise umgeplant. Durch diese zweigeschossige Lösung wird der Bauplatz ideal genutzt, um das Raumprogramm auf der verfügbaren Fläche zu realisieren. Optisch besticht das Gebäude durch eine vertikale Holzschalung in warmen Grautönen, die mit markanten, grauroten Fassadenelementen im Erdgeschoss kontrastiert. Ein architektonisches wie funktionales Highlight ist der zentral platzierte Übungsturm aus rotem Stahl-Gitterwerk bzw. Streckmetall: Er bietet optimale Bedingungen für Abseilübungen auf drei Geschossen und fungiert gleichzeitig als zweiter Fluchtweg.

Feuerwehrgerätehaus Vollmaringen, Garage

Besonderen Wert legt der Entwurf auch auf Gemeinschaft und Funktionalität: Ortsspezifische Bedarfe wurden dabei unter Einbindung der Nutzenden in Leistungsphase 0 abgeklärt, die dann in der Planung berücksichtigt werden konnten. Gelegenheiten zu Austausch und Begegnung schaffen unter anderem ein großzügiger Schulungsraum mit Küche sowie ein zuschaltbarer Besprechungsraum im Obergeschoss.

Vier großzügige, verglaste Hallentore an der Fahrzeughalle ermöglichen schnelle Ausfahrten und machen die Arbeit der Feuerwehr nach außen hin sichtbar. Großflächige, holzgerahmte Fensterfronten im Obergeschoss gewähren zudem Einblicke in die hellen Aufenthaltsräume und unterstreichen den offenen Charakter des Hauses.

Für die Zukunft gut aufgestellt

Nachhaltigkeit und Zukunftssicherheit prägen den Neubau konsequent. Das Gebäude wird in Holzbauweise (Holzständerwände, Holzbalkendecken) auf einem schützenden Betonsockel realisiert. Diese Materialstrategie setzt sich auch im Innenraum durch sichtbare Holzbekleidungen fort und sorgt für eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

Die Energieversorgung erfolgt über Nahwärme aus der benachbarten Gemeindehalle, zudem ist das Dach für eine PV-Anlage vorbereitet. Ein weiterer Aspekt der Zukunftssicherheit: Die Fahrzeughalle wurde mit 12,5 m Länge so dimensioniert, dass auch künftige Fahrzeugtypen problemlos aufgenommen werden können. Auf dem Vorplatz kombinieren sich funktionale Pflasterflächen mit ökologisch wertvollen Rasengittersteinen, die den Übergang zur angrenzenden Landschaft und der geschützten Streuobstwiese fließend gestalten.