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Ausgangslage

Ziel des Projekts ist die Erweiterung des Betreuungsangebots am Standort Sinzheim: Das bestehende Kinderhaus, ein Satteldachgebäude, soll um einen Neubau für vier weitere Gruppen ergänzt werden, um insgesamt Platz für zwölf Gruppen an einem Standort zu schaffen. Eine städtebauliche Besonderheit ist die Integration von Stellplätzen: Ursprünglich auf dem Dach geplant, konnte buerohauser im Planungsprozess die Realisierung einer Tiefgarage anregen, die künftig als Quartiersgarage dient.

Konzept & Umsetzung

Der Entwurf nimmt die Architektur des Bestands auf und interpretiert sie neu: Es entsteht eine rhythmische Abfolge von giebelständigen Satteldachhäusern, die sich harmonisch in die Umgebung einfügen. Der Baukörper besticht durch seine schlichte Formgebung, wobei die vorvergraute Holzfassade durch unterschiedlich breite Schalungen lebendig gegliedert wird.

Die Konstruktion ist als Hybridbau angelegt: Das Untergeschoss, das die Quartiersgarage beherbergt, ist massiv ausgeführt. Darauf setzen die Kita-Ebenen in nachhaltiger Holzständerbauweise auf. Eine technische Herausforderung war die thermische Trennung der Tiefgarage, die nun gedämmt ausgeführt wird, um bauphysikalische Konflikte mit dem darüberliegenden warmen Holzbau zu vermeiden. Ein sichtbares Highlight im Inneren ist der Fahrstuhlschacht in massiver Massivholzbauweise (CLT).

Innenraum & Wohlbefinden

Die enge Zusammenarbeit von Architektur und Innenarchitektur schafft Räume mit hoher Aufenthaltsqualität. Großflächige Holz-Alu-Fenster und Gartentüren sorgen für viel Tageslicht und verbinden die Gruppenräume mit dem Außenbereich. Die vorgelagerten Fluchtbalkone fungieren dabei nicht nur als Rettungsweg über zwei Außentreppen, sondern bieten auch konstruktiven Sonnenschutz und überdachte Austritte.

Besonderer Wert wurde auf die Akustik gelegt, um Kindern und Erzieher:innen eine gesündere Umgebung zu bieten. Im Foyer kommen Lignatur-Decken zum Einsatz, im Speiseraum Lignotrend-Elemente, ergänzt durch weitere Akustikmaßnahmen in den Gruppenräumen. Die Grundrisse sind zukunftsfähig und flexibel gestaltet, sodass die Räume geschossweise übereinander liegen und sowohl für U3- als auch für Ü3-Gruppen genutzt werden können.

Nachhaltigkeit

Das Gebäude setzt überwiegend auf ökologische und gesunde Materialien. Statt OSB-Platten wurden emissionsarme ESB-Platten verbaut und der diffusionsoffene Wandaufbau mit Holzfaserdämmung garantiert einen optimalen Wärmeschutz im Sommer. Die Energieversorgung erfolgt über eine Luft-Wärme-Pumpe, unterstützt durch eine PV-Anlage auf der südlichen Dachhälfte.

Ressourcenschonung zeigt sich auch im Detail: Eine Zisterne ermöglicht die Nutzung von Regenwasser für die WC-Spülung. Das Fällen einiger weniger Bäume ließ sich im Prozess nicht vermeiden. Das Holz dieser Bäume wird nun in den Bauprozess integriert und zu Möbeln für den Kita-Außenbereich verarbeitet.

Zuletzt hat auch die Verlegung der Stellflächen von der Dachfläche in die Tiefgarage mehrere positive Effekte: Die Tiefgarage ermöglicht eine flexible Grundrissgestaltung des Gebäudes darüber, was die Anpassungsfähigkeit über Generationen hinweg verbessert. Sie minimiert die zusätzliche Flächenversiegelung im Quartier im Vergleich zu ebenerdigen Stellplätzen, und darüber hinaus werden Emissionen von den sensiblen Spielbereichen der Kita ferngehalten.

Ausgangslage

Die Stadt Leonberg plant einen Ersatzneubau für die Freiwillige Feuerwehr im Ortsteil Warmbronn, da der bestehende Standort funktionale Defizite aufweist und nicht mehr den aktuellen Standards entspricht.

Das Projekt mit einer Bruttogrundfläche von ca. 1.400 m² entsteht in einer anspruchsvollen Lage im Außenbereich ohne vorliegenden Bebauungsplan, östlich der bestehenden Wache. Eine besondere Herausforderung ist die Sensibilität des Ortes: Das Baugrundstück grenzt an ein geschütztes Biotop (Feuchtwiese), das durch die Baumaßnahmen nicht beeinträchtigt werden darf.

Feuerwehr Leonberg-Warmbronn Lageplan
Lageplan

Konzept

Der Neubau wird auf einer Freifläche neben dem Bestandsgebäude errichtet, wobei die Planung dahingehend optimiert ist, dass der uneingeschränkte fortlaufende Betrieb der bestehenden Wache während der gesamten Bauzeit gewährleistet ist. Erst nach Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrhauses erfolgt der Rückbau des Altbestands sowie die Renaturierung der freiwerdenden Flächen.

Der Standort Warmbronn wird künftig eine wichtige Rolle für die Gesamtwehr der Stadt Leonberg spielen. Das Raumprogramm umfasst neben der Fahrzeughalle, einer Übungstreppe und einem Schulungsraum auch ein Katastrophenschutzlager. Besonderer Wert wurde auf optimierte interne Abläufe gelegt, etwa durch einen Alarmeingang mit angeschlossener Schleuse und flexibel gestaltbare Umkleidebereiche.

Feuerwehr Leonberg-Warmbronn
Ansicht

Nachhaltigkeit & Architektur

Das Gebäude wird als kompakter Baukörper in Holzständerbauweise realisiert, wobei eine klare thermische Trennung zwischen Fahrzeughalle und dem Sozialtrakt (Warmbereich) besteht. Die zeitlose, reduzierte Architektur setzt mit ihrer Holzfassade ein bewusstes Zeichen für nachhaltiges Bauen bei Zweckbauten.

Auch im Innenraum bleibt das Material Holz an vielen Stellen sichtbar. Das Energiekonzept umfasst ein Retentionsdach mit PV-Anlage sowie ein Retentionsbecken in den Außenanlagen. Damit verbindet der Entwurf moderne Funktionalität mit ökologischer Verantwortung.

Die Nutzenden im Blick

Die Architektur hat die Bedürfnisse der Nutzenden im Fokus und die Optimierung interner Abläufe zum Ziel. Der Alarmeingang ist mit einer Schleuse versehen, so dass die Einsatzkräfte nach Ankunft direkt durch die Schleuse in die Umkleidebereiche geleitet werden. Die Umkleiden sind flexibel gestaltet und können künftig je nach Bedarf neu aufgeteilt werden. Der Schulungsraum, der auch größere Veranstaltungen beherbergen kann, gibt den Blick auf die Fahrzeughalle frei und verfügt über eine großzügige, helle Loggia nach Südwesten.

buerohauser ist für Architektur und Tragwerksplanung verantwortlich.

Update: Anfang Dezember wurde Richtfest in Bengelbruck gefeiert, wo der Pavillon in Form einer Lagerhalle für die örtliche Abfallwirtschaft ein zweites Leben bekommt.

Ausgangslage

Für die Gartenschau „Tal X“ 2025 beauftragte der Landkreis Freudenstadt den Entwurf eines Ausstellungspavillons mit einer besonderen Anforderung: Das Gebäude sollte nach Veranstaltungsende nicht zurückgebaut, sondern dauerhaft als Fahrzeughalle für den Abfallwirtschaftsbetrieb weitergenutzt werden. Die Vision war also nicht, einen temporären Bau zu schaffen, der Abfall produziert, sondern eine Fahrzeughalle so vorausschauend zu planen, dass eine hochwertige Zwischennutzung als Pavillon möglich wird. Es entstand ein echtes Bauwerk mit doppeltem Zweck – geplant mit klarem Fokus auf Effizienz und Nachhaltigkeit.

Konzept & Umsetzung

Die zentrale Herausforderung bestand darin, zwei grundlegend unterschiedliche Nutzungen – einen repräsentativen Ausstellungsraum und eine robuste Fahrzeughalle – in einer einzigen, klaren Struktur zu vereinen. Beide Nutzungsarten hatten in sich sehr spezifische Anforderungen: So sollte zum Beispiel im Pavillon ein separater Bereich für eine immersive Videoinstallation geschaffen werden. Die architektonische Antwort ist eine bewusst einfach gehaltene und nachhaltige Holzkonstruktion, deren Form und Materialität beiden Szenarien gerecht wird.

Das Gebäude basiert auf einem modularen Holztragwerk mit ästhetisch sichtbaren Fachwerkträgern. Die Fassade aus konisch gesetzten Lärchenleisten verleiht dem Baukörper eine natürliche, authentische Textur, während im Innenraum robuste OSB-Platten eine kostengünstige und zugleich ehrliche Gestaltung von Wänden, Böden und Decken ermöglichen. Dank des hohen Vorfertigungsgrades konnte eine extrem kurze Bauzeit von nur zwei Monaten realisiert werden.

Nachhaltigkeit & Wirtschaftlichkeit

Das Projekt führt die Themen Ressourcenschonung und Gestaltungsqualität konsequent zusammen. Die Konstruktion ist komplett demontierbar, und auf Metall wurde zugunsten von unbehandeltem, heimischem Holz weitgehend verzichtet. Die hinterlüftete Fassade aus senkrecht angeordneter Lärche schützt die Konstruktion zuverlässig und unterstreicht den ökologischen Anspruch.

Die enge, lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen Architektur und Tragwerksplanung, aber auch der enge Austausch mit der Bauherrschaft und der ausführenden Zimmerei waren entscheidend, um die gegensätzlichen Nutzungsanforderungen gestalterisch und wirtschaftlich zu verbinden. So entstand ein durchdachter Holzbau, der bereit für seine zwei Lebensphasen ist. Die Gartenschau Tal X läuft von Mai bis Oktober 2025. Der Ab- und Wiederaufbau des Pavillons wird im Anschluss realisiert.

Ausgangslage

Die Gemeinde Karlsbad plant einen Ersatzneubau für das bestehende Feuerwehrgerätehaus in Langensteinbach. Ziel ist es, den aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Feuerwehr gerecht zu werden, was am bisherigen Standort aufgrund funktionaler Defizite des Altbaus nicht mehr möglich war. Das neue Gebäude muss Platz für sieben Einsatzfahrzeuge (zum Teil mit Drehleiter) sowie eine Waschhalle bieten. Zudem sind über 50 Stellplätze für die Einsatzkräfte vorgesehen. Eine zentrale Anforderung ist die Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit am Standort über die gesamte Bauphase hinweg. 

Konzept

Das Grundstück, auf dem das Bestandsgebäude steht und der Neubau entstehen soll, ist eher kompakt geschnitten. Während ursprünglich mit einem Teilabbruch und einer kostenintensiven Interimslösung geplant wurde, konnte buerohauser im VgV-Verfahren eine effizientere Lösung aufzeigen: Durch die geschickte Platzierung des Neubaus auf der verbleibenden Grundstücksfläche bleibt der Altbau während der Bauzeit unangetastet. Erst nach dem Umzug der Feuerwehr erfolgt der Rückbau. 

Die architektonische Form des Entwurfs mit seinen markanten schrägen Kanten ist eine direkte Folge aus diesen Überlegungen – er greift die örtlichen Gegebenheiten und die funktionalen Anforderungen gleichermaßen auf.

Feuerwehr Karlsbad-Langensteinbach, Lageplan
Lageplan: Der Ersatzneubau nutzt die kompakte Grundstücksgröße maximal aus, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden

Das Gebäudevolumen gliedert sich in zwei unterschiedlich hohe Baukörper: Der nördliche, höhere Teil beherbergt die Fahrzeughalle und den darüberliegenden Schulungsraum, der sich optisch über den südlichen, flacheren Trakt mit den Sozialräumen und sonstigen Flächen schiebt. 

Feuerwehr Karlsbad-Langensteinbach Ansicht
Ansicht

Sämtliche Abläufe einer modernen freiwilligen Feuerwehr wurden optimiert. Kreuzungsfreie Wege für ankommende und ausrückende Fahrzeuge garantieren Sicherheit im Einsatzfall. Im Inneren ermöglichen flexible Umkleidebereiche und ein durchdachtes Schleusenkonzept die konsequente Schwarz-Weiß-Trennung zur Vermeidung von Kontaminationsverschleppung. 

Architektur & Gemeinschaft

Visuell besticht der Entwurf durch eine schlichte Fassade, die durch farbliche Akzente und gestalterische Elemente aufgelockert wird. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Aufenthaltsqualität für die Feuerwehrangehörigen: Der großzügige Schulungsraum verfügt über eine Terrasse mit weitem Blick über den Ort. Ein weiterer Außenbereich im Süden bietet Raum für Gemeinschaft, was den Freiwilligendienst attraktiver macht und das Vereinsleben stärkt. Der Feuerwehrhof dient zudem als Übungsfläche. 

Feuerwehr Karlsbad-Langensteinbach, Ansicht
Schnitt

Nachhaltigkeit

Das Gebäude ist in nachhaltiger Holzbauweise geplant, womit ein zukunftsweisendes Zeichen gesetzt wird. Die enge interne Zusammenarbeit der Disziplinen Architektur, Tragwerksplanung und der Freianlagenplanung bei buerohauser im Zusammenspiel mit den weiteren beauftragten Fachingenieuren ermöglicht eine ganzheitliche Lösung, die sowohl städtebaulich als auch funktional überzeugt.

Ausgangslage

Das denkmalgeschützte, vierstöckige Schulgebäude von 1867 soll unter Berücksichtigung der historischen Substanz generalsaniert und für die weitere Nutzung als Städtische Musikschule ertüchtigt sowie barrierefrei erschlossen werden.

Die Außenfassade im Erdgeschoss besteht aus Buntsandstein, die darüberliegenden Stockwerke sind mit einer kleinformatigen Schindelfassade versehen. Die Sprossenfenster haben eine Frieseinfassung und Holzklappläden. Die Dachform ist als Walmdach ausgeführt.

Musikschule Bestand: Die Fassade
Unter Berücksichtigung der historischen Substanz wird das Gebäude behutsam generalsaniert.
Musikschule Bestand: Treppenhaus

Entwurfskonzept

Ein rückwärtiger Anbau aus den 1970er Jahren wird abgebrochen und durch einen neuen, zweiteiligen Baukörper ersetzt, der sich auf das Erdgeschoss und einen markanten Turm an der Westfassade des Baus erstreckt, der den barrierefreien Aufzug sowie den Sicherheitstreppenraum beherbergt.

Visualisierung der Musikschule Altensteig
Visualisierung der Musikschule Altensteig mit Treppenturm aus Profilbauglas: Baustart ist im Sommer 2025

Ein Kern aus Stahlbeton bildet das Foyer im Erdgeschoss sowie den Treppenraum. Der übrige Anbauteil wird in Holzständerbauweise ausgeführt. Hier sind neben dem Foyer auch WC-Anlagen, Teile der Lüftungstechnik und Lagerflächen untergebracht. Die Fassade dieses Bereichs wird mit Naturholz bekleidet, wobei die Eingangsbereiche durch Fassadenplatten akzentuiert werden. Der Anschluss an die Bestandsfassade erfolgt geschossweise. Der Treppenturm erhält eine dreiseitige Fassade aus Profilbauglas.

Die Generalsanierung im Außenbereich erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt und beinhaltet eine neue Dacheindeckung, Ausbesserungen der Schindelfassade, der Friese, der Holzklappläden, Austausch der Fenster und die Sanierung des Natursteinmauerwerks.

Im Innenbereich werden die Oberflächen ertüchtigt und zum Teil erneuert, Trockenbauwände eingebaut und zusätzliche Sanitärräumlichkeiten geschaffen. Historische Stuck- und Holzelemente werden restauriert und die Haustechnik vollständig erneuert (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro).

Das Brandschutzkonzept im Bestand wird in Verbindung mit dem neu zu errichtenden Flucht-Treppenhaus neu aufgestellt.

Baustart ist im Sommer 2025.

01

Ausgangslage

Die Gemeinde Eutingen im Gäu möchte den bestehenden Kindergarten „Fantadu“ bedarfsgemäß um- und anbauen sowie den Bestand sanieren und neu strukturieren.

Der Bedarf an mehr Raum ist da: Der Kindergarten war bisher nur für zwei Ü3-Gruppen ausgelegt. Der vorhandene Mehrzweckraum wurde bereits als dritter Gruppenraum für eine U3-Gruppe umgenutzt.

02

Konzept & Umsetzung

Ein Anbau im nördlichen Bereich erhöht die Kapazitäten des Kindergartens auf fünf reguläre Gruppen und wird so dem Bedarf von heute gerecht: Künftig finden insgesamt 95 Kinder Platz, verteilt auf zwei U3-Gruppen mit je zehn Plätzen und drei Ü3-Gruppen mit je 20 bis 25 Plätzen. Die Gruppenräume der U3-Bereiche sind dabei großzügig dimensioniert und perspektivisch für beide Altersgruppen flexibel nutzbar.

Die Gebäudestruktur des Bestands, geprägt durch kubische Elemente, wurde im Neubau aufgenommen und weitergeführt. Dabei sind die Gruppenräume bewusst hoch gehalten, da die neuen Räumlichkeiten tiefer im Gelände liegen.

Visualisierung des Kindergartens mit Erweiterung
Visualisierung des Kindergartens mit Erweiterung

Der bestehende Mehrzweckraum wurde zum Gruppenraum umgebaut und erweitert. Der Essensbereich wurde vergrößert und die Personal- und Nebenräume ebenfalls umgestaltet. Im Zuge der Renovierung wurden die bestehenden Räume und die Fassade modernisiert und dem neuen Konzept angepasst, wobei auch die Akustik nachgebessert wurde – was Kindern und Mitarbeitenden zugute kommt.

Die neuen Räumlichkeiten im Anbau umfassen neben den beiden zusätzlichen Gruppenräumen und dem Mehrzweckraum auch Nebenräume wie Schlafraum, pädagogische Küche und Personalräume.


03

Nachhaltigkeit

Das Projekt setzt auf eine nachhaltige Bauweise, indem es die vorhandene Bausubstanz aufgreift und im Neubau integriert. Die Konstruktion erfolgte in Holzständerbauweise auf einer Betonbodenplatte.

Die Fassade kombiniert Putz und Holz und wurde durch energieeffiziente Holz-Alu-Fenster ergänzt. Zur Energiegewinnung wurde auf den flach geneigten Flach- und Pultdächern eine Photovoltaikanlage installiert, die in maximaler Auslegung nicht nur den Eigenbedarf deckt, sondern auch Überschüsse ins Netz einspeist.

04

Innenarchitektur

Das Innenraumkonzept der Kita basiert auf einem offenen Prinzip, das den Kindern Freiheit und Bewegung ermöglicht.

Ein wiederkehrendes, gestalterisches Leitmotiv ist die Kreisform, die sich im Innen- und Außenbereich wiederfindet: farbige Kreise auf dem Bodenbelag der Flure und des Bewegungsraums, der „Welcome Desk“ in Raupenform sowie die runden Oberlichter und Fassadenelemente.

Der „Welcome Desk“, gestaltet in Form einer Raupe.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Raumakustik gelegt, da die Lautstärke in Kitas und Kindergärten für das Wohlbefinden maßgeblich mitentscheidend ist. Die Kita ist mit Akustikdecken ausgestattet, um die allgemeine Geräuschkulisse zu dämpfen. In stark genutzten Bereichen mit hohem Geräuschpegel wurden zusätzliche Akustikelemente eingesetzt: Im Flur akustisch wirksame Rückwände an den Garderobenelementen und in anderen Bereichen Wandabsorber.

Farbgebung

Zur besseren Orientierung wurden die Räumlichkeiten der Altersgruppen farblich differenziert: Grün für die Unter-Dreijährigen, Gelb für die Über-Dreijährigen. Die Farbcodierung Grün und Gelb für die unterschiedlichen Gruppen bietet Orientierungshilfe und taucht in strukturellen Möbelelementen wieder auf. In gemeinschaftlich genutzten Bädern wird die Farbcodierung durch ein Patchwork in Gelb und Grün fortgeführt, das sich in den pastellfarbenen Fliesen wiederfindet. Die Farben im Innenraum sind bewusst dezent gehalten, da die Kinder selbst und auch die Spielgeräte schon viel Farbe in den Raum bringen.

Grün kennzeichnet die Bereiche für Unter-Dreijährige, Gelb die für Über-Dreijährige. In gemeinsam genutzten Bereichen kommen beide Farben zum Einsatz.

Einbaumöbel

Die Einbaumöbel sind speziell für die Bedürfnisse der Kinder konzipiert und von uns individuell geplant. Die Gestaltung fördert die Eigenständigkeit der Kinder, etwa durch niedrige Regale und Garderoben, die sie selbstständig erreichen können. Weitere Möbelstücke wie Sitz- und Spielmöglichkeiten sind ebenfalls auf ihre Größe und Bedürfnisse zugeschnitten. Unter der Treppe bietet eine gemütliche Sitznische den Kindern einen zusätzlichen Rückzugsort.

Materialwahl

Die Materialwahl wurde unter ökologischen und gesundheitlichen Gesichtspunkten getroffen. Es wurden ausschließlich nachhaltige und schadstofffreie Materialien verwendet, um ein gesundes Raumklima zu gewährleisten. Der Bodenbelag besteht aus Linoleum, das verwendete Holz stammt aus FSC®-zertifizierter Herkunft. So entsteht ein Raum, der sowohl die ästhetischen als auch die ökologischen Ansprüche erfüllt und die Kinder in einer gesunden Umgebung willkommen heißt.

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05

Ausgangslage

Die Gemeindehalle wurde 1956 als massives Gebäude in einer Mischkonstruktion erstellt. Das Gebäude ist voll unterkellert und umfasst neben den Umkleide- und Sanitärräumen verschiedene Abstellräume sowie Heizung und Heizöllagerung im Untergeschoss. Die Sporthalle mit Umkleide- und Sanitärräumen sowie Vereinsräumen muss modernisiert und soll in diesem Zuge auch energetisch saniert werden. Die Dachkonstruktion wird statisch für den Einbau einer PV-Anlage geprüft. Es sollen Bereiche angebaut, umgebaut und die Barrierefreiheit hergestellt werden. Die gesamte Haustechnik (Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Elektroinstallation) ist zu erneuern. Die angegliederte bestehende Hausmeisterwohnung bleibt im Wesentlichen unverändert, erhält lediglich neue Fenster und wird entsprechend wärmegedämmt.

06

Konzept & Umsetzung

Der neue Foyer-Anbau präsentiert sich durch die großzügige Verwendung von Glasflächen als lichtdurchfluteter Empfangsbereich und zentraler Treffpunkt mit Sitzmöglichkeiten und Informationsbereichen. Das Foyer bietet nicht nur einen Ort des Ankommens, sondern ist auch in das innenarchitektonische Konzept des gesamten Gebäudes integriert. Dieser Bereich ist vollständig barrierefrei gestaltet und erleichtert den Zugang zur Halle. Im durch den entsprechenden Schriftzug markierten „Eck“ staffelt sich eine Regalstruktur mit farbigen Sitzpodesten, die für Lesungen und Vorträge genutzt werden kann. Abends erhellen polygonale Leuchtensegel den Innenraum.

Gemeindehalle Wildberg-Sulz am Eck, Foyer mit Sitzgelegenheiten
Gemeindehalle Wildberg-Sulz am Eck, Foyer mit Sitzgelegenheiten
Gemeindehalle Wildberg-Sulz am Eck, Blick aus der Halle ins Foyer

Vom Foyer aus erschließt sich direkt die Sport- und Mehrzweckhalle, die eine komplett neue Infrastruktur erhalten hat und in ein frisches Gewand gehüllt wurde. Dabei werden nicht nur die heutigen Standards für den Brandschutz erreicht, sondern auch der Raumakustik an Decke und Wand Rechnung getragen, um die Halle für vielfältige Veranstaltungen nutzen zu können. Ein neuer Sportbodenaufbau mit Fußbodenheizung sorgt für Komfort und Energieeffizienz. Des Weiteren werden Prallschutzwände installiert, um die Sicherheit der Nutzer zu gewährleisten. Die Veranstaltungstechnik wird ebenfalls erneuert, um ein breites Spektrum von Veranstaltungen zu ermöglichen.

Gemeindehalle Wildberg-Sulz am Eck, Innenraum

Der Vereinsraum, der sich an der Rückseite der Halle anschließt, wird umgestaltet und verfügt über einen eigenen Eingang und separate WC-Räume, wodurch er ideal für kleinere Veranstaltungen geeignet ist. Eine Schiebewand zwischen dem Vereinsraum und der Sporthalle ermöglicht sowohl eine gemeinsame als auch eine getrennte Nutzung. Sowohl der Vereinsraum als auch die Sporthalle haben Zugang zur neu angebauten, funktionalen Vorbereitungs- und Warmhalteküche.

Energieeffizienz

Eine der Hauptprioritäten dieses Projekts ist die Steigerung der Energieeffizienz. Die bestehende Ölheizung wird durch eine moderne Wärmepumpe mit zusätzlichem Gaskessel zur Spitzenlastabdeckung ersetzt, die in Kombination mit einer PV-Anlage die Beheizung und Warmwasser für die Halle, den Vereinsraum und die Hausmeisterwohnung gewährleistet. Zusätzlich wird eine Lüftungsanlage eingebaut, um ein gesundes Raumklima zu gewährleisten und den Anforderungen der Versammlungsstättenverordnung Genüge zu leisten. Die Planung erfolgte in enger Abstimmung mit Fachplanern, besonderes Augenmerk galt dabei der Leitungsverlegung im Untergeschoss, um dort die bisher geringe Deckenhöhe zu optimieren und so die Attraktivität dieses Bereichs zu steigern.

07

Innenraumkonzept

Unsere Innenarchitektur für die Gemeindehalle in Sulz berücksichtigt die lokale Identität. Dabei wird das Logo im Foyer interpretiert und ortstypische Elemente in das Design integriert. Ein durchdachtes Farbkonzept und die Einbindung ortstypischer Elemente ziehen sich durch das gesamte Gebäude.

Farbe & Materialität Sporthalle

Freistehende Kuben lockern den strengen Raum mit unterschiedliche Funktionen auf. Buerohauser ist für das gesamte Innenarchitekturkonzept verantwortlich und hat die Umsetzung begleitet. Die Sicherheit wurde in enger Abstimmung mit der Unfallkasse berücksichtigt, um einen ästhetisch ansprechenden und sicheren Innenraum zu schaffen.

Foyer Übersicht – Idee Stoikrädle

Die Sporthalle wurde einer umfassenden Sanierung und Umgestaltung unterzogen. Die neue Erscheinung ist hell und freundlich, die Basis ein sanftes Farbschema. Eine Prallwand aus Birke korrespondiert mit dem beige marmorierten Linoleumboden und naturbelassenen Akustikpaneelen. Details und Metallteile der neuen Einbauten wurden punktuell in erdige Rottöne getaucht.

Gemeindehalle Wildberg-Sulz am Eck, Innenraum

Die Umkleide- und Sanitärräume liegen im Untergeschoss. Hier wurden die Rottöne aus dem Erdgeschoss zitiert und in abgestufter Form angewendet: die Fliesen weisen ein sanftes Apricot auf, die Deckenkoffer hingegen wurden bewusst farbig abgesetzt. Runde Accessoires wie Spiegel und Leuchten verleihen den Räumen eine spielerische Note.

Gemeindehalle Wildberg-Sulz am Eck, WC

Das Haus mit vier Stockwerken plus Staffelgeschoss, mit Aufzug und einer barrierefreien Wohnung im Erdgeschoss ist in CLT-Bauweise errichtet. Die Zwei- bis Dreizimmerwohnungen haben sichtbare Holzdecken, was ein angenehmes Raumklima schafft. Insgesamt finden 18 Wohnungen auf über 1.000m² Wohnfläche Platz.

In den ersten vier Etagen befinden sich die geförderten Wohnungen jeweils mit Terrasse, Balkon oder Loggia und einer Fläche von je etwa 40 bis 60 Quadratmetern. Die beiden oberen Wohnungen im Penthouse-Bereich sind frei finanzierbar. Sie verfügen über je eine Dachterrasse und haben eine Gesamtfläche von fast 100 Quadratmetern. Alle Wohnungen werden mit Fernwärme über eine Fußbodenheizung beheizt. 

Die Stadt Crailsheim tritt mit dem Projekt im Baugebiet Heckenbühl im Stadtteil Roßfeld zum ersten Mal als Bauherr in gefördertem Wohnungsbau auf. Das Vergabeverfahren für den Neubau hat buerohauser 2021 gewonnen.

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08

Ausgangslage

Die Planungen sehen vor, dass auf dem ca. 3.100 m² großen Grundstück ein Pflegeheim mit 5 Wohngruppen gebaut wird. Eine dieser Wohngruppen ist speziell für demenziell veränderte Bewohner gedacht. Das Pflegeheim bietet Raum für eine angegliederte Tagespflege.

09

Grundstück

Eine Besonderheit des Grundstücks ist die räumliche Nähe zu einer Schule und einem Kindergarten. Dieser Standortvorteil soll bei der Konzeptionierung berücksichtigt werden.

Die besondere Herausforderung für buerohauser besteht bei diesem Projekt darin, die hohe geforderte Einzelzimmeranzahl unterzubringen und dabei gleichzeitig das Budget einzuhalten.
Dem Bauherrn ist wichtig, dass trotz des begrenzten Grundstücks ein helles, lichtdurchflutetes und ansprechendes Gebäude entsteht, dass einen schönen Ausblick auf die nahegelegene Burg Teck bietet.

10

Konzept

Das enge Grundstück gibt einen kompakten Baukörper bereits vor (GRZ 0,45). Wir nutzen diese Gegebenheit und resultieren mit kurzen Wegen für alle Nutzer:innen von Raum zu Raum.

Damit dem Wunsch des Bauherrn entsprechend ein helles, lichtdurchflutetes Gebäude entsteht, sehen die Planungen im Inneren des Gebäudes ein Atrium sowie einen Lichthof vor.

Moderner Neubau Pflegeheim Dettingen
Moderner Neubau Pflegeheim Dettingen
Das Atrium soll als ein Ort des Ankommens dienen. Es enthält ein helles Foyer. Durch besondere Leuchten werden schöne Akzente gesetzt.

Vor dem Gebäude befinden sich zwei außenliegende Treppenhäuser, die skulptural ausgebildet werden. 

Auf einem Teil des Grundstücks wird die Gartenanlage als speziell für demenzielle Personen angelegter Sinnesgarten ausgeführt.
Moderner Neubau Pflegeheim Dettingen

Für den geplanten Lichthof sind ein Baum in der Mitte sowie Sitzmöglichkeiten zum Verweilen vorgesehen. Von diesen Sitzmöglichkeiten sind Blickkontakte (über das Atrium und den Lichthof) auf andere Ebenen möglich. Von der nach Süden ausgerichteten Terrasse sowie den Gemeinschaftsbereichen bietet sich ein schöner Ausblick auf die Burg Teck. Diese Terrasse grenzt an den benachbarten Kindergarten an, was eine Anbindung an das öffentliche Leben schafft.

Bei Gesundheitsbauten und Pflegeheimen ist die Balance zwischen Wohlfühlatmosphäre für die Bewohner:innen und Wirtschaftlichkeit für die Betreiber:innen essentiell.

Gabriela Hauser

Geschäftsführerin

Die Bewohnerzimmer


Die Wohngruppen selbst sind um das Atrium oder den Lichthof orientiert. Es sind zwei Wohngruppen je Regelgeschoss vorgesehen. Die Demenzgruppe ist im Erdgeschoss angeordnet. Ihre Räumlichkeiten sind angegliedert an den geschützten innenliegenden Lichthof als ein der Gruppe zugehöriger Freibereich.
Jedes Bewohnerzimmer wird großzügig verglast. Die Räume werden dadurch sehr hell und ermöglichen die Aussicht in die das Pflegeheim umgebende Landschaft. Die klare gerasterte Anordnung der Fenster wird durch unterschiedliche Größen einzelner Fenster bewusst aufgebrochen, um der Individualität der einzelnen Bewohner im dennoch einheitlich im gesamten gestalteten Pflegeheim Ausdruck zu verleihen.

Innenarchitektur

Bei der innenarchitektonischen Planung wird in allen Fragen dem Wunsch des Bauherrn nach heller und wohnlicher Atmosphäre sowohl der einzelnen Bewohnerzimmer als auch der Gemeinschaftsbereiche Rechnung getragen.

Wie immer bei den Planungen von buerohauser ist ein nachhaltiges Energiekonzept wichtig: Es sieht die Einhaltung des KfW 55 Standards sowie die Nutzung des Nahwärmeanschlusses vor.

Moderner Neubau Pflegeheim Dettingen
Komplett vorgefertigte Nasszellen wurden verbaut. Vom Treppenhaus kann man in den Lichthof am Empfang als auch in die anderen Geschosse blicken.
Moderner Neubau Pflegeheim Dettingen
Moderner Neubau Pflegeheim Dettingen
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Umsetzung

buerohauser hat als Generalplaner die Realisierung des Gebäudes verantwortet.

Dazu gehört die Technik-Planung, Statik, Energiekonzeption, der Sicherheits – und Gesundheitsschutz, die Vermessung, Freianlagenplanung als auch die Beratung zum Innenraumkonzept.
Der Neubau mit einer Grundflächenzahl von 0,45 und einer Geschossflächenzahl von 1,35 schafft Platz für 3 Vollgeschosse, 75 Pflegezimmer in fünf Wohngruppen und einer kleinen Penthouse-Wohnung im 3. Obergeschoss. Der Bau konnte in einer sehr knappen Bauzeit von ca. 17 Monaten realisiert werden. 

Dabei wurden die Gesamtkosten sogar um 5 Prozent unterschritten. Das Untergeschoss ist mittels Teilunterkellerung realisiert; dort befinden sich Wäscherei, Technik- und Abstellräume.

Moderner Neubau Pflegeheim Dettingen
Bis auf das Penthouse ist das Gebäude in Massivbau errichtet.
Moderner Neubau Pflegeheim Dettingen
Moderner Neubau Pflegeheim Dettingen

Im Erdgeschoss ist neben dem Haupteingang auch die Wohngruppe speziell für 15 demenzkranke Personen als auch die Tagespflege angesiedelt. Um das Atrium herum befinden sich zusätzlich die Büros des ambulanten Dienstes.
Im ersten und zweiten Obergeschoss befinden sich die weiteren vier Wohngruppen à 15 Bewohner*innen.
Das dritte Obergeschoß besteht aus der kleinen Penthouse-Wohnung in vorgefertigter Holzmodulbauweise mit einem tollen Blick über die Stadt.

„Gemeinsam mit dem Architekturbüro hauserpartner (jetzt buerohauser, Anm.d.Red.) haben wir in attraktiver naturnaher Lage am Fuße der Teck 75 stationäre Pflegeplätze und 15 Tagespflegeplätze geschaffen. (…) Durch die räumlich Nähe zum Kindergarten und der Schule wird klar, dass pflegebedürftige Menschen zur Mitte der Gesellschaft gehören: Ein quirliges und soziales Zentrum entsteht.” 

Anja Frey, Pflegeinsel Dettingen unter Teck1

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Ergebnis

Die Wünsche des Bauherren als auch unsere Ansprüche ressourcenorientierter Innen-/Architektur konnten zusätzlich durch ein effizientes Energiekonzept eingehalten werden.
Die Beheizung erfolgt über Nahwärme. Das Gebäude konnte den KfW-Effizienzhaus-Standard 55 erzielen.

Quellenangaben:
  1. https://www.teckbote.de/nachrichten/lokalnachrichten-kirchheimer-umland_artikel,-die-nachbarschaft-funktioniert-_arid,263058.html

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Idee / Ausgangslage

Für die Deutsche Energie-Agentur dena, die den Auftrag hat, einen Beitrag zum Erreichen der Energiewende zu leisten, haben wir die neuen Büroflächen gestaltet.

In historischem Kontext ist auf drei Geschossen mit 1100 qm ein Ort zum Tüfteln, Forschen und innovativen Austausch entstanden. Akteure aus unterschiedlichsten Bereichen erproben hier digitale Technologien und organisieren Workshops sowie Events zur Zukunft der Energiewirtschaft.

Gemeinsam mit den Machern des Future Energy Lab haben wir die Fläche in vier Areale unterteilt: 

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Konzept

Der Hauptaufgabe, optimale Voraussetzungen für Arbeitsgruppen aus Forschung und Entwicklung zu schaffen und gleichzeitig öffentlich sichtbar zu sein, sind wir mit einem multifunktionalen, detailliert durchdachten Gesamtkonzept begegnet.

Video Rendering Innenarchitektur eines BerlinerBürogebäudes
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Die Räume im KPM-Quartier sind eine tolle Grundlage, auf die wir mit unserem Gestaltungsansatz bewusst aufbauen. Das Materialkonzept ist vom Branding des Future Energy Labs inspiriert und spielt mit dem zentralen Farbspektrum als Ergänzung zum Bestand. Die großformatigen Wandgrafiken sind an die Form des Hexagons angelehnt und finden sich als übergeordnetes Merkmal auf allen Geschossen wieder. Die Wandbilder zeigen einen kleinen Ausschnitt des Future Energy Lab Logos. In jeweils jedem Stockwerk wird das gesamte Logo quer durch den ganzen Grundriss gezogen und in einzelnen Räumen wiedergegeben. Auch die Drehung der einzelnen Hexagons wurde in den Räumen separat dargestellt. So entstand in jeden Raum ein andere Farbe und eine andere Winkelanordnung. Im Spiel mit den Maßstäben bilden sie einen Statement-Kontrast sowohl zum Ziegelgewölbe als auch zu der klaren Architektur der oberen Etagen.

Um den baulichen Aufwand so gering wie möglich zu halten, wurden neue Wände nur dort gezogen, wo es unerlässlich war – nämlich im Digital Lab und zur Abtrennung des großen Meeting Raumes, der eine großzügige Akustikverglasung erhielt.

Im Cafébereich kommen eigens entwickelte Tische, Bänke und Hocker zum Einsatz, die zusammen mit den reduzierten Wandleuchten einen flexiblen Bereich für Pausen und informelle Treffen schaffen. Die Formsprache der Möblierung bezieht sich wieder auf das dena Logo.

Das Hexagonale findet man vor allem in der Möblierung der Cafeteria wieder.

Wenige, aber gezielt gesetzte Einbauelemente aus lackiertem Birkensperrholz prägen die Räume und deren Wegeführung. Im lichtdurchfluteten Dachgeschoss strukturieren eingestellte Trennwände das dena Büro und bieten Platz für Rückzug sowie Konzentration. 

Die Garderobenstangen in den Empfangsräumen wurden speziell vom Metallbauer angefertigt und nehmen die polygonale Formensprache der Wandgrafik auf.

Helle Metallregale, speziell eingefärbte Eurokisten und gepolsterte Sitzmöbel ergänzen die Ausstattung geschossübergreifend und schaffen Inseln, die zum Verweilen einladen.

Im Co-Working Bereich zählt Wandelbarkeit: die Arbeitstische und Bestuhlung sind leicht verräumbar, die Einbauelemente der Arena, Bühne und des Bartresens funktionieren multifunktional. So kann der Raum auch für Präsentationen, Konferenzen und ähnliche Events genutzt werden.

Als wiederkehrendes Element heben schlanke, reduzierte Lichtobjekte die unterschiedlichen Deckenstrukturen der einzelnen Geschosse hervor: gereiht, schräg überlappend oder quer zum Raum wird die jeweilige Situation betont.

Das Lab für 3D-Drucker, Elektronik und Co.

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